
„Wir müssen weiterhin mit den Menschen in Chile solidarisch sein.“ Das hat Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka ein halbes Jahr nach dem Erdbeben in Chile gefordert. Für viele sei die Katastrophe bereits in Vergessenheit geraten. In Chile beginne nach der Katastrophenhilfe jedoch erst jetzt der Wiederaufbau der Basisinfrastruktur. Es gelte aber nicht allein die Häuser, Kirchen und Straßen wieder aufzubauen, sondern „wir müssen die Menschen aufbauen“, betonte Klaschka. Deshalb unterstützt Adveniat neben Bauprojekten die Trauma-Arbeit vor Ort.
Etwa 500 Menschen starben am 27. Februar 2010 bei dem Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Richter-Skala. 500.000 Menschen wurden obdachlos. Der Schaden beläuft sich auf geschätzte drei Milliarden Euro. Das Beben hat über 400 Kirchen zum Teil schwer beschädigt. Adveniat hat zwei Sonderfonds in Höhe von insgesamt 1 Million Euro bereitgestellt. In enger Abstimmung mit der Wiederaufbaukommission der Chilenischen Bischofskonferenz und den Diözesankommissionen unterstützt das Lateinamerika-Hilfswerk zurzeit etwa 70 Projekte in den 14 betroffenen Diözesen. Besonders schwer getroffen sind neben der Erzdiözese Concepción die ländlichen Diözesen Rancagua, Talca, Linares, Chillán und Los Ángeles.
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