Brasilien: Eine unsichere Zukunft

Brasilien steckt in der schwersten wirtschaftlichen Krise seit Jahrzehnten. Das bedeutet: noch mehr Arbeitslose, weitere Ausbeutungen. Journalist Thomas Milz und Fotograf Florian Kopp reisen für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat durch den Bundesstaat São Paulo und treffen Menschen, die damit zu kämpfen haben.
Zwei Männer schauen unter ein Auto

Victor mit seinem Schwager Anderson in dessen Werkstatt. Foto: Florian Kopp/Adveniat

An der Küste, 50 Kilometer von São Paulo entfernt, liegen die Städte Santos, Brasiliens wichtigster Hafen, und São Vicente, die erste Siedlung der Portugiesen auf dem südamerikanischen Kontinent. Im Hinterland der beiden Städte ragen die Schornsteine und Industriekomplexe von Cubatão in den Himmel, einst einer der wichtigsten Industriezentren Brasiliens. Die Öl- und Chemieindustrie hat hier das Erdreich und das nahe Meer auf Jahrzehnte verschmutzt. Jetzt ist die Industrie in Krise, hunderte Arbeitsplätze sind verloren gegangen.
 
Wir fahren nach Villa Margarida, ein Armenviertel am Rande von São Vicente. An einer Ecke steigen dicke Qualmwolken bis ätzendem Gestank auf. Irgendjemand hat die über die Straße hängenden Stromkabel gekappt. Jetzt brennen sie die Isolierung runter, um den Kupferdraht zu verkaufen. Wir mögen vorsichtig sein, warnen uns unsere Gastgeber der JOC (Juventude Operária Cristã), der Christlichen Arbeiterjugend, deren Arbeit seit Jahren vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird. Eine Drogenbande hat in der Vila ihr Hauptquartier, und Überfälle sind an der Tagesordnung.  Für Jugendliche ist São Vicente kein gutes Pflaster. Die Stadt ist eine der ärmsten im ansonsten reichsten Teilstaat Brasiliens.

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#Blogparade: Christiellen möchte etwas zurück geben

Christiellen Arruda möchte ihren Eltern etwas zurückgeben, von dem was sie ihr geschenkt haben - Adveniat.de

Christiellen Arruda möchte ihren Eltern etwas zurückgeben, von dem was sie ihr geschenkt haben. Foto: Christina Weise

Wer Cristiellen Arruda trifft, lernt ein quirliges 21-jähriges Mädchen kennen, das gerne lacht und viel erzählt. Cristiellen kommt aus Brasilien. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in der Peripherie von Rio de Janeiro, in einer Region, die Baixada Fluminense heißt. Diese Region ist von Armut und Kriminalität geprägt. Vor allem seit in Rio de Janeiro die Vorbereitungen für die WM in Brasilien begannen, wurde Cristiellens Heimatstadt Queimados immer gefährlicher.

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Adveniat Blogparade: Zwischenstand

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Kurz vor Jahresende noch einen Blick in die Zukunft werfen und am Endspurt der Adveniat-Blogparade teilnehmen! (CC BY-SA Anna-Lena König)

Es ist Halbzeit für die Adveniat Blogparade. (Was ist eine Blogparade?) Zeit für ein kurzes Resümee und eine Zwischenlandung mit entsprechender Zusammenfassung. An erster Stelle zunächst vielen Dank an alle, die bislang mitgemacht haben. Anscheinend haben wir mit der Parade zur Adveniat Jahresaktion ein Thema angesprochen, das viele Perspektiven bietet.

Ihr wollt Zukunft!

Das sagen bislang acht Bloggerinnen und Blogger aus völlig unterschiedlichen Perspektiven:

Claudia Sperlich berichtet sehr persönlich über Ihre eigenen Erlebnisse und Perspektiven und wie sie in einer besonderen Situation einen Menschen vor dem Suizid bewahren konnte, der für sich keine Zukunft mehr gesehen hat.

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Bildergalerie: Eröffnung der Jahresaktion #ichwillzukunft

Eröffnung der Adveniat Jahresaktion 2014 im Augsburger Dom - adveniat.de

Eröffnung der Adveniat Jahresaktion 2014 im Augsburger Dom

Eröffnung der Adveniat Jahresaktion im Augsburger Dom

Mit einem feierlichen Gottesdienst haben wir heute unsere Aktion #ichwillzukunft im Augsburger Dom eröffnet.

„Jugendlichen Hoffnung zu geben, vor allem den jungen Menschen, die in armen Verhältnissen aufwachsen, ist konkreter Liebesdienst an den Menschen überall – besonders in Lateinamerika“.

So begrüßte der Bischof von Augsburg, Konrad Zdarsa die Gottesdienstteilnehmer.

Gemeinsam mit ihm feierten Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck, Weihbischof Gregorio Rosa Chávez aus El Salvador, Adveniat-Hauptgeschäftsführer Prälat Bernd Klaschka und Comboni-Missionar Juan Goicochea aus Peru den Gottesdienst mit vielen weiteren Gästen aus Lateinamerika und Deutschland. Mehr zum offiziellen Teil findet ihr auf unserer Adveniat-Hauptseite.

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„Es gibt nur eine Welt, es gibt nur einen Frieden“

Weihbischof Gregorio Rosa Chávez in Augsburg - Adveniat Blog #ichwillzukunft

Weihbischof Gregorio Rosa Chávez in Augsburg

Er gilt als Friedensbotschafter über die Landesgrenzen El Salvadors hinaus, er ist der Anwalt benachteiligter Jugendlicher und Verhandlungskünstler in scheinbar ausweglosen Situationen: Gregorio Rosa Chávez. Der Weihbischof von San Salvador hat am 28. November die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Augsburg besucht, um mit den Studierenden über die Situation von jungen Menschen in seinem Heimatland El Salvador zu sprechen. In Deutschland ist er auf Einladung des Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat, das seine Advents- und Weihnachtsaktion am ersten Advent in Augsburg eröffnet. Unter dem Motto „Ich will Zukunft!“ stellt das Hilfswerk in diesem Jahr die Jugendförderung der katholischen Kirche in Lateinamerika und der Karibik in den Blickpunkt.

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