El Salvador: „Romero, qué viva!“ – Jetzt erst recht!

Om Dankgottesdienst zur zur Seligsprechung Oscar Romeros tragen Schwestern und Schüler der Gemeinde Blumen und Pflanzen nach vorne zum gerade neu aufgehängten Portrait Romeros. Fotos: Achim Pohl

Im Dankgottesdienst zur Seligsprechung Oscar Romeros tragen Schwestern und Schüler der Gemeinde Blumen und Pflanzen nach vorne zum gerade neu aufgehängten Portrait Romeros. Fotos: Achim Pohl

Einsam ragen die Pressetürme in den blauen Himmel. Einzelne Romero-Fähnchen flattern noch über die Straße. Sie sind vorüber die großen Tage rund um die Seligsprechung Oscar Romeros. Es war ein wundervolles, hoch emotionales Fest von einem Ausmaß, das El Salvador noch nicht erlebt hat. Und: Es war ein friedliches Fest, eines bei dem die Salvadorenos ihren Mons. Romero mit allen emotionalen und medialen Ausdrucksmitteln feiern durften.

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El Salvador: Renovieren für Romero

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Seminaristen bei der Renovierung des Priesterseminars “Seminario San José de la Montana”. Fotos: Achim Pohl

Wie in einem Ameisenhaufen wuseln die jungen Männer durch die langen Flure, die noch mit Bauschutt und Farbklecksen übersäht sind. Sie putzen, schmirgeln, verpassen der ein oder anderen Wand noch schnell einen neuen Anstrich in gelb und weiß, holen Spinnweben von der Decke, stauben Kreuze ab. Für die Seminaristen des Priesterseminars „Seminario San José de la Montana“ nicht unbedingt das Tagesgeschäft. Aber das ist in dieser Woche bei fast jedem Slavadoreno außer Kraft gesetzt, der auch nur ansatzweise katholisch sozialisiert ist. Denn nur noch ein Tag trennt das Volk vom großen Traum der Seligsprechung Oscar Romeros, auf die es fast 20 Jahre gewartet hat.

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Venezuela: Tag der Unabhängigkeit und der Ungewissheit

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Am 19. April jährt sich wieder einmal der Unabhängigkeitstag Venezuelas. Seit gut 10 Jahren betreue ich die Projekte dieses Landes, im dem eine Krise der nächsten folgt. Besonders nahe geht mir dabei die Mordstatistik, die jedes Jahr weiter steigt. Es stimmt, sie war auch in früheren Jahren nicht gerade gering; inzwischen steht sie bei 83 pro 100.000 Einwohner, in realen Zahlen: 2014 wurden 24.980 Menschen ermordet. Das Gros der Toten waren Jugendliche unter 25 Jahren.

Welche Zukunft hat ein Land, das seine Jugend verliert?

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