WJT: Obrigade- Danke!

Heute ist der große Tag des Abschieds. Die Koffer sind gepackt und seltsamerweise schwerer und voller als zu Beginn unserer Reise.

Insgesamt 17 Tage durften wir die offene und freundliche Gastfreundschaft der Brasilianer kennenlernen und genießen. Diese Tage waren gefüllt von den verschiedensten Aktivitäten: Besuche in den verschiedenen Projekten Adveniats, die eindrucksvolle Begehung der Favela, die Katechsen des Weltjugendtages und natürlich die Begegnung mit Papst Franziskus. In unseren Koffern gelangen deshalb nicht nur Souvenirs, sondern auch viele schöne Erfahrungen, Erinnerungen und Situationen die nochmals in Ruhe verarbeitet werden sollten.

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WJT: Sehnsucht nach Geborgenheit

Straßenkinder, Frauen im Rotlichtmilieau und Jugendliche in Favelas. Nachdem wir in den vergangenen Wochen ganz unterschiedliche Adveniat-Projekte besucht haben, berichtet Anna Limbach noch einmal von einem Projekt, das uns alle ganz besonders beeindruckt, aber auch sehr nachdenklich gemacht hat: ein Kinderheim von Amar. Ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

Videostatement: Anna Limbach, Video: Mareille Landau

WJT: Vigil und Abschlussgottesdienst – Impressionen

Tolle neue Begegnungen, die konnte man beim Weltjugendtag bei jeder Gelegenheit machen. Und sei es beim Gang zur Toilette. Denn bei 300 Dixis für 3.000.000 Menschen hatte man zwischen Abschlussmesse und Vigil an der Copacabana jede Menge Zeit zum Plaudern. Bei mir verlängerte sich diese Zeit unfreiwillig noch ein wenig. Denn die Toiletten befanden sich auf der anderen Straßenseite. Und als ich um17 Uhr von einem solchen Gang zurückkehren wollte, musste ich feststellen, dass zwei Minuten zuvor die komplette Straße abgesperrt worden war und niemand mehr zum Strand durfte, da der Papst ja um 20 Uhr dort  entlang fahren sollte. Also verbrachte ich, abgeschnitten von den anderen, drei Stunden hinter der Absperrung, aber wenigstens direkt in der zweiten Reihe, und schloss einige weitere Kontakte. Als Franciscus dann endlich in seinem Papamobil heranrollte jubelten ihm alle mit ihren selbstgebastelten transparenten mit Sprüchen wie, VIVA Papa, zu und auch ich begrüßte ihn wedelnd mit meiner Toilettenpapierrolle!

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Auf dem Pilgerweg durch die Rio de Janeiro

Rund 2 Millionen junge Menschen sollen es gewesen sein, die sich gestern auf den Pilgerweg nach Rio gemacht haben. Weil das schlechte Wetter mit Dauerregen den vorgesehenen Platz für den Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages aufgeweicht und damit für solch ein Mega-Ereignis unbrauchbar gemacht hatte, war der Abschlussgottesdienst an die Copacabana verlegt worden. Und der 9.5 Kilometer lange Pilgerweg zog von der Zentralstation bis zur Copacabana.

Die Zentralstation, einst Landepunkt für die zahlreichen Arbeiter aus dem Bundesstaat Minas Gerais und dem Nordosten Brasiliens, ist heute nur noch ein Bahnhof für die Vorortzüge. Vorbei die Zeiten, da Züge bis nach Belo Horizonte, ja sogar bis zum Rio São Francisco fuhren. Die Dutra, die Autobahn zwischen Rio und São Paulo, ist heute die wichtigste Transportader Brasiliens, und an manchen Tagen voller als die A 40 im Ruhrgebiet. Billiger ist es ohnehin, Überlandbusse zu nehmen. In weniger als 20 Stunden ist man von Rio aus in Buenos Aires, dort, wo Papst Franziskus einst als Erzbischof wirkte.

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