Ein kleines Gewitter für die Seele

Liturgischer Tanz - Adveniat Blog

Der liturgische Tanz bereicherte die Feier zum Gedenktag „Unserer Lieben Frau in Guadalupe“

Feier zum Gedenktag „Unserer Lieben Frau in Guadelupe“

Das Spannende daran, wenn man sich in einer Gruppe zusammenfindet ist doch immer wie sich etwas atmosphärisch entwickelt. Den Rahmen, den kann man planen, den Ort, die Teilnehmer, das Programm. Aber was in den Köpfen passiert, in den Herzen ankommt und was davon wiederum auch für andere spürbar wird, das ist immer wieder aufs Neue ein Schuss ins Blaue. Und dabei ist es ganz egal, ob wir auf einer Geburtstagsfeier, einem gemütlichen Treffen bei Freunden oder bei einer Messe beisammen sind.

Ich war auch heute wieder gespannt, wie sich die Atmosphäre entwickelt. Denn morgens haben wir in der Adveniat-Kapelle traditionell den Tag der Heiligen Guadalupe gefeiert, der Schutzpatronin Lateinamerikas. Das ist immer schön und gemütlich, besinnlich, musikalisch und stiftet immer wieder neu eine besondere Form der Identität unter uns Mitarbeitern – so zumindest meine Empfindung. Denn in diesen Momenten ist Lateinamerika ganz besonders präsent bei uns und es besteht gefühlt eine starke Verbindung zu den Menschen dort, von denen wir wissen, dass viele von ihnen ebenfalls gerade diesen Tag gemeinsam feiern.

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Tag der Ausbildung: Warum Luisa Journalistin geworden ist

Luisa-Garcia_Lima_PERU_Willer

Peru hat einen guten Ruf im investigativen Journalismus. Immer wieder haben engagierte Journalisten die Raenke der Maechtigen aufgedeckt. Die wenigsten der Journalismus-Studierenden verschreiben sich dieser Königsdisziplin des Journalismus, auch in Peru. Luisa García Tellez ist eine der wenigen. Seit zwei Jahren arbeitet sie – zuerst als Praktikantin – beim Investigativ-Journalismus-Projekt „IDL-Reporteros“ und hat mit ihren 23 Jahren bereits Furore gemacht: Ihre Artikelserie über die intransparenten Regeln im peruanischen privaten Pensionskassensystem, und wie die Pensionskassen tricksen zu ungunsten der Pensionierten, haben die Menschen in Peru aufgerüttelt und mit zu einer neuen Gesetzesvorlage geführt.
Luisa García erzählt, wie sie zum Journalismus gefunden hat.

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El Salvador: Von Abschied und Segenswünschen

Abschied El Salvador

Wir machen uns also auf den Rückweg nach Deutschland. Nach fast drei Wochen in El Salvador kommt uns die Tatsache, dass wir nun zurückkehren, fast schon surreal vor. Kopf und Herz haben sich an Sprache und Mentalität gewöhnt, Magen und Kreislauf an Klima und Essgewohnheiten. Jetzt zurück zu Alltag, Uni, Freunden, Familie und Partnern. Eigentlich unvorstellbar – sicherlich weit, weit weg.

Nachdem wir den Vormittag mit Kofferpacken, einem köstlichen Frühstück und Mittagessen und dem letztem Strandbesuch verbracht haben, geht es auch schon los. Wir kommen pünktlich am Flughafen an, checken ein und kaufen im Dutyfree-Bereich die letzten Souvenirs. Schon sitzen wir im Flieger. Langsam holen Müdigkeit und die Einsicht, bald wieder zu Hause zu sein uns ein und erzeugen Momente der Sprachlosigkeit gepaart mit einer seltsamen Mischung aus Vorfreude, Nostalgie und Wehmut.

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El Salvador: Der Abschied naht

„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden.“ (Mt 5)

Heute Morgen war das Erdbeben in Chile und die Angst vor einer potentiellen – aber eher unwahrscheinlichen – Tsunamiwelle vergessen.

Wie schon am vergangenen Morgen gab es erneut ein fast europäisches Frühstück mit Marmelade, Kuchen und Brötchen. Das Highlight bildeten die gekochten Bananen und die Peanutbutter.

Mit den Füßen im Pool dachten wir nach dem Frühstück über die wichtigsten Punkte der gestrigen Reisereflexion nach und planten unser Nachbereitungswochenende im Kloster Dinklage. Außerdem feierten wir direkt vor dem Mittag noch einen selbstgestalteten Wortgottesdienst zum Abschluss unserer Reise. Viele Erlebnisse, Wünsche und Menschen rückten dabei noch einmal in den Vordergrund.

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El Salvador: Pacífico

„Die dritte Welt ist wie ein invertierter Spiegel. Wenn die erste Welt in ihn hineinschaut, erkennt sie sich in ihrer tiefsten Wahrheit.“ (J. Sobrino)

Am heutigen Morgen wurden wir von dem Rauschen der Wellen geweckt. Bereits vor dem Frühstück zog es alle Studierende an den nur wenige Meter entfernten Strand und es wurden bereits zahlreiche Strandfotos gemacht. Danach erwartete uns um 8 Uhr ein reichlich gedeckter Frühstückstisch mit Pancakes, Brötchen, Erdbeermarmelade, frischem Kaffee, Früchten und vielem mehr. Im Anschluss daran erfolgte eine erste gemeinsame Reflexion über die Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen der vergangenen zwei Wochen.

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El Salvador: 1+1=1 Der zweieine Kreuzweg

Der Kreuzweg Jesu und der Kreuzweg der Menschen von Arcatao

„Es geht um eine Option für die Armen, um die Inkarnation in ihre Welt, um die Verkündigung der Frohbotschaft und darum, den Armen Hoffnung zu geben, sie zur Freiheit zu ermutigen, ihre Rechte zu verfolgen und ihre Leben zu teilen.“ (Oscar Romero)

Es bricht der letzte Tag in Arcatao für uns an. Am Morgen verabschieden wir uns von unseren Gastfamilien und besuchen dann gemeinsam um 8 Uhr die Messe. Danach zeigt Nicolas uns den Kreuzweg, den die Menschen aus Arcatao gestaltet haben.

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