Zukunft Amazonas
Bedrohte Schöpfung, bedrohte Völker

Klimawandel, rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen, Wasserkraftwerke sowie gigantische Soja-, Zuckerrohr- und Palmölplantagen zerstören die Lebenswelt der ursprünglichen Völker Amazoniens. Deswegen setzt sich Adveniat als Teil des kirchlichen Amazonasnetzwerks Repam besonders für die Zukunft der bedrohten Völker und Schöpfung am Amazonas ein.

Schauspielerin Friederike Becht, die in der im November anlaufenden Serie „Das Parfum“ eine der Hauptrollen spielt, setzt sich gemeinsam mit dem Amazonas-Netzwerk Repam und Adveniat dafür ein, dem Amazonas eine Stimme zu geben.

Mehr zu Friederike Becht

Freianzeigen: "Über Leben"

„Wir müssen auf die Klimakrise unverzüglich reagieren. Denn später ist zu spät!“ Das steht für den Präsidenten des Amanzonasnetzwerks Repam (Red Eclesial PanAmazonica), Kardinal Cláudio Hummes fest. Die Natur im Amazonasgebiet ist durch die Abholzung riesiger Gebiete für staatliche Staudamm- und Infrastrukturprojekte, den enormen Hunger westlicher Industrienationen nach Rohstoffen wie Gold, Kupfer oder Öl sowie nach industriell angebauten Agrarprodukten bedroht.

Ein Jahr vor der Amazonas-Synode, die auf Einladung von Papst Franziskus im Oktober 2019 im Vatikan stattfinden wird, hat Repam, zu dessen Gründungsmitglieder Adveniat gehört, in Berlin einen umfassenden Bericht über Menschenrechtsverletzungen an den indigenen Völkern im Amazonasgebiet übergeben. „Wer die schleichende Ausrottung dieser Völker verhindern will, muss die UN-Konvention ILO Nummer 169 ratifizieren“, erklärte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz. Das Abkommen garantiere, dass die indigenen Völker angehört werden müssen, wenn auf ihrem Gebiet zum Beispiel Rohstoffe ausgebeutet werden. „Doch diese Bestimmungen werden vor Ort umgangen, auch weil international viel beachtete Länder wie Deutschland das Abkommen bis heute nicht ratifiziert haben. Deutschland muss seinen Beitrag zum Schutz des Amazonas und seiner Völker leisten und die UN-Konvention ILO Nummer 169 endlich unterzeichnen“, fordert Pater Heinz. 
 

Mit der Kampagne „Zukunft Amazonas“ wird sich Adveniat auch über die Amazonas-Synode hinaus in Kirche, Politik und Gesellschaft für den Schutz der indigenen Völker und die Bewahrung der Umwelt einsetzen, damit die Vision einer Kirche mit amazonischem Gesicht, wie sie Papst Franziskus formuliert hat, Wirklichkeit wird.

Ein Dorf leistet Widerstand gegen die Erdölindustrie

David gegen Goliath: Ein Dorf im amazonischen Tiefland Ecuadors leistet seit Jahrzehnten Widerstand gegen die vorrückende Erdölindustrie. Unterstützung bekommen die Menschen von dem panamazonischen kirchlichen Netzwerk Repam, das die Umweltenzyklika Laudato si´ von Papst Franziskus konkret vor Ort umsetzt.
Zur Reportage
 

Für gute Lebensbedingungen für die indigenen Völker im Amazonas.

So helfen Adveniat und Repam im Amazonasgebiet

Unser Partner im Einsatz für das Überleben der indigenen Völker und gegen die fortschreitende Umweltzerstörung ist das kirchliche Netzwerk Repam (Red Eclesial PanAmazónica). Darin bündeln Kirchen aus acht Ländern Lateinamerikas ihre Arbeit. Adveniat hat im vergangenen Jahr mit mehr als 3,2 Millionen Euro Projekte im Amazonasgebiet gefördert. Mehr

Unsere Forderungen an die Bundesregierung

Der Klimawandel und die rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen zerstören die Lebenswelt der indigenen Völker Lateinamerikas. Darin sind auch deutsche Unternehmen beteiligt. Um diese Entwicklung zu stoppen, hat Adveniat gemeinsam mit dem Netzwerk Repam und anderen internationalen Organisationen Forderungen aufgestellt.
Zu den Forderungen