Peru: Überschwemmt

Bäche werden reißende Flüsse und überschwemmen ganze Städte, Schlammlawinen schlucken Häuser und Menschen. In Peru hat El Niño zugeschlagen. Die Region Piura im Norden des Landes ist nahezu vollständig überschwemmt. Padre Juan Goicochea, Projektpartner des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, hat vor Ort zwischen Elend und Trauer eine Welle der Solidarität erlebt.

Padre Juan Goicochea ist in seine Heimat Piura gereist, um sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Er arbeitet seit Jahren in einer Gemeinde im Süden der Hauptstadt Lima. Regenfälle haben große Teile der Hauptstadt verwüstet, woraufhin sich die Menschen der Pfarrgemeinde von Padre Goicochea organisierten, um den Opfern in den betroffenen Stadtteilen Limas zu helfen. Sie verteilen Nahrungsmittel, Medikamente, Kleidung und Wasser – aber auch Spielzeug, um mit dem Wichtigsten auch Freude zu schenken. Dabei sind sie selbst arm und leben teilweise vom Müllsammeln. Auch in der Stadt Piura und der umliegenden Region helfen die Menschen einander.

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Peru: Auf Mission mit Padre Juan – Liveticker

Mission accomlished

23.45 Uhr: Das Handy auf Padre Juans Nachttisch blinkt: SMS von den deutschen Journalisten. „Juan, hast du zufällig einen Geldbeutel von uns gefunden?“

23.00 Uhr: Nach tatsächlich drei Besuchen bei Jugendgruppen und drei Einladungen zu typisch peruanischen Süßkartoffeln, Hühnchen, Obst und Chicha setzt Padre Juan die drei etwas abgekämpft aber zufrieden aussehenden deutschen Journalisten in ein Taxi zum Hotel. Er winkt ihnen noch nach. Für diesen Tag ist er sie schonmal los, die drei schrägen Vögel. Morgen früh geht es für ihn mit drei Erstkommunionsfeiern weiter.

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Zur Lachsforelle über Peru

Frische Lachsforelle an den sanft plätschernden Wellen des Titicacasees in Copacabana – so lautete das Versprechen nach vielen arbeitsreichen Tagen und den ersten Anflügen von Höhenkrankheit. Natürlich – wir sind ja nicht im Urlaub – musste auf der Fahrt von La Paz dorthin noch ein journalistisch wertvoller Termin absolviert werden.

Grenzgänger: Padre Pablo Oblitas

Wir sechs Gringo-Journalisten staunten nicht schlecht, als in Tiquina ein bolivianischer Priester in Soutane auf uns zulief. So stellt man sich nun mal nicht den aufgeschlossenen Pfarrer vor, der auch gerne indigene Riten und Gebräuche integriert. Doch als er von seinem Vater, dem Heiler aus dem Stamm der Kavallas berichtete und auch nicht verschwieg, dass ihm die Aymaras in den 23 Gemeinden seiner Pfarrei immer wieder Frauen anbieten, weil es sich nun einmal für eine Autoritätsperson gehört, verehieratet zu sein, waren die Vorurteile ob des sehr römischen Kleidungsstils schnell vergessen.

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