
Dezember 2009
Die katholische Kirche von El Salvador fordert konkrete Schritte gegen die globale Erderwärmung: „Unsere Position in diese Frage ist eindeutig", sagte Erzbischof José Luis Escobar der Tageszeitung "Ecodiario". Der Oberhirte der Hauptstadtdiözese San Salvador fordete ein schnelles Eingreifen der Politik: „Es sind dringend politische Maßnahmen nötig, um diese Zerstörung, die wir unserem Planeten zumuten, zu beenden."
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Frauen des KDFB Mayen erhalten Adveniat-Ehrentafel
Rund 200.000 Euro für benachteiligte Frauen in Lateinamerika
Kaum zwei Wochen im Amt, empfing Matthias Veit, Pfarrer von Herz Jesu in Mayen, bereits hohen und zahlreichen Besuch. Dompropst Werner Rössel war gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Essener Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Prälat Bernd Klaschka, in die Clemenskirche gekommen, um den 160 Mitgliederinnen des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Mayen einen Preis für ihr Engagement zugunsten von Frauen in Lateinamerika zu verleihen.
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Petition bringt Thema Finanztransaktionssteuer in Bundestag
Mehr als 50.000 Bürgerinnen und Bürger haben innerhalb von drei Wochen die Online-Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer unterzeichnet – online, per Fax oder per Brief. Damit hat die Petition des Bündnisses "Steuer gegen Armut" das erforderliche Quorum für eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages erreicht.
November 2009
Die Adveniat-Aktion 2009 wurde am ersten Adventssonntag im Erzbistum Bamberg eröffnet. Die Erzdiözese Bamberg pflegt seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit der Kirche in Haiti, besonders im Rahmen der Priesterausbildung. Der Eröffnungsgottesdienst der diesjährigen Spendenaktion von Adveniat stand unter dem Motto „Den Armen eine gute Nachricht“.Der Pontifikalgottesdienst am Sonntagmorgen war nur ein Teil der Eröffnung für die Adveniat-Aktion 2009. Das Bistum Bamberg, Gastgeber für das Eröffnungswochenende, hat zusammen mit Adveniat einen Lateinamerikatag veranstaltet.
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Öffentlicher Druck für Finanztransaktionssteuer wächst
Online-Bundestagspetition geht in Endspurt
Mehr als 18.500 Unterzeichner hat die Online-Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in nur zwei Wochen gefunden, hinzu kommen etwa 5000 Unterschriften per Brief und Fax. Damit steht die Petition des Kampagnenbündnisses "Steuer gegen Armut" an der Spitze aller zurzeit laufenden Bundestagspetitionen im Internet.
Adveniat, Essener Entsorgungsbetriebe und TRIMET starten SammelaktionEine Gemeinschaftsaktion zur Unterstützung benachteiligter Menschen in Lateinamerika haben das Bischöfliche Hilfswerk Adveniat, die Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) und der Aluminium-Entsorger TRIMET am Mittwoch, 25. November 2009, gestartet. In Essener Kirchengemeinden wird unter dem Motto „Lichter für Lateinamerika“ Aluminium gesammelt. Der Erlös hilft armen Menschen wie etwa den Müllsammlern im brasilianischen Campinas, die dort mit Hilfe von Ordensschwestern eine kleine Kooperative gegründet haben.
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Mit lilafarbener Schürze über ihrer Kleidung steht Maria García vor einem der hüfthohen, silbernen Wachsbehälter. In der Hand hält sie einen Metallhaken, an dem acht gelbe Kerzen hängen. Noch sind sie nicht dick genug und müssen deshalb ein weiteres Tauchbad im flüssigen Wachs nehmen. Im rustikalen Kerzenziehhaus sind eine Handvoll ehreamtliche Mitarbeiter, ziehen Kerzen und schwenken diese dann langsam durch die Luft, damit die Wachschicht trocknet. Sie erklären auch Besuchern, wie sie Kerzen ziehen können.
Am Montagabend hat der Verein „Adveniat-Kerzenziehhaus e.V.“ das rustikale Häuschen auf dem Kardinal-Hengsbach-Platz offiziell eröffnet. Mit dabei: Dr. Werner Thönnes, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators und Prälat Bernd Klaschka, Geschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat.
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Freiburg. Die im „Katholischen Arbeitskreis Not- und Katastrophenhilfe“ (KANK) zusammengeschlossenen Hilfswerke und Organisationen fordern im Vorfeld des am 7. Dezember in Kopenhagen beginnenden UN-Klimagipfels deutlich stärkere Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase. Hier seien vor allem die Industriestaaten gefordert. Diese müssten zudem vom Klimawandel besonders betroffene Menschen und Länder finanziell unterstützen.
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Die Adveniat-Aktion 2009 mit den Themen Armut und Haiti in der Domradio weltweit-Sendung
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Selber Kerzen ziehen, informieren und Gutes tun.
Zur feierlichen Eröffnung am Montag, den 23. November 2009 um 17.00 Uhr auf dem Kardinal-Hengsbach-Platz mit Prälat Dr. Thönnes, weiteren Gästen und dem Adveniat-Chor laden wir herzlich ein!
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Brasilien. Der Conselho Indigenista Missionário (CIMI) hat am Samstag (14.11.) den Victor-Gollancz-Preis der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erhalten. CIMI ist die bedeutendste Organisation zur Unterstützung der indianischen Völker Brasiliens. Insbesondere beim Schutz der Territorien gegen wirtschaftliche und politische Interessen, die meist fatale Konsequenzen für die Urbevölkerung mit sich bringen, setzt sich CIMI ein. Der Indiandermissionsrat wurde von der katholischen Bischofskonferenz gegeründet und wird seit vielen Jahren von Adveniat unterstützt.
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Das Kampagnenbündnis ‚Steuer gegen Armut’ fordert die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zur Bekämpfung von Armut. Ausgangspunkt der Kampagne ist der Wunsch, dass auch der Finanzsektor nachhaltig und dauerhaft dazu beiträgt, die Folgen der Krisen zu bewältigen, die durch ihn verursacht wurden. Zu den Erstunterzeichnern des Bündnisses zählen neben der Bischöflichen Aktion Adveniat auch Attac, Justitia et Pax, Misereor, Missio, DGB und Oxfam. Das Bündnis hofft auf 50.000 Unterschriften bis Anfang Dezember, damit eine öffentliche Anhörung gewährleistet wird.
