Bolivien: „Día de los niños“

Zoe Winterscheidt lebt und arbeitet als Freiwillige in La Paz. Ihr Einsatzprojekt ist der Kinderhort „Ludoteca“, wo am 12. April der Kindertag gefeiert wurde. Natürlich half Zoe bei den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes für die Kinder.
Ein Mädchen und eine Jugendliche

Die Freiwillige Zoe Winterscheidt arbeitet in Bolivien mit Kindern aus armen Familien. Foto: privat

Wir haben beschlossen, für die Kinder aus unserem Projekt Pantoffeln zu nähen, als Geschenk zum Kindertag. Da unsere Materialien sehr begrenzt waren, mussten wir sehr kreativ werden. Nach mehreren anfänglichen Versuchen und immer wieder neuen Idee, hatten wir drei Tage vor dem Tag ein Paar fertig. Für meine Verhältnisse viel zu spät, doch alle meine Kolleginnen waren entspannt und meinten, es wäre noch genügend Zeit.

Limbo tanzen war eine der Aktivitäten am Kindertag in Bolivien. Foto: privat

Nachdem wir dann doch alle Pantoffeln bis zum Kindertag fertig bekommen hatten, kam ich am 12. April ganz entspannt zur Arbeit. Der Tag war ein großer Spaß mit Süßigkeiten, dem Spiel „Reise nach Jerusalem“, Limbo tanzen und viel zu Lachen. Manchmal tut es auch mir gut, mal wieder ganz Kind zu sein und mich um nichts sorgen zu müssen. Einfach Lachen und glücklich sein.

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Bolivien: Schaumkämpfe mit dem Präsidenten

So zeigt sich Evo Morales gerne - volksnah. Fotos: Achim Pohl/Adveniat

So zeigt sich Evo Morales gerne – volksnah. Fotos: Achim Pohl/Adveniat

Wer an karnevalistische Städte denkt, dem fallen Rio de Janeiro, Venedig oder Köln ein. Aber auch in La Paz wird kräftig gefeiert! Seit Donnerstag gibt es hier jeden Tag kleinere oder größere „entradas“, Umzüge. Traditionelle Musik und Kostüme dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Anders als in Deutschland sind die Zuschauer allerdings nicht verkleidet – und so fielen wir gar nicht weiter auf. Wir, das ist ein kleines Adveniat-Team auf Recherchereise in Bolivien.

Während eines Spaziergangs durch La Paz hörten wir auf einmal Musikkapellen und sahen verkleidete Leute. Wir folgten der Musik und erreichten die Plaza Murillo, wo am Regierungspalast ein Karnevalsumzug vorbeiging. Direkt vor dem Regierungssitz war eine kleine Tribüne aufgebaut, und dort saß ein gut gelaunter Präsident Evo Morales neben Vizepräsidente Álvaro García Linera.

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Bolivien: Karneval zwischen Glaube und Party

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Zum bolivianischen Karneval gehört nicht nur ausgelassenes Feiern, sondern auch eine Segnung und der Dank an Pachamama, Mutter Erde. Fotos: Achim Pohl

Wer in Bolivien Karneval feiert, darf nicht wasserscheu sein. Seit Donnerstag laufen alle Kinder und Jugendlichen mit Wasserpistolen oder Wasserbomben (kleine Luftballons mit Wasser gefüllt) bewaffnet durch die Straßen und „schießen“ jeden ab, der an ihnen vorbeikommt. Auch offene Autofenster entgehen ihnen nicht. Manche Kids sind auch mit Spraydosen voll weißem Schaum bewaffnet.

Den sprühen sie so stark auf ihr Gegenüber, dass Gesicht, Haare und Oberkörper nach wenigen Sekunden komplett weiß sind. Die Tradition ist gleichzeitig Spaß und Geschäft. Überall an den Straßenrändern werden Wasserpistolen, Schaumspray und auch mit Wasser gefüllte Luftballons angepriesen. Viele Marktfrauen schulen von Obst und Gemüse für ein paar Tage auf Wasser um. Schließlich darf einer Woche feuchtes Feiern nichts im Weg stehen. Dabei ist es in El Alto, La Paz, zur Karnevalszeit nicht warm. Ständig weht ein kühler Wind und immer wieder kommen starke Regenschauer runter. Das hindert aber niemanden daran aufzugeben. Entsprechend sehen vor allem die Kids schon nach kurzer Zeit aus: nass und klebrig.

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Blaue Kartoffeln

„Cochabamba, Cochabamba“ – wie eine süße Melodie singt die Stewardess den Name unseres nächsten Zieles durch die Lautsprecher am Flughafen von Santa Cruz und lockt uns zum Einsteigen in unser Flugzeug. „Cochabamba, Cochabamba“. Und tatsächlich, was uns nach der Großstadt erwartet, ist überwältigend. Meine Augen können sich nicht satt sehen an den endlos weiten Bergen. Noch sind wir nicht im Hochland, aber die steinigen Serpentinen, die unsere Begleiter mit ihren Allrad-Jeeps hinauf kurven, bringen uns hoch bis auf knapp 3000 Meter. Für mich Nordlicht, das sich in Hamburg normalerweise auf sieben Meter über Null bewegt, ist das aufregend, faszinierend – und auch ganz schön anstrengend.

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