Mit Bildung und Gesundheit die Armen stärken

Auch in Armut, Ungerechtigkeit und Not kann das Herz voller Zuversicht und Freude sein – und das nicht nur bei Kindern. Denn immer dann, wenn Menschen gemeinsam unterwegs sind und nur das Beste füreinander wollen, ist auch die Liebe Gottes gegenwärtig.
 


Priester, Ordensleute und engagierte Laien tragen diese Liebe in die Welt – in Worten und Taten. In Lateinamerika ermöglichen sie zum Beispiel Kindern einen guten Schulbesuch, schenken Jugendlichen mit einer Ausbildung Zukunftsperspektiven und sorgen dafür, dass kranke Menschen medizinisch versorgt werden.
 


Hausaufgabenhilfe in El Salvador 

Dass Schule nicht nur Wissen, sondern auch Werte vermitteln muss, weiß Adveniatpartnerin Maria Luisa Meza. Sie sagt: „Die Kinder verdienen es, dass man sich mit Liebe und viel Herz um sie kümmert.“ Darum hat sie mit Hilfe von Adveniat ein Gemeindezentrum in El Salvador aufgebaut. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler Hausaufgabenhilfe und persönliche Förderung. „Wir unterstützen sie, wo wir nur können, sodass sie den Teufelskreis der Armut durchbrechen können“, betont Maria Luisa Meza. Außerdem macht sie sich für den Religionsunterricht stark. Fünf Missionare hat sie schon geschult, die den Lehrplan der umliegenden Schulen mit christlichen Werten, Katechese und liebevoller Erziehung bereichern.


Ausbildung als Hoffnungszeichen

„Viele Jugendliche müssen nach der Schule ihr Dorf verlassen, weil sie keine Perspektiven haben“, erzählt Padre Joselito Alvarez Romero vom Trinitarier-Orden. „Wir wollen sie fördern.“ Im Hochland Boliviens haben sie eine Herberge und Lehrwerkstatt aufgebaut – für aktuell 32 Mädchen und Jungen. Der 17-jährige Efrain ist einer von ihnen. Er hat sich entschieden: „Ich will Bauer sein und das Land meiner Vorfahren bewirtschaften. Aber ich sehe auch, wie hart das Leben meiner Eltern ist und wie sich unser Land verändert.“ Deshalb lernt er bei den Trinitariern das Schlosser-Handwerk. Mit regelmäßigen Zuwendungen sorgt Adveniat dafür, dass die Ausbildung für die ärmsten Jugendlichen kostenfrei bleibt – ob als Schlosser, Schneiderin, in der Hauswirtschaft oder Backstube.


Gesundheitsstation für Familien

„Bei uns leben Menschen in sehr kritischen Gesundheitszuständen“, weiß Padre Sergio Godoy, der seit 2003 den armen Menschen in Cobán, Guatemala beisteht. Kein Wunder, denn indigene Familien fristen am Rand einer Müllhalde ihr Leben. Mit dem, was sie finden, ernähren sie ihre Familien. Das Leben im Schmutz und in bitterer Armut hinterlässt Spuren. Schon die Kleinsten leiden an Unter- und Mangelernährung. Der Kontakt mit Ungeziefer und Giften verursacht Ausschlag und Infektionen. Deshalb errichtete Padre Godoy die „Ciudad de la Esperanza“, die „Stadt der Hoffnung“, die auch eine Gesundheitsstation beherbergt. Hier werden Kinder und bedürftige Eltern kostenlos behandelt. Krankenpfleger Antonio Pereira sorgt dafür, dass die Schwächsten täglich eine reichhaltige Mahlzeit erhalten.

„Unsere Grundidee ist es, in einer großen Familie zu leben. Jeder kümmert sich um jeden. Wir gehen respektvoll miteinander um und unterstützen uns gegenseitig.“ 

Padre Joselito Alvarez Romero,
Leiter eines Ausbildungszentrums des Trinitarier-Ordens für Jugendliche in Bolivien

Maria Luisa Meza, Padre Joselito Alvarez Romero und Padre Sergio Godoy stehen stellvertretend für viele Adveniatpartnerinnen und -partner, die ihr Leben und ihre Arbeit den Bildungschancen junger Menschen in Lateinamerika und der Karibik widmen. Gut ausgebildet und gefördert, können junge Menschen wachsen und so selbst zu einer gerechteren Gesellschaft beizutragen. Denn wo Bildungschancen und Gerechtigkeit für alle gleichermaßen gelten, da hat Frieden eine Zukunft. Ganz im Sinne der diesjährigen Adveniat-Jahresaktion: „Friede! Mit Dir!“ Ihre Weihnachtsgabe sorgt dafür, dass Adveniat dieses Engagement weiterhin fördern kann.
 

Für weitere Informationen, wie Sie die Armen in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:

Carmen Martínez
Abteilung Spenderkommunikation, Referat Besondere Spenden
Telefon 0201 1756-209, E-Mail: carmen.martinez(at)adveniat(dot)de