Mexiko. Die Arbeit des Migrantenheims Belén, Posada del Migrante in Saltillo wurde am Donnerstag (12.11.) mit der "Reconocimiento Pedro Arrupe, S.J. 2009" gewürdigt. Die Universidad Jesuita de Guadalajara (ITESO) verlieh die Auszeichnung an Priester Pedro Pantoja Arreoja stellvertretend für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Heims. Seit vier Jahren arbeiten die Universität und ihre Studenten und die Posada del Migrante zusammen an sozialen Projekten und der Weiterentwicklung ehrenamtlicher Tätigkeit.
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Der renommierte Journalist und langjährige Adveniat-Fotograf Rolf Bauerdick hat unter dem Titel "Wie die Madonna auf den Mond kam" seinen ersten Roman veröffentlicht. Das Buch ist einer der Überraschungserfolge der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr gewesen. Die Lizenzen für die Übersetzungen in mehrere Länder waren bereits verkauft, bevor das Buch produziert war.
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Die Bischöfe El Salvadors sind zur Zeit in Israel. Sie haben ein Kommuniqúe zu den Folgen und im Gedenken an die Opfer veröffentlicht.
Das Kommunique im spanischen Original können Sie sich hier anschauen:
Depresión IDA (PDF-Dokument)
Oktober 2009
Essen. Dr. Franz-Josef Overbeck ist zum neuen Bischof von Essen ernannt worden.
Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka gratuliert im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr herzlich und wünscht ihm Gottes Segen für sein neues Wirkungsfeld. Denn Adveniat hat schon immer einen besonderen Bezug zum Ruhrbistum Essen. Seit ihrer Gründung hat die Aktion den Sitz in Essen. Adveniat ist sowohl in der Bistumsleitung als auch in der kirchlichen Basis von Essen tief verankert, wie der Weihbischof von Essen Franz Vorrath bei einem Besuch sagte.
Rund 25 soziale Verbände und Organisationen haben nach einem Medienbericht in El Salavdor zu einem Protestmarsch für den kommenden Donnerstag aufgerufen, um Staatspräsident Mauricio Funes an die im Zusammengang mit der Ermordung des salvadorianischen Erzbischofs Oscar Arnulfo Romero (1917-1980) gemachten Forderungen der Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zu erinnern.
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Die Bischöfe Perus haben eine Erklärung zum Schutz des Lebens abgegeben. Sie reagierten damit auf die öffentliche Diskussion zur Entkriminalisierung von Abtreibung.
Mehr lesen- Aktuelle Berichte, Nachrichten und Stimmen aus Lateinamerika
- Veranstaltungshinweise, Musik-, Buch- und Filmtipps
- Fotoreportagen und Hintergrundberichte
- In Kürze Blog, Clips und Podcast
Essen. Jeden Mittwoch um halb zwei hält elf Adveniat-Mitarbeiter nichts mehr an ihrem Schreibtisch. Dann kommen sie in der Geschäftsstelle aus fünf Etagen zusammen. Nicht zur Konferenz und nicht zur Mittagspause, sondern: zum Singen. Aus einer spontanen Idee und ohne große Ziele fanden sich die sangesfreudigen Mitarbeiter vor zehn Jahren zum Adveniat-Chor zusammen. Heute feierten sie in der Adveniat-Hauskapelle ihr 10-jähriges Bestehen.
Adveniat und Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) unterstützen brasilianische Recyclinginitiative.
Essen. „Sauber macht lustig“ – unter diesem Motto stand ein Aktionstag der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE), dessen Erlös für ein Adveniat-Projekt in Brasilien bestimmt ist.
Auch in diesem Jahr laden wir ehrenamtliche Helfer und Helferinnen und an unserer Arbeit Interessierte zu einem Treffen am 16. und 17. Oktober 2009 nach Essen ein.
Human Development Report (HDR) für 2009 erschienen.
Haiti ist das mit Abstand am wenigsten entwickelte Land Lateinamerikas und der Karibik.
Der neue „Bericht über die menschliche Entwicklung“ (Human Development Report – HDR) befasst sich mit der Frage, wie eine bessere Migrationspolitik die menschliche Entwicklung stärken kann. Das Dokument, das vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) herausgegeben wurde, wirft dabei auch ein neues Licht auf bisherige Annahmen über Migration.
Heute jährt sich zum zwanzigsten Mal der Todestag des am 2. 10. in Arauca ermordeten kolumbianischen Bischofs Jesús Emilio Jaramillo. Für die Ermordung Jaramillos macht die kolumbianische Regierung einen der führenden Köpfe der Nationalen Befreiungsorganisation ELN verantwortlich: Martín Guarín. Er konnte im Jahr 2008 gefasst werden.Mit Danilo Cardozo Ossa stirbt in der Stadt Villavicencio in einem Zeitraum von sechs Jahren nun bereits der dritte Priester eines gewaltsamen Todes. Ein Ende der Gewalt scheint nicht in Sicht.
Adveniat unterstützt die Kirche in Kolumbien bei ihrem Einsatz für Gerechtigkeit und hofft mit unseren Partnern auf den langersehnten Frieden in einem der längst andauernden Konflikte der Welt.
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September 2009
Bamberg. Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat hat gestern in Bamberg das Motto und die Materialien seiner diesjährigen Weihnachtsaktion vorgestellt. Unter dem Leitwort „Den Armen eine gute Nachricht!“ rückt Adveniat das Thema Armut in den Mittelpunkt seiner bundesweiten Kampagne. Am Beispiel Haitis, ärmstes Land in Lateinamerika, will die Aktion den Blick auf die vergessenen Weltregionen lenken, die besonders unter der derzeitigen Krise zu leiden haben. Gemeinsam mit den Gästen aus Haiti will das Hilfswerk Wege aus der Armut aufzeigen und Zeichen der Hoffnung und Solidarität setzen. Eröffnet wird die „Aktion Adveniat 2009“ am 29. November im Bamberger Dom.
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Puebla. Wegen einer Hungersnot hat Guatemalas Präsident Alvaro Colom am Mittwoch den Notstand über das mittelamerikanische Land verhängt. Eigentlich ist im Sommer Regenzeit, doch seit Wochen fällt kaum Niederschlag. Mais und Bohnen vertrocknen; rund 400.000 Menschen drohen zu verhungern. Der Klimawandel sei ein Grund für die anhaltende Dürre und die Hungersnot, erklärte Colom. Bislang verhungerten dem Gesundheitsministerium zufolge 462 Menschen, darunter 54 Kinder. Akut betroffen sind demnach 54.000 Familien, insbesondere in ländlichen Gemeinden, in denen die indigene Bevölkerung vom Anbau von Mais und Bohnen für den Eigenbedarf lebt.
