Mexiko vor Trumps Amtsantritt – Touristenmetropole Cancún mit zwei Gesichtern

Angst vor dem neuen US-Präsidenten und Sozialprotesten begegnen dem Mexiko-Referent des Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat Reiner Wilhelm vor Ort

Der Gasolinazos, also die Erhöhung des Benzinpreises um 20 Prozent, die Proteste gegen die Regierung und die Angst vor Donald Trump – das sind die bestimmenden Schlagzeilen der aktuellen Mexiko-Berichterstattung. Doch wer im mexikanischen Cancún landet erlebt das Tourismusziel Nummer 1 der Nordamerikaner. Cancún ist weltbekannt für seine schönen Strände und das türkisfarbene Meer, das Ferienparadies schlechthin.

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Musiklehrerin vom ersten Tag an

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Zusammen mit den Pfadfindern in Asuncion hat FSJlerin Philomena den Müll auf dem Freizeithof gesammelt. Oft türmt der Müll sich dort sonst sehr hoch, da die Müllabfuhr nicht fährt.

Gut sechs Wochen bin ich nun in Paraguay. In dem Land, über das fast keiner etwas weiß, das aber eine unglaubliche Lebendigkeit und Farbenfroheit in sich trägt.
Erstaunlich schnell habe ich mich hier „heimisch“ gefühlt. Ich hatte mit einem viel schwereren Start gerechnet, aber nach dem ersten Schock und den ersten Tränen bin ich gut angekommen. Die Menschen hier machen es einem durch ihre Herzlichkeit und Offenheit leicht, sich geborgen zu fühlen. Und es gibt soviel Neues zu entdecken. Die ganzen neuen Geräusche, Gerüche, Geschmäcker, Menschen, Namen und Gegebenheiten wollen erst mal verarbeitet werden. Da bleibt im Moment gar nicht soviel Platz für Heimweh.

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Freiwilligendienst auf der anderen Erdhalbkugel

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„Ich möchte einen fernen Kontinent mit einer anderen Kultur entdecken, in ihre Realität eintauchen“, sagt  FSJlerin Nell Richter (2. v.l.)

Ungefähr 10.000 Kilometer Luftlinie trennen mich von zu Hause. Jetzt findet mein Leben zehn Monate lang hier statt. Mein Name ist Nell Richter und ich mache jetzt gerade einen Freiwilligendienst in Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors. Dort bin ich in dem Sozialwerk „Hogar de Cristo“ – zu Deutsch „Christi Zuhause“, einer Initiative, die auf den chilenischen Jesuitenpater Alberto Hurtado zurückgeht, tätig. Es ist ein Projekt, das in vielen Bereichen agiert, aber hauptsächlich für den Bau von Bambushäusern die menschenunwürdige Wohnsituation in Armutsvierteln zu verbessern

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Haiti: Im Chaos nach dem Sturm zurechtkommen

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In der Diözese Les Cayes, die insgesamt 57 Pfarreien und über 300 Kapellengemeinden zählt, wurden durch Hurrikan Matthew drei Pfarrkirchen völlig zerstört. Viele Kirchen stehen noch, haben aber kein Dach mehr.

Gestern und heute hat es zum Glück weniger geregnet und so ist der Wasserpegel im Vergleich zu vorgestern deutlich gesunken. Die Nationalstrasse 2, die Port-au-Prince mit Les Cayes verbindet, war daher wieder recht gut befahrbar, zumal Schlammlawinen schon geräumt worden waren. Diesen Sonntag gab es auch die unsäglichen Staus nicht, die Port-au-Prince sonst so lahmlegen, dass man gut und gerne zwei bis drei Stunden braucht, um aus der Stadt raus zu kommen. So waren wir schon nach gut vier Stunden in der Stadt Les Cayes. Vor zwei Tagen waren wir ein gutes Stück vor Les Cayes zur Umkehr gezwungen worden, da die Straße überschwemmt war. Am Wochende war an vielen Stellen statt des Wassers hoher Schlamm, manche Bereiche standen aber nach wie vor unter Wasser. Das große Problem ist hier, dass das Wasser zwar schnell auch wieder abläuft, es aber nicht sehr viel Regen braucht, bis alles wieder unter Wasser steht – gerade jetzt, wo die Böden durchtränkt sind und überhaupt kein Wasser mehr absorbieren können.

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Die vielen Gesichter Asuncìons

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Im „Centro Comunitario de la Chacarita“ gestaltet Lisa Berndorfer Plakate für die Kinder aus einem der Armenviertel Asuncións.

Asunción hat viele Gesichter – Das durfte ich die letzten zwei Monate, die ich jetzt schon hier in Paraguay verbringe, feststellen. Allein die „Lapachos“ (eine gewisse Baumart), die die komplette Stadt im August in ein einziges Meer aus pinken und gelben Blüten tauchen, sind extrem atemberaubend und wunderschön. Auch die verschiedensten interkulturellen Seiten, die Paraguay zu bieten hat, beeindrucken mich immer wieder. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen hier sehr offen für andere Kulturen sind und offensichtlich davon profitieren. Neben dem von den Guaraní-Indianern übernommenen und sehr beliebten Getränk „Tereré“ findet man hier auch schnell einmal einen Kartoffelsalat nach deutscher Rezeptur. Asunción ist eine Stadt der Vielfalt und der Gegensätze, weswegen es viel zu entdecken gibt.

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Spaß- und Familientag in La Paz

20160814_122250neuIch bin schon fast sechs Jahre bei den Pfadfindern und doch erlebe ich immer wieder neue Sachen. Momentan verbringe ich mein Freiwilliges Soziales Jahr in Bolivien, in der Stadt La Paz. Dort arbeite ich in einem Pfadfinder-Projekt, der Ludoteca.

Natürlich gibt es auch hier Pfadfinderstämme. Genau wie in Deutschland finden hier wöchentlich Gruppenstunden statt. Der Pfadfinderstamm San Ignacio, den ich für das kommende Jahr als Rover begleiten werde, hat seine Gruppenstunde jeden Samstagnachmittag. Doch heute ist Sonntag und ich nehme an der Gruppenstunde des Stammes meiner Gastschwester teil – den Israelitas.

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