Freiwillige in Paraguay: Mega-Konzert der Jugend

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1.200 Jugendliche trafen sich zu einem “Mega-Konzert” in Encarnación, initiiert von der landesweiten Musik-Initiative “Sonidos de la Tierra” (Töne der Erde), die Adveniat untersützt. Fotos: Rebecca Kossmann

Die Jugendlichen von Semillas Musicales sind aufgeregt, denn heute konnten sie mit offizieller Entschuldigung ihres Konservatoriums eher die Schule verlassen. Warum? Weil wir heute mit vierzig Jugendlichen nach Encarnación fahren, um dort am „Mega Concierto“ teilzunehmen und unser Repertoire vorzutragen.

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Mexikanisches Temperament auf dem RUHRDAX

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Auf geht´s! Nicole Rohrmann und Heiner Ganser-Kerperin aus der Adveniat-Bildungsabteilung auf dem Weg zum RUHRDAX – in mexikanischer Tracht. Foto: Mareille Landau

Wenn ein “Mariachi” mit einer mexikanischen “Mujer” Mittwochabend im Bottroper Zechengelände unterwegs ist, ist das kein gewöhnlicher Tag. Absolut nicht. Adveniat war unterwegs – und das ganz lateinamerika-typisch in bunten Trachten. Denn die Stadt Bottrop hatte zusammen mit dem Netzwerk Ruhrgebiet für bürgerschaftliches Engagement zum „9. Ruhrdax“ in die Lohnhalle Zeche Arenberg eingeladen. Bunt sollte man kommen, auffallen, denn so sticht man besser für die Unternehmen heraus, die sich sozial engagieren möchten.

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Kolumbien: Vom Guerillakämpfer zum Normalbürger

Ausschnitt aus dem Denkmal für die gefallenen Soldaten in Bogota. Fotos: Jürgen Escher

Unser letzter Tag in Kolumbien. In den letzten zwei Wochen sind wir auf der Suche nach Ansätzen für eine Lösung des jahrzehntelangen Bürgerkriegs kreuz und quer durch das südamerikanische Land gereist, haben die Menschen gefragt, was für sie „Gerechtigkeit und Frieden“ bedeutet. Denn genau so heißt das Motto der diesjährigen Jahresaktion von Adveniat.

Nun sitzen wir auf den Treppenstufen der Santiago-Kirche im südkolumbianischen Pasto und warten auf unseren letzten Gesprächspartner. Er ist spät dran. Die Sonne geht unter, es wird bitter kalt. Doch wir warten.

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Freiwilligendienst in der Hitze Paraguays: La Chacarita

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Kinderbetreuung der Sozial-Pastoral in Asunción.

Der Sommer ist fast vorbei und es wird langsam kühler… ich korrigiere: es ist immer noch irre schwül und heiß, und das wird es hier in Paraguay wohl immer sein. Für mich messen sich die Jahreszeiten eher an den gerade reifen Früchten, die es hier in so großen Mengen gibt, dass man gar nicht alle essen kann. Im Sommer wuchsen zum Beispiel Mangos an allen Straßenecken, die die Weihnachtsdekoration weit in den Schatten stellte. Und da es viel zu viele gibt, ist es auch noch erwünscht, wenn man ein paar vom Baum pflückt.

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Kolumbien: Friedensarbeiter an der Basis

Margarita Martines und Gloria Viuda Hidalgo (Laien einer Coppas-­ Gruppe) besuchen die im Rollstuhl sitzende Luz Angelica Guevera. Fotos: Jürgen Escher

Wir sind in Pasto angekommen, der letzten Station unserer Kolumbienreise. Die auf 2.500 Metern Höhe in einem Tal der Anden gelegene Stadt war lange durch ihre Abgeschiedenheit vom Rest Kolumbiens abgetrennt. Erst seitdem die Pan-Americana-Autobahn sich auf dem Weg an die nur 90 Kilometer entfernte Grenze zu Ecuador an Pasto entlang vorbeischlängelt, fand die Region wieder den Anschluss.

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Kolumbien: Die Goldschürfer des Rio Quito

Goldwäscherin am Ufer des Rio Quito. Fotos: Jürgen Escher

Gemächlich fließt der Rio Atrato an Quibdó vorbei, der Hauptstadt des Departamento Chocó. Seine der Stadt zugewandte Hälfte ist schwarz, am gegenüber liegenden Ufer ist der Fluss ockerfarben. Unser Boot steuert quer durch den Atrato in Richtung der Quelle des ockerfarbenen Wassers: dem Rio Quito, der schräg gegenüber der Uferpromenade Malecon in den Atrato fließt.

Wir sind auf der Suche nach den Goldgräbern des Rio Quito, und das ockerfarbene Wasser ist ihre Spur. Schwimmende Goldbagger saugen den goldhaltigen Flusssand auf, lassen ihn über Lamellen laufen, auf denen das Gold hängenbleibt. Der Flusssand fließt zurück in den Fluss, der durch die Sedimente seine Farbe ändert. Folgen wir dem ockerfarbenen Wasser, finden wir die Goldbagger.

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