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Bonn (KNA)
Deutschland hat Bolivien bis 2010 rund 62 Millionen Euro Entwicklungshilfegelder für Umweltschutz, Wasserversorgung und den Ausbau des Justizwesens zugesagt. Wie das Entwicklungsministerium am Dienstag in Bonn mitteilte, zählen die schlechte Versorgung mit Trinkwasser und die Abwasserentsorgung zu den größten Entwicklungsproblemen Boliviens. Knapp ein Viertel der Bevölkerung des Landes hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, über vier Millionen Einwohner haben keinen Zugang zu Abwasserdienstleistungen.
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Lima (KNA) Die Überreste von 92 Zivilisten sind am Wochenende in den peruanischen Anden beigesetzt worden. Die Landbewohner, darunter Frauen und Kinder, waren 1984 in der Nähe von Putis von Soldaten ermordet worden. Die Frauen waren vorher sexuelll missbraucht worden. Erst vor einem Jahr waren die Körper gefunden worden; nur 28 konnten identifiziert werden. Insgesamt waren damals über 120 Menschen umgebracht worden.
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August 2009
Auf der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen in Honduras am 29. November haben nach honduranischen Medienberichten Teile der Opposition Bischof Luis Alfonso Santos als möglichen Kandidaten ins Gespräch gebracht. Der Bischof der Diözese Copan gilt als Kritiker des Staatsstreiches in dem mittelamerikanischen Land von vor einigen Wochen.Die honduranische Opposition präsentiert sich allerdings gespalten:Während ein Lager die bedingungslose Wiedereinsetzung des entmachteten Präsidenten Manuel Zelaya fordert, wollen andere Oppositionspolitiker einen Kandidaten finden, der das zerstrittene Land wieder einen soll.
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Der Umgang mit der Nahrungsmittelkrise, die große Teile der Bevölkerung in den trockenen Gebieten des Landes betrifft, empört die Bischofskonferenz von Guatemala (CEG). Sie will nun Hilfe für die ländliche Bevölkerung einfordern, und besteht auf einem Erneuern der Gesetze, um die ländliche Bevölkerung mehr einzubinden.
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Kolumbien wird von einem grausamen Mordanschlag auf eine indigene Familie in Gran Rosario im Grenzgebiet zu Ecuador erschüttert, bei dem am Mittwoch zwölf Menschen, darunter vier Kinder erschossen worden waren.Die nationale Indio-Organisation ONIC machte in einer ersten Reaktion die Armee für das grausame Massaker an den Angehörigen der Awaverantwortlich. Allerdings gibt es noch nicht genügend Informationen über die Hintergründe und möglich Auftraggeber. Zudem seien Art und Weise des Mordanschlages nicht vergleichbar mit anderen Vorfällen dieser Art in der Vergangenheit.
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Heute vor 15 Jahren wurde der Montfortaner Pater Jean-Marie Vincent SMM (Societas Mariae Montfortana) in Port-au-Prince ermordet.
Vincent war besonders aufgrund seines Einsatzes gegen die Armut der Landbevölkerung bekannt. Als Reaktion auf das Massaker vom 23. Juli 1987 in Jean Rabel, bei dem 255 Menschen ums Leben gekommen waren, gründete Pater Vincent die christlich inspirierte, von Bauern organisierte Bewegung „Mete Tèt Ansanm“ (kreol. „Steckt die Köpfe zusammen!“).
Puebla. In Argentinien ist zwischen Kirche und Regierung eine Kontroverse um die Zahl der Armen entbrannt. Auslöser war eine Studie der Katholischen Universität (UCA), wonach 44 Prozent der Haushalte nicht genügend verdienen, um die Ausgaben für Essen, Gesundheit, Kleidung und Dienstleistungen wie Strom und Wasser zu bezahlen. Nach offiziellen Statistiken befinden sich nur 10 Prozent der Haushalte unter der Armutsgrenze. In Argentinien leben 37 Millionen Menschen.
Die Kirche in Lateinamerika hat den Beginn der Kontinentalen Mission vor einem Jahr gefeiert: Am Sonntag, dem 17. August 2008, fand im Stadion von Quito die Abschlussfeier des 3.Amerikanischen Missionskongress (CAM – Congreso Americano Misionero) und des 8. Lateinamerikanischen Kongress der Mission (COMLA – Congreso Latinoamericano de las Misiones), statt. An der fünf Tage dauernden Veranstaltung hatten seit dem 12. August 3.100 Personen teilgenommen. Sie lief unter dem Motto „Amerika mit Christus. Höre, lerne und verkünde“.
Mit einer diplomatischen Offensive wollen die Bischöfe aus Kolumbien, Ecuador und Venezuela einen aktiven Beitrag leisten, um die aktuelle politische Krise zwischen den drei Nachbarstaaten lösen. Der Generalsekretär der kolumbianischen Bischofskonferenz (CEC), Weihbischof Juan Vicente Cordoba, sagte dem kolumbianischen TV-Sender Caracol am Sonntag (Ortszeit), dass das Ziel des Treffens ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen den drei Präsidenten der nationalen Bischofskonferenzen sei.
Der Tod eines 24-jährigen Mapuche-Indígenas bei Zusammenstößen mit der Polizei ist bei den Verantwortlichen der Indianerpastoral in Chile auf scharfe Kritik gestoßen. Die Situation, die zum Tod des jungen Aktivisten geführt habe, hätte leicht verhindert werden können, wenn die Behörden auf das Dialogangebot der Indianervertreter eingegangen wären, heißt es in einem Kommunique der Kommission für Mapuche-Pastoral der katholischen Kirche. „Wir verurteilen die unangemessene Gewalt, mit denen die Polizei in den so genannten Konfliktgebieten vorgeht.
- Im Schatten von H1N1 lauern noch viel gefährlichere Krankheiten
Puebla. In Peru sind die ersten Angehörigen indigener Bevölkerungsgruppen an der Schweinegrippe erkrankt. Wie ein Funktionär der peruanischen Gesundheitsbehörden in Cusco mitteilte, handelt es sich um sieben Indigenas der Gruppe Matsigenka im Amazonasgebiet.
Die Schweinegrippen-Epidemie brachte die Defizite der Gesundheitsfürsorge in Lateinamerika ans Tageslicht, wo Millionen von Menschen unter unhygienischen Bedingungen leben und keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben.
Im Schatten der Schweinegrippe stehen noch viel gefährlichere Krankheiten wie Dengue, Chagas, Gelbfieber und Malaria.
