
Der karibische Staat Bahamas liegt nordöstlich von Kuba und südöstlich der USA. Er besteht aus 30 großen, 700 kleineren und 2.400 kleinen Inseln.
Allein auf den Hauptinseln New Providence und Grand Bahama leben 85% der Gesamtbevölkerung. Dagegen sind viele der kleinen Inseln unbewohnt.
1973 erlangten die Bahamas ihre Unabhängigkeit. Durch die Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations ist Königin Elisabeth II. immer noch Staatsoberhaupt. Sie wird allerdings von einem Generalgouverneur vertreten (seit Februar 2006 Arthur Dion Hanna).
Die knapp 335.000 Einwohner der Bahamas sind zu 85% afrikanischen Ursprungs. Außerdem leben dort noch 12% Weiße und 3% Asiaten und Mestizen.
Ihre Amts- und Umgangssprache ist Englisch. Unter den haitianischen Immigranten wird Französisches Kreolisch gesprochen.
Bei einem Zensus im Jahre 2000 bekannten sich mehr als 96% der Bevölkerung zum Christentum. Der Rest setzt sich aus Griechisch-Orthodoxen, Muslimen, Juden, Ba-hai-Anhängern und anderen Religionen zusammen.
Mangels natürlicher Ressourcen und bei nur marginaler Landwirtschaft und Industrie lebt die Wirtschaft fast ausschließlich vom Dienstleistungssektor. Er umfasst 80% des BIP und einen ebenso großen Anteil der Arbeitskräfte. Dabei nimmt der Tourismus die Position des wichtigsten Wirtschaftszweiges ein.
Außerdem haben sich die Bahamas durch das Fehlen von Einkommens- und Kör-perschaftssteuer zu einem der größten „Offshore“-Finanzzentren der Welt entwickelt.
Quellen: Munzinger-Archiv, Der Fischer Weltalmanach 2007
Anmerkungen: Offshore-Finanzplätze zeichnen sich durch niedrige Steuern, ein hohes Maß an Vertraulichkeit und eine minimale Finanzmarktaufsicht aus.