Paraguay: Ordensschwestern schenken armen Familien Zuversicht

"Wir versuchen, ihnen mit Gottes Hilfe einen Weg aus der Armut zu zeigen. Darum bekommen bei uns Kinder aus ärmsten Verhältnissen die Chance auf eine gute Ausbildung“, erklärt Schwester Angélica Alarcón. Sie ist eine von vier Ordensschwestern „Unserer lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis“, die im Bistum Concepción, einer der ärmsten und ländlichsten Diözesen Paraguays, ihr Leben den Armen widmen. 

In ihrer Schule ermöglichen die Schwestern benachteiligten Jugendlichen einen guten Schulabschluss mit Hochschulreife. Foto: Achim Pohl/Adveniat


„Blaue Schwestern“ werden die Ordensschwestern wegen ihrer meist blauen Kleidung liebevoll genannt. Ganz nach ihrem Leitbild – „Geht ohne Zögern dorthin, wo die Stimme der Armen ruft“ – helfen sie, wo immer sie gebraucht werden: Sie kümmern sich um die Kinder der Armen, unterstützen Familien bei der Versorgung der Alten und Kranken, stärken die Notleidenden mit ihrem Gebet. In Paraguay, einem der ärmsten Länder Lateinamerikas, wird ihr Beistand dringend gebraucht: 40 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze. 

Die Schwestern bringen jungen Frauen bei, selbst Naturmedizin herzustellen. 
Sie kümmern sich um die Kinder der Armen, unterstützen Familien bei der Versorgung der Alten und Kranken, stärken die Notleidenden mit ihrem Gebet. 

Rund 40 kleine Racker sind im Kindergarten „Guarderia Emilie“ fröhlich vereint.

Die Ordensschwestern bringen Hoffnung in die Hütten der Armen

Mit der Kinderkrippe „Guaderia Emilie“ haben die Schwestern vielen Müttern einen Stein vom Herzen genommen. Früher mussten sie ihre Kleinen oft mit zur Arbeit nehmen. „Ich hatte immer Angst, dass mein Sohn unter die Hufe kommt“ erzählt beispielsweise Rosana Lux, die selbstgemachten Tee in der Nähe der Pferdetaxis verkauft.

In ihrer Schule fördern die Schwestern gezielt Jugendliche aus armen Familien. Neben klassischen Fächern wird auch vermittelt, wie man schreinert oder mit Elektrik umgeht. 20 Kilometer außerhalb haben die Ordensfrauen zudem eine Berufsschule aufgebaut, in der 45 Mädchen und Jungen eine Ausbildung für Handwerks- und Landwirtschaftsberufe absolvieren.

Ebenfalls außerhalb von Concepción, in der Pfarrei San Blas, unterstützen die „Blauen Schwestern“ die in großer Armut lebenden Kleinbauern. Gemeinsam lesen sie die Bibel und schenken damit Kraft für den oft schwierigen Alltag. Sie kochen mit den Frauen traditionelle Kräutermedizin und kümmern sich um die Alten und Kranken in den Gemeinden. Wenn „Not am Mann“ ist, packen sie an – zum Beispiel beim Anlegen eines Fischteichs im Dorf Santa Lucia.

„Als Kirche haben wir nur die Möglichkeit unsere Welt zu verändern durch Liebe, Bildung – und im Vertrauen auf Gott. Die Schwestern leisten mit viel Herz ganz außerordentliche Arbeit.“

Mons. Miguel Ángel Cabello Almada, Bischof von Concepción

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