Bendikt spreche allen Bewohnern des Landes einen besonderen apostolischen Segen aus, heißt es in einem von Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone unterzeichneten Telegramm.
In Bolivien sind zwei Priester mit kolumbianischer Staatsbürgerschaft bei einem Fährunglück ertrunken. In El Salvador wurde die Leiche eines 56-Jahre alten Priesters gefunden.
Die Gewerkschaft der Metallarbeiter der Firma Doe Run hat in einer öffentlichen Anzeige vom 2. August dazu aufgerufen, den Adveniat-Projektpartner und Erzbischof von Huancayo, Pedro Barreto SJ, als „Feind der Arbeiter“ zu bekämpfen und dabei „bis zum Äussersten zu gehen“. Bereits Ende Juni hatten die Metallarbeiter im Hof des Betriebes einen Sarg mit dem Namen von Erzbischof Barreto verbrannt. Im Sekretariat des Erzbistums ging eine telefonische Morddrohung ein.
Die mexikanische Bischofskonferenz (CEM) hat die Drogenkartelle zu einem Ende der Gewalt im Lande aufgerufen und zugleich ihre Solidarität mit den Opfern der jüngsten Eskalation der Kämpfe im Bundesstatt Michoacan ausgedrückt. Anlaß des in dieser Woche veröffentlichten Schreibens war eine Polizeiaktion in Apatzingan.
Vor 30 Jahren, am 4. August 1979, starb der salvadorianische Priester und Adveniat-Projektpartner Alirio Napoleón Macías. Wie knapp acht Monate später auch Erzbischof Óscar Romero, wurde er am Altar erschossen.
Die zentralamerikanischen Bischöfe erhöhen in der Frage der Einwanderungspolitik den Druck auf die Regierung der Vereinigten Staaten. Der Generalsekretär der guatemaltekischen Bischofskonferenz, Bischof Gonzalo de Villa y Vásquez, S.J., erklärte vor Journalisten am Sonntag in Guatemala-Stadt, die Bischöfe der Region hätten eine neue Initiative beschlossen, welche die Situation der Immigranten in den USA verbessern solle.
Dank moderner Verkehrsmittel und einer gehörigen Portion Einfallsreichtum haben die Organisatoren das wichtigste und traditionsreichste katholische Pilgerfest in Costa Rica gerettet. Weil die Gesundheitsbehörde in Absprache mit der Kirche wegen der befürchteten Ausbreitung der Schweinegrippe zum ersten Mal seit 227 Jahren die Wallfahrt zur Schutzheiligen "La Negrita" abgesagt hatte, kam die Heiligenfigur diesmal per Pick-up und Helikopter zu den Pilgern.
Am kommenden Samstag feiert die nationale Kommission für Indianerpastoral (ENDEPA) in Buenos Aires ihr 25-jähriges Bestehen. „Auch wenn unsere Arbeit von stetigen Zweifeln und Schwächen begleitet war, so möchten wir an diesem Tag an die Errungenschaften erinnern, derer wir Zeuge sein durften. Die indigenen Völker haben sich erhoben, sie bekennen sich zu ihrer Identität und fordern ihre Rechte ein“, so die ENDEPA-Leitung.
Juli 2009
Was die meisten Europäer nur aus TV-Krimis kennen, ist für Jugendliche in Brasilien grausame Realität: für fast die Hälfte aller Todesfälle im Jugendalter ist Mord die Ursache.
Die US-Küstenwache hat die Suche nach den knapp 70 Vermissten des am vergangenen Sonntag gekenterten Flüchtlingsbootes eingestellt. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die vermissten Flüchtlinge nicht mehr lebten, so ein Sprecher der Küstenwache.
Der Bischof von Saltillo (Nordmexiko), Raúl Vera López, hat davor gewarnt, dass der mexikanische Staat den Kampf gegen die Drogenkartelle zu verlieren drohe. Der Geistliche forderte die Regierung dazu auf, dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche Gelder aus dem Drogenhandel beschlagnahmt würden. Außerdem sei es dringend erforderlich, die mit der organisierten Kriminalität in Verbindung stehenden Politiker unverzüglich ihres Amtes zu entheben.
Sie haben es geschafft. Nach drei Jahren haben Nuria Peña Real und Jaqueline Afonso Oliveira ihre Ausbildung zur Kauffrau der Bürokommunikation in der Adveniat-Geschäftsstelle in Essen abgeschlossen.
In Costa Roca wird zum ersten Mal seit 227 Jahren das wichigste und traditionsreichste katholische Pilgerfest des Landes ausfallen: Am Mittwoch (Ortszeit) kündigten Kirchenvertreter und Sprecher der Gesundheitsbehörde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die Absage der Wallfahrt zur Schutzheiligen "La Negrita" an.
Havanna (KNA) Der mutmaßliche Mörder des auf Kuba getöteten spanischen Priesters Mariano Arroyo Merino ist offenbar gefasst. Sicherheitskräfte hätten einen dringend Tatverdächtigten verhaftet, bestätigte Kardinal Jaime Ortega in Havanna.
Die katholische Kirche in Kolumbien hat ihre Bemühungen zur Freilassung von rund 23 Geiseln im Lande verstärkt. Kardinal Pedro Rubiano Saenz und der Vorsitzende der kolumbianischen Bischofskonferenz (CEC), Erzbischof Ruben Salazar, trafen am Dienstag (Ortszeit) mit Oppositionspolitikerin Piedad Cordoba zusammen, um Schritte für ein gemeinsames Vorgehen auszuloten.
Welche Bedeutung messen Sie „Caritas in Veritate“ zu?
Adveniat freut sich über die neue Enzyklika „Caritas in Veritate“. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zu den drängenden gesellschaftlichen Fragen der Zeit. Der Papst erörtert das gesamte Spektrum der aktuellen Probleme – wie globale Gerechtigkeit, Entwicklungszusammenarbeit oder Wahrung der Schöpfung – und bezieht dabei die Krise der globalisierten Weltwirtschaft mit ein.
Adveniat gratuliert Bischof Erwin Kräutler zum 70. Geburtstag
Vier Jahre nach dem Mord an der Ordensfrau Dorothy Stang herrscht noch immer Rechtlosigkeit in Amazonien – doch Bischof Erwin Kräutler kämpft unbeirrt weiter. Der aus Österreich stammende Präsident des Indianermissionsrats CIMI setzt sich für den Schutz des Regenwaldes und für menschenwürdige Lebensbedingen ein. Morddrohungen und mehrere Attentate konnten ihn nicht von seinem Weg abbringen. Am 12. Juli feierte Dom Erwin seinen 70. Geburtstag.
