Ein Tag im Hogar

Tische aufgestellt, Stühle angeordnet, für jeden einen Becher auf den Tisch und fertig ist das Klassenzimmer. Eine kleine Verschnaufpause und schon wird gerufen: „Primer Grado“ und alle Schülerinnen und Schüler kommen in den Raum gestürmt. „Was gibt es heute zum Essen?“ „Señor, ich hab heute ganz viele Hausaufgaben“, „Darf ich die Teller verteilen?“. Ein ganz normaler Beginn im Hogar „Nuestros Corazones“ doch jeder Tag ist wieder ein neues Abenteuer.

„El Hogar“

hogar_1Ich arbeite im Hogar „Nuestros Corazones“ in Flores, der Hauptstadt Argentiniens. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass es eine normale Hausaufgabenbetreuung ist. Die Kinder essen, spielen und machen ihre Hausaufgaben. Dabei sind die Kinder immer nach Altersstufe auf vier Zimmer aufgeteilt. Sehr viele Kinder kommen ins Hogar, so dass immer ungefähr 20 Kinder mit einer Erzieherin im Zimmer sind. Da alle Hilfe bei den Hausaufgaben brauchen sind das ganz schön viele. Auch ich bin schon an meine Grenzen der Geduld gekommen und auch an meine Wissensgrenzen. Denn die Argentinische Geschichte hatte ich leider nicht in der Schule und immer noch fehlen mir viele Wörter. Deswegen fühle ich mich selber auch fast wie in der Schule, denn ich lerne mit den Kindern zusammen. Doch es ist mehr, als nur eine normale Hausaufgabenbetreuung. Denn die Kinder wohnen nicht in normalen Häusern unter normalen Umständen. Sie wohnen alle in der Villa. Doch was ist eine Villa?

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Winter in Paraguay – Decken, Flaschentanz und Mbeju

Decken gegen Kälte in Notunterkünften

flaschentanz_1Juni, Juli, August und September sind die Wintermonate in Paraguay. Auch wenn der Winter hier nicht mit einem Winter wie in Deutschland zu vergleichen ist, sind die Temperaturen doch spürbar gesunken. Das macht sich vor allem nachts bemerkbar.
Durch den enormen Anstieg des Flusses Paraguay sind viele der Häuser in der Nähe des Ufers seit nun mehr als zehn Monaten nicht mehr bewohnbar. Die Menschen mussten in einfache Notunterkünfte umziehen. Deren Wände bestehen aus dünnen Holzplatten oder Wellblech. Gerade die kälteren Monate sind deshalb eine harte Zeit für die Betroffenen.

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Argentinien: Dienst am Nächsten ganz konkret

Olga kommt manchmal zum Essen. Sie hat ihren grünen Koffer neben sich stehen – ihre ganze Habe – sie lebt auf der Straße. Und ist eine unter vielen, die in der Umgebung der Kirche San Cayetano leben und Hilfe suchen. Manchmal brauchen sie Hilfe und genauso oft helfen sie auch uns.

JRJ Matetrinken
Ich trinke einen Mate mit Olga. Sie fragt mich nach mir: Ich bin 18 Jahre alt und habe im letzten Sommer in Deutschland die Schule beendet. Um ein Stück über den Horizont zu schauen, zu lernen und einen Dienst zu leisten, bin ich jetzt für ein Jahr in Buenos Aires – und darf hier im Sozialzentrum San Cayetano und der Kirche mitarbeiten.

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Kuba: Ein Auto im Wohnzimmer

Ein Auto. Geparkt vor den Buchregalen. Und es stinkt durchdringend nach Benzin. Kein Wunder, meint Padre Jorge Luis Gil Orta und öffnet die Tür des verbeulten Autos, das wohl mal ein VW-Neuwagen, Modell obere Mittelklasse gewesen sein muss.

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Das neue alte Auto des Pfarrers wurde direkt vor den Buchregalen im Haus geparkt. Hier soll es jetzt restauriert werden. Fotos: Christian Frevel

Im Innenraum fehlen die hinteren Sitzbänke, der Teppichboden, die Abdeckung zum Kofferraum. Statt dessen steht dort ein Plastikkanister, aus dem zwei Schläuche ragen. „Der provisorische Tank“, meint Padre Jorge und hält sich andeutungsweise die Nase zu. „Nicht ganz dicht, daher der Geruch.“

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Am Rand von Havanna

In Kuba gibt es schönere Ecken als La Guinera. Kein Strand, keine Wellen, stattdessen die Straße von Havanna Richtung Osten, alte LKW und uralte Privatwagen mit defektem Auspuff dröhnen durch den Ort. Schöner wohnen sieht anders aus.

Die Ordensfrauen haben sich vor allem dem Dienst an den Armen, Kranken und Alten verschrieben.

Die Ordensfrauen in La Guinera haben sich vor allem dem Dienst an den Armen, Kranken und Alten verschrieben.

Wer hier gelandet ist, hat eigentlich anderes gesucht. „Die meisten Menschen hier stammen aus dem Landesinneren“, berichtet Schwester Lucia Mercedes Tineo. „Sie sahen dort keine Perspektive mehr und wollten ihr Glück in der Havanna versuchen.“ Jetzt sind sie hier, in La Guinera, 20 Kilometer weg von der Hauptstadt.

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Peru: „Wir können euch helfen, eure Rechte einzuklagen“

Bischof Gilberto Alfredo Vizcarra, der Ende dieses Jahres als Aktionsgast zu Adveniat nach Deutschland kommt, will uns heute „sein Dorf“ zeigen. Im Mai letzten Jahres lebte er hier für vier Wochen unter den Awajún-Indigenen. „Ich wollte wissen, wie sich ihr Alltag anfühlt“, erzählt er uns. „Denn wie kann ich ihr Bischof sein, ohne selber am eigenen Leib erfahren zu haben, was ihre Probleme sind.“

Bischof Gilberto Alfredo Vizcarra Mori wird herzlich begrüßt von einem Jäger in dem Awajún-Dorf Baja Bachacusa. Fotos: Jürgen Escher

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