Eine Vision für die Jugend in Paraguay

Aktionsgast Gerardo Gómez Morales - Adveniat - Ich will Zukunft

Bildungsminister Gerardo Gomez aus Paraguay zu Besuch beim Hamburger Staatsrat. Foto: Escher/Adveniat

“Auch wenn Paraguay keinen Zugang zum Meer hat”, schmunzelte Gerardo Gomez, “so werden die Beziehungen zwischen der Stadt Hamburg und dem Land Paraguay in Zukunft nicht trocken, sondern ein reger Strom sein”, so der Vizeminister für Erziehung und Bildung aus Paraguay.

Sein Besuch in Deutschland hatte den Adveniat-Gast der Aktion #ichwillzukunft jüngst zum Hamburger Staatsrat der Behörde für Schule und Bildung geführt. Der in Deutschland promovierte Theologe schilderte die dramatische Situation vieler Jugendlicher in Paraguay: Von den 6,8 Millionen Einwohnern seien fast 30 Prozent zwischen 15 und 29 Jahren alt. Ein Viertel der Bevölkerung lebe in Armut, fast 60 Prozent der Jugendlichen habe keine weiterführende Ausbildung nach dem Abschluss der Grundschule. Dabei brauche Paraguay neben dem wirtschaftlichen Boom in der Landwirtschaft mit dem umstrittenen Anbau von Soja in Monokultur und dem Fleischexport besonders in der verarbeitenden Industrie spezialisierte Techniker und Experten.

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„Wenn es das Kerzenziehhaus nicht bereits gäbe, müsste man es erfinden“

Eröffnung Kerzenziehhaus (51)

Golden leuchten die Fenster des Kerzenziehhauses in der Dunkelheit, leise klingen Stimmen durch die Holztür. Drinnen stehen die Besucher um glänzende Öfchen herum, viele mit einem weißen Docht in der Hand, der während des gemütlichen Gesprächs immer wieder in das heiße Wachs vor ihnen getaucht wird. Nach und nach wird die Wachsschicht um den Docht größer – die Kerze nimmt Form an. Das Adveniat-Kerzenziehhaus bietet am Kardinal-Hengsbach-Platz einen Ort zum Wohlfühlen und Entspannen, abseits von Advents- und Weihnachtsstress. Dabei wird gleichzeitig Gutes getan. In diesem Jahr steht die Adveniat-Aktion unter dem Motto #ichwillzukunft.

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Einladung zur Adveniat Blogparade #ichwillzukunft

Gemeinsam Zukunft bauen: “Ein großes Land ist das Ergebnis von großartigen Menschen.” Foto: Pohl/Adveniat

Es ist Ende November. Hier bei uns bei Adveniat ist gerade die aufregendste Zeit des Jahres. Wir befinden uns mitten in der Aktion 2014, die unter dem Leitmotiv „Ich will Zukunft!“ Menschen – wie euch! – begeistern, informieren, aufklären und engagieren möchte. Das haben wir hier schon mal ein wenig vorgestellt.

Regelmäßige Blogleser haben bestimmt auch gemerkt, dass wir unserem Blog ein kleines Lifting verpasst und ihn ganz unter das Jahresaktionsthema gestellt haben. Das hat seinen Grund: Denn wir möchten den Blog zur Zentrale unserer digitalen Aktivitäten in der Zeit der Jahresaktion ausbauen.

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Was bedeutet Zukunft für uns?

Aktionsgast Weihbischof Rosa Chávez

 

Ich will Zukunft!“ – das ist unser Motto für die Aktion 2014. Denn das wollen wir alle: Erfahrungen sammeln, Pläne schmieden, unser Leben gestalten.

Mit unserer Aktion stellen wir in diesem Jahr die Jugend in den Mittelpunkt. Denn in Lateinamerika können viele junge Menschen von einem sorgenfreien Leben nur träumen – Armut, Gewalt, fehlende Bildungschancen und Arbeitslosigkeit gehören zu ihrem Alltag. Unsere Partner vor Ort machen diese Jugendlichen stark: durch Bildungsinitiativen, Friedensarbeit und einen festen Glauben.

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Argentinien: 40 gegrillte Hühnchen für die Vegetarierin

ronja-150x150Nun bricht schon der dritte Monat für mich hier in Argentinien an und es fasziniert mich, wie schnell es gelingt, sich in ein komplett neues Umfeld einzuleben. Ich lebe in Merlo, einer Stadt in der Provinz Buenos Aires, und unterstütze die hiesige Gemeinde im Kinderhort und entdecke immer wieder neue Felder, in denen ich tätig werden kann.

Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich dazugehöre und dass man sich für mich interessiert. Das Spanisch lernen und sprechen ist zwar noch ziemlich anstrengend, aber ich habe im Kindergarten super Mitmenschen, die mit mir meine Woche so einteilen, dass ich gut mitarbeiten kann. So helfe ich an den Tagen mit Sprachkurs in der Küche, wo es deutlich ruhiger und entspannter ist. An den anderen Tagen schaue ich mir nach und nach alle Gruppen an, um die Kinder kennenzulernen und mir ein Bild davon zu machen, wo ich nach der Kennenlernphase tätig werden möchte. Es ist faszinierend, wie gut mein Wörterbuch (nicht nur bei Kindern) ankommt. Den Kindern soll ich häufig daraus vorlesen.

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Brasilien: Favela, Fußball, Kulturschock

christina und pele

Wir fahren mit dem Auto durch die schmalen Straßen den Berg hoch. Rechts und links sind Häuser. Nebeneinander, übereinander. „Wir sind hier in einer richtig gefährlichen Gegend“, sagt meine Kollegin neben mir. Die Favela Morro da Mineira ist zwar „befriedet“, liegt aber zwischen zwei anderen Armenvierteln in Rio de Janeiro, deren Drogenbanden sich nicht selten bekriegen.

AnsichtDeswegen stehen dort, wo wir aussteigen, unzählige schwer bewaffnete Polizisten. Zum Schutz für uns und die anderen Journalisten aus aller Welt. Denn hier, mitten in der Favela, findet heute die Präsentation eines weltweit einzigartigen Fußballplatzes statt: 200 kinetische Platten unter dem Kunstrasen und Solarmodule auf den Lampen sorgen dafür, dass abends die sechs Flutlichter am Rand des Rasens leuchten. Die Bewegung der Spieler beziehungsweise ihre Schritte erzeugen die notwendige Energie. Pate des Projekts ist kein geringerer als Fußballlegende Pelé. Deswegen haben sich rund um den Maschendrahtzaun, der den Platz umgibt, auch schon einige Menschen eingefunden. Trotz der frühen Uhrzeit und der brennenden Sonne.

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