Wie sich Kirche in Lateinamerika auch für die Umwelt engagiertKlingt sehr kirchlich: „Gottes Schöpfung bewahren“. Doch die weltweite Klimaerwärmung, die Naturkatastrophen, die Abholzung der Regenwälder oder das Abschmelzen der Polkappen sind längst ein Thema für alle geworden. In Peru werden ganze Berge abgetragen und mit Quecksilber durchsetzt, um einige Krümel Gold zu gewinnen.
Weihbischof Franz Vorrath zu Besuch in der Adveniat-Geschäftsstelle
Essen. Weihbischof Franz Vorrath, Diözesanadministrator von Essen, hat heute die Adveniat-Geschäftsstelle besucht und dabei die einzelnen Arbeitsbereiche des Lateinamerika-Hilfswerks in Augenschein genommen. Angesichts der schwierigen Herausforderungen, vor der die Kirche in Lateinamerika stehe, sei die Arbeit von Hilfswerken wie Adveniat notwendiger denn je, betonte der Weihbischof, der gleichzeitig für die Caritas im Ruhrbistum verantwortlich ist. „Durch die Zusammenarbeit mit Caritas International weiß ich, wie wichtig der direkte Draht zu den Projektpartnern vor Ort ist“, so Vorrath.
- 60 Prozent enthalten sich oder stimmen ungültig
Puebla. Für die mexikanischen Medien war es ein k.o-Sieg der Partei der Institutionellen Revolution (PRI) bei den Teilwahlen am Sonntag. „Die PRI der große Gewinner“, schrieb die Zeitung El Universal am Montag, „PRI macht den Präsidenten platt“, titelte „Milenio“. Doch genauso gut hätten sie auch schreiben könnten: „Mexikaner erteilen ihren Politikern einen Denkzettel“. Denn 55 Prozent der Wahlberechtigten gingen erst gar nicht zu den Urnen, sechs Prozent machten ihren Stimmzettel aus Protest ungültig.
„Liebe im Dienst einer humanen Entwicklung weltweit“
Die heute im Vatikan vorgestellte Enzyklika „Caritas in veritate“ von Papst Benedikt XVI. hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz als entscheidenden Beitrag zur aktuellen Globalisierungs- und Gerechtigkeitsdebatte bezeichnet. „Nicht zuletzt der Zeitpunkt der Veröffentlichung – einen Tag vor Beginn des G8-Gipfels in L’Aquila – macht die Dringlichkeit des Anliegens deutlich.
Nach der gewaltsamen Absetzung von Präsident Manuel Zelaya ist die Lage in Honduras weiter unklar. Selbst für Adveniat ist es schwierig, verlässliche Informationen bezüglich der aktuellen Situation zu erhalten. Im Folgenden hat Adveniat mehrere exemplarische Stimmen aus Lateinamerika zusammengetragen, die einen Überblick über das Spektrum der Einschätzungen geben sollen.
Etwa 400 kolumbianische Indigene sind vor anhaltenden Kämpfen in eine Kirche geflüchtet. Wie das Internetportal der Tageszeitung „El Tiempo" am Donnerstag (Ortszeit) berichtete, haben die Ureinwohner in der Provinz Arauca wegen heftiger Gefechte zwischen der kolumbianischen Armee und den Rebellenorganisationen FARC sowie ELN Zuflucht im Gotteshaus der Gemeinde Tame im Grenzgebiet zu Venezuela gesucht. „Die Indios bitten um Schutz und um Gespräche mit dem Internationalen Roten Kreuz, der Regierung und Nichtregierungsorganisationen", sagte Tames Bürgermeister José Ali Domínguez.
Adveniat-Sommerakademie 2009
Auch in diesem Jahr besuchen wieder Priester aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas die Adveniat- Sommerakademie. Heute waren sie zu Gast in der Geschäftsstelle in Essen.
Das Ziel der Akademie, die von ADVENIAT und der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Katholisch-Sozialen Institut des Erzbistums Köln ins Leben gerufen wurde, ist es, dem katholischen Führungsnachwuchs Lateinamerikas Grundlagen der Katholischen Soziallehre zu vermitteln.
- Wahlen drohen zum politischen Fiasko zu werden
Puebla. Wenn die 78 Millionen wahlberechtigten Mexikaner am kommenden Sonntag (5. Juli) das Parlament und einen Teil der Gouverneure und Bürgermeister erneuern, könnte es ein böses Erwachen geben. Umfragen zufolge will die Mehrheit der Bevölkerung entweder gar nicht erst zu den Urnen gehen oder aber ungültig wählen.
Juni 2009
Brasilien will dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Anleihen im Wert von zehn Milliarden US-Dollar abkaufen. Die größte Volkswirtschaft Südamerikas, die bis 2005 selbst noch Schuldner des IWF war, will mit der Hilfe überschuldete Entwicklungsländer unterstützen. Auch wolle sich das lateinamerikanische Land für die kommende Stimmrechtsreform im Internationalen Währungsfonds so eine günstige Ausgangsposition verschaffen ,um sein Gewicht in der Institution zu vergrößern, mutmaßen Experten.
Am 18. Juni hat die peruanische Regierung den Protesten der Indígenas nachgegeben und zwei Dekrete zurückgezogen, die die Nutzung der Ressourcen des peruanischen Regenwaldes neu regeln sollten. Die Vorsitzende der Indígena-Vereinigung AIDESEP, Daisy Zapata, dankte dem peruanischen Präsidenten und drückte ihre Genugtuung darüber aus, dass die Regierung ihnen, den Indígenas, recht gegeben habe. Die rund 350.000 Indígenas des peruanischen Regenwaldes hatten seit Monaten gegen die sogenannten „Dschungelgesetze“ protestiert und dabei auch mit Straßenblockaden die Erdöllieferungen in die Hauptstadt Lima unterbunden.
Für die Regierung sei es ein politisches Problem, für die Öffentlichkeit in Peru ein soziales, aber für die Amazonasvölker ein existenzielles. Sie müssen als Teil von Peru verstanden werden, nicht als isolierte Gruppe im Land, benennt Miguel Cabrejos Vidarte das Problem.
Mai 2009
„Der peruanische Regenwald verfügt über 31 von 114 der weltweiten Ökosysteme. Hier liegen 95% des Waldes Perus sowie Perus Wasser- und Energiequellen. Diese Tatsache fordert uns Peruaner und Peruanerinnen dazu auf, die ‚Erde zu bebauen und zu schützen’ (vgl. Gen 2) für uns und die kommenden Generationen“. Mit diesen Worten unterstützen die acht katholischen Bischöfe der peruanischen Regenwaldregion in einem gemeinsamen Kommuniqué vom 5. Mai 2009 einen Streik der peruanischen Indígenas.
CAMECO steht für Catholic Media Council und ist eine Beratungsstelle für Medien und Kommunikation in Afrika, Asien, Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa, im Nahen Osten und in Ozeanien. Sie wurde 1969 von internationalen katholischen Medienorganisationen und der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. Adveniat fördert seit langem die Medienarbeit kirchlicher Institutionen, und in diesem Rahmen besteht mit CAMECO, so Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka, eine „vertrauensvolle, produktive und herzliche Zusammenarbeit“.
April 2009
Am 21. April überreichten Erzbischof Pedro Barreto und eine Delegation aus Huancayo im Präsidentenpalast in Lima knapp 10.000 Unterschriften. Darin fordern die Bürger ihren Präsidenten Alan García auf, für die Metallschmelze in La Oroya eine umweltverträgliche Lösung zu finden. „Die Zivilgesellschaft hat ein Recht darauf, angehört zu werden“, kommentierte Erzbischof Barreto die Unterschriftenaktion. „Wir sind nicht gegen einen sozial- und umweltverträglichen Bergbau, aber La Oroya ist eine nationale Schande“, führte Barreto aus. Der Erzbischof ist auch Vorsitzender des Runden Tisches für Umweltfragen in der Region.
Ecuadors Staats- und Regierungschef Rafael Correa geht nach ersten Hochrechnungen als klarer Sieger aus den Präsidentschaftswahlen am Sonntag hervor: Für den 46-jährigen Wirtschaftsexperten stimmten nach Angaben des Umfrageinstituts Santiago Pérez 54 Prozent der etwa zehn Millionen Wahlberechtigten. Auf Platz zwei liegt der frühere Präsident Lucio Gutiérrez, der knappe 30 Prozent für sich verbuchen konnte. Somit wäre eine Stichwahl nicht mehr notwendig.
Etwa 10 Millionen Ecuadorianer entscheiden am Sonntag im Rahmen der Präsidentschaftswahlen über die politische Zukunft ihres Landes: Nach Angaben führender Meinungsforschungsinstitute liegt der amtierende Staats- und Regierungschef Rafael Correa in der Wählergunst deutlich vor den Herausforderern Álvaro Noboa und Ex-Präsident Lucio Gutiérrez.
Die Brasilianische Bischofskonferenz (CNBB) wird während ihrer Vollversammlung vom 22. April bis zum 1. Mai in den Klostergängen der Jesuiten in Itaici-Indaiatuba (SP) eine Ausstellung präsentieren.
Perus ehemaliger Regierungschef Alberto Fujimori ist am Dienstag in Lima zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. In einem 15 Monate dauernden Mordprozess wurde der frühere Präsident in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Gericht warf ihm vor, während seiner Amtszeit schwere Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben.
Am Sonntag, dem 5. April, jährte sich der Todestag der salvadorianischen Lehrerin María Cristina Gomez zum 20. Mal.
Die Baptistin setze sich unerbittlich für die Rechte der Frauen in ihrem Land ein.
Nach Eröffnung einer Beratungsstelle für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden waren, wurde sie kurze Zeit später selbst von Unbekannten gefoltert und anschließend ermordet.
Die katholische Kirche mahnt die Regierung im bewaffneten Konflikt in Kolumbien auf eine Wiederaufnahme des Dialoges mit der Guerrillaorganisation FARC. In einem ausführlichen Interview mit der Tageszeitung "El Tiempo" sprach der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz, Rubén Salazar über langfristige und ganzheitliche Friedensfindung
Der peruanische Staatspräsident Alan García eingewilligt, ein Museum zur Erinnerung an die Opfer des Bürgerkrieges einzurichten. Zu der zuständigen Kommission gehören auch der ehemalige Vorsitzende der Peruanischen Bischofskonferenz, Mons. Luis Bambarén, und der ehemalige Vorsitzende der Wahrheitskommission, Dr. Salomón Lerner.
Die Vorurteile sind altbekannt: Schüler sind von Prinzip aus träge, interessieren sich nur für Markenkleider und Popmusik. Ihr ehrenamtliches Engagement beschränkt sich zumeist auf das Austauschen der neuesten Handylogos und Videospiele, und mit den Problemen der sogenannten dritten Welt haben sie erst recht nichts am Hut. Es geht auch anders: Die Schüler der Gemeinschaftshauptschule Niedersprockhövel traten am vergangenen Dienstag den Gegenbeweis an. Mehr als 3.000 Euro kamen bei der Aktion „Dein Tag für Südamerika“ zusammen.
März 2009
Jahre nach Beendigung des Bürgerkrieges tobt in Peru ein heftiger Streit um die offizielle Version der jüngsten Geschichte. Eine beabsichtigte Spende der Bundesregierung zum Bau einer Erinnerungsstätte hat die Diskussion erneut angefacht.
Heute vor 29 Jahren, am 24. 3. 1980, wurde Erzbischof Romero während eines Gottesdienstes getötet. In einer der blutigsten Kirchenverfolgungen des 20. Jahrhunderts starben einige tausend Christen und Christinnen, die sich für den Glauben an Jesus Christus und seine Reich-Gottes-Botschaft für die Armen eingesetzt hatten.
Bischof Genn feiert Abschied im Bistum Essen
Essen. Vor rund drei Monaten wurde der Vorsitzende der Bischöflichen Kommision Adveniat Dr. Felix Genn zum Bischof von Münster ernannt. Am vergangenen Freitag war der Tag des Abschieds im Bistum Essen gekommen. Mit einem Pontifikalamt im Essener Dom und einem Empfang in der Philharmonie verabschiedete das Bistum Bischof Genn. Im Dom blieb kein Platz frei blieb, als Bischof Genn mit den Essener Bischöfen und Prälat Dr. Hans-Werner Thönnes, dem Ständigen Vertreter des Diözesanbischofs, Eucharistie feierte. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirchen und Gesellschaft nahmen an dem Festgottesdienst teil.
San Salvador. Dass Mauricio Funes seine Siegesrede dem ermordeten Erzbischof Oscar Arnulfo Romero widmete und erklärte, auch sein Leitbild sei die „Option für die Armen“, war nicht nur Effekthascherei. Der 49jährige Salvadorianer entstammt einem bürgerlichen, katholischen Elternhaus. Er besuchte eine Jesuitenschule und studierte dann Literaturwissenschaften an der Katholischen Universität, deren Rektor zu dem Zeitpunkt der Jesuitenpater Ignacio Ellacuria war. Wie Romero 1980 wurde auch Ellacuria neun Jahre später von Todesschwadronen ermordet. Beide starben, weil sie sich für die Entrechteten und für eine friedliche Beilegung des Bürgerkriegs engagiert hatten.
Mit Sorge hat Adveniat von den Gerichtsverfahren und Einschüchterungsversuchen gegen den kolumbianischen Menschenrechtler Padre Javier Giraldo erfahren. Wie das “Zentrum für Recherche und Volksbildung” (CINEP) berichtet, laufen gegen den Jesuiten derzeit drei Gerichtsverfahren, die zum Ziel hätten, seinen unerschrockenen Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen zu untergraben.
Dom Luiz Azcona erhält deshalb Morddrohungen
Belém. Die Kinderprostitution im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará wird von Politikern, Unternehmern und Polizeichefs betrieben und gedeckt. Diesen Vorwurf erhob der Bischof der Diözese Marajó, Dom Luis Azcona, am Freitag vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Belém. „ Es gibt Orte, in denen sich gegenüber des Polizeipostens ein Bordell mit minderjährigen Prostituierten befindet, und nichts passiert“, sagte der Bischof. „Es gibt Anzeigen gegen Richter, Polizisten und Politiker wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger, die folgenlos bleiben. Diese Lethargie des Staates ist kriminell!“
Prälat Bernd Klaschka ist für eine zweite Amtszeit (von 2009 bis 2014) als Geschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat wiedergewählt worden.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Adveniat gratulieren herzlich.
Februar 2009
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" ist die linksgerichtete Guerilla-Organisation Farc für ein grausames Massaker an
17 Indios in Kolumbien verantwortlich.
In einer an Dienstag (Ortszeit) in Washington verbreiteten Erklärung verurteilte HRW-Direktor Jose Miguel Vivanco die Vorfälle: "Diese grausamen Morde verletzten die fundamentalen Menschenrechte."
Am vierten Todestag von Schwester Dorothy Stang haben die Anliegen, für die die mutige Ordensfrau ihr Leben einsetzte, nichts an Aktualität verloren. Das Leben des Amazonas und der Menschen, die in dem riesigen Gebiet wohnen sind weiterhin bedroht, durch Abholzung, Umweltverschmutzung und ungerechte Landverteilung.
Kirche von Limburg handelt fair
LIMBURG / FRANKFURT. Mit der Kampagne „Eine Welt fairstärken“ setzt das Bistum Limburg ab Samstag dem 7. Februar ein deutliches Zeichen für eine gerechte Weltwirtschaft. Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst war als Sprecher und Wettpate bei dem Auftakt der Aktion dabei.
Innerhalb von wenigen Tagen ist es in Venezuela mehrfach zu Überfällen auf religiöse Einrichtungen gekommen. Gleich zweimal wurde die päpstliche Nuniatur in Caracas das Ziel von Gewaltakten, zudem wurde ebenfalls in der in der Hauptstadt eine Synagoge verwüstet.
Die linksorientierte Guerillaorganisation Farc hat im Laufe der vergangenen Woche in Kolumbien insgesamt sechs Geiseln freigelassen. Bei den seit teilweise über sieben Jahre verschleppten Männern handelte es sich um drei Soldaten, einen Polizsten sowie zwei Politiker.
Januar 2009
Am 31. Januar 1980 besetzen Campesinos, Arbeiter und Studenten, alle Quiché-Indianer, friedlich die spanische Botschaft in Guatemala-Stadt. Sie protestieren damit gegen die Besetzung ihres Landes durch das Militär und die damit einhergehenden schweren Menschenrechtsverletzungen. Viele von ihnen sind gläubige Christen und Katecheten, die ihren gewaltfreien Einsatz für Gerechtigkeit auch als Zeugnis ihres Glaubens verstehen. 37 von ihnen werden in der spanischen Botschaft von Sicherheitskräften umgebracht.
Guatemala
In einem Schreiben haben die Bischöfe Guatemalas Gewalt und Straflosigkeit in ihrem Land angeprangert. „Das größte Problem in unserem Land ist der mangelnde Respekt vor dem Leben“, so die Bischöfe.
Wirtschafts- und Umweltfragen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Weltsozialforums, das seit Dienstag in der brasilianischen Millionenstadt Belém stattfindet. Das 2001 als Gegengipfel zum Weltwirtschaftsforum in Davos gegründete Weltsozialforum bringt Jahr für Jahr Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften, Verbände und Vereine zusammen, die unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ sich u.a. kritisch mit den negativen Folgen der Globalisierung auseinandersetzen.
Die Universität Cândido Mendes in Rio de Janeiro hat Dom Hélder Câmara am 20. Januar 2009 posthum den „Preis Alceu Amoroso Lima für Poesie und Freiheit 2008“ verliehen und ehrt damit das literarische Werk des ehemaligen Erzbischofs von Olinda und Recife. Die Auszeichnung nahm Marieta Borges vom Instituto Dom Hélder Câmara (IDHeC) entgegen. Das Institut hält in Recife das Andenken an seinen weit über Brasilien bekannten Gründer wach und ist Projektpartner Adveniats.
Jetzt für die neuen Ausbildungsjahrgänge bewerben
Die Bewerbungsfristen für die Ausbildungsangebote des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) in München rücken näher. Voraussetzung für das Volontariat (Bewerbungsschluss 1. März 2009) ist das Abitur oder die Mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Wer sich als Abiturient oder Student parallel zum Studium in der Studienbegleitenden Journalistenausbildung für einen Medienberuf qualifizieren will, kann sich bis zum 31. Mai 2009 für ein Stipendium bewerben.
Der 35-jährige salvadorianische Diözesanpriester widmete sich vor allem der Jugendarbeit. Während eines Einkehrtages für junge Katechisten drangen am 20. Januar 1979 Sicherheitskräfte in das Einkehrhaus ein und töten Padre Ortiz und vier der Jugendlichen: Angel Morales, David Caballero, Jorge A. Gomez und Roberto A. Orellana waren noch nicht einmal 14 Jahre alt. Über den Kopf Ortiz' rollte ein Panzer und zermalmte sein Gesicht.
Der argentinische Friedensnobelpreisträger und Adveniat-Projektpartner Adolfo Pérez Esquivel unterstützt gemeinsam mit dem Priester Jesús Olmedo den Hungerstreik von 400 Menschen aus dem Hochland der nordargentinischen Provinz Jujuy.
Die kolumbianische Kirche will bei künftigen Verhandlungen mit der linksorientierten Guerillaorganisation Farc über Geiselfreilassungen im Land offenbar von Fall zu Fall prüfen, ob eine Vermittlerrolle Sinn macht. Der Vorsitzende der kolumbianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ruben Salazar erklärte vor Pressevertretern, die Kirche würde einen Schritt bei Seite treten, wenn die Farc ihre Präsenz als Hinderungsgrund für eine Freilassung ansehe. Wenn ihre Hilfe gebraucht werde, stehe die Kirche aber zur Verfügung.
Brasília. Vertreter von Juden, Muslimen und Christen in Brasilien, darunter der Präsident des Lateinamerikanischen Bischofsrates, Dom Raymundo Damasceno Assis, haben in einer Botschaft eindringlich für einen Dialog zwischen den Konfliktparteien mit Hilfe von Vermittlern im aktuellen Gazakrieg plädiert. Nur auf diesem Wege könne eine weitere Eskalation des Krieges vermieden werden.

Dajabón, Dominikanische Republik. In die Situation der Arbeiter aus Haiti, die sich in eine katholische Kirche geflüchtet haben, um der Ausweisung aus der Dominikanischen Republik zu entgehen, ist Bewegung gekommen.
Mit einem Wettbewerb und einem Gewinnspiel macht das Bundesministerium der Finanzen auf die Aktion Hilfen für Helfer aufmerksam.
Über den YouTube-Videokanal „Die Helfer“ hatten engagierte Bürgerinnen und Bürger drei Monate lang Gelegenheit, in einem kurzen Video zu erklären, warum sie sich engagieren – im Ehrenamt, mit einer Stiftung oder durch Spenden. Fünf Clips haben es in die Endauswahl geschafft.
Santo Domingo. In der Dominikanischen Republik sind 600 Haitianer in eine katholische Kirche geflüchtet, um der Ausweisung zu entgehen. Es handelt es sich um Gastarbeiter, die nach einem Weihnachtsbesuch in ihrer Heimat ohne gültige Papiere zurückgekehrt waren.
Dezember 2008
Präsident Rafael Correa erklärte Mitte Dezember, er zahle einen Teil der ecuadorianischen Auslandsschulden nicht mehr. Damit folgte er den Empfehlungen der „Nationalen Kommission zur Schuldenprüfung“, die er vor einem Jahr eingesetzt hatte. Die Kommission hat in ihrem Abschlussbericht ernsthafte Hinweise auf rechtswidrige Kreditverträge der sogenannten Global-Bonds festgestellt. Ein Großteil der in den letzten 30 Jahren aufgenommenen Kredite seien nicht rechtmäßig und unmoralisch, so das Fazit des Präsidenten. Dabei handelt es sich um Zinszahlungen in Höhe von 46 Millionen Euro. Statt den Schuldendienst zu bezahlen, will Correa das Geld in das Bildungs- und Gesundheitswesen stecken.
Zum Interview mit Ecuador-Referent Reiner Wilhelm
Zum Gedenken an den 20. Jahrestag seiner Ermordung
Am 22.Dezember 2008 jährt sich der Todestag des ermordeten Kautschuk-Zapfers und Gewerkschaftsführers Francisco Alves Mendes Filho, besser bekannt als Chico Mendes, zum 20. Mal.
Der aus dem brasilianischen Bundesstaat Acre stammende Chico Mendes trat für eine Vereinigung der Regenwaldbewohner ein, um die gemeinsamen Interessen von Indigenen und Kautschukzapfern zu vertreten.
Adveniat begrüßt erneute Anerkennung von Indianergebieten
Essen/Brasília. Mit Zufriedenheit hat das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in Brasília reagiert: sechs der elf Richter haben sich gestern Abend (Ortszeit) für die Anerkennung und den Schutz des Indianergebiets Raposa / Serra do Sol im Bundesstaat Roraima ausgesprochen.
Lima/Peru. Immer am 10. Dezember, dem Jahrestag der Erklärung der weltweit gültigen Menschenrechte, verleiht die Koordination der peruanischen Menschenrechtsgruppen ihren Menschenrechtspreis „Angel Escobar Jurado“. Dieses Jahr ging der Preis an die Priester und Schwestern der Maryknoll- Missionsgesellschaft für ihre intensive Pastoral an der Seite der Armen, die sie mehr als 65 Jahre in den peruanischen Südanden verrichtet haben.
Oberster Gerichtshof in Brasilien entscheidet heute oder morgen über Abgrenzung von Indianerreservaten
Essen/Brasilia. Am Tag der Menschenrechte verweist Adveniat auf die für heute oder morgen vorgesehene Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Brasiliens: Er soll entscheiden, ob das Gebiet der indigenen Völker in Raposa Serra do Sol geschützt bleibt oder sechs Reiskonzernen überlassen wird. Erst 2004 hatten die fünf indianischen Völker des Gebiets Raposa Serra do Sol im nördlich gelegenen Bundesstaat Roraima nach 34 Jahren Lobbyarbeit erreicht, dass ihr traditionelles Territorium abgegrenzt und als ihres registriert wurde. Sechs Reisproduzenten beantragten kurz darauf beim Obersten Gerichtshof die Aufhebung dieser rechtmäßigen Anerkennung von Raposa Serra do Sol als traditionelles und weitgehend autonomes Gebiet.
Emotionale Worte hatte die argentinische Präsidentin Christina Kirchner für Papst Johannes Paul II. Dessen beherztes Eingreifen habe vor dreissig Jahren „eine Katastrophe“ verhindert.
Die Besucher des Benefizkonzertes in Essen-Steele erwiesen sich als außerordentlich großzügig: 3.985,00 Euro kamen bei dem Konzert am 8. Dezember in der Pfarrei St. Laurentius zusammen.
Hinweis: Benefizkonzert in der Philharmonie Essen
Essener Domsingknaben singen am 15. Dezember für Adveniat
Am Montag, dem 15. Dezember steht in der Essener Philharmonie das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn auf dem Programm.
Katholische Hilfswerke stimmen Aktivitäten ab
Die weltkirchlichen katholischen Hilfswerke in Deutschland haben auch 2009 ihre bundesweiten Aktivitäten untereinander abgestimmt. Einen entsprechenden Überblick über Aktionszeiträume und Schwerpunktthemen der einzelnen Werke verschafft der „Kalender Weltkirche 2009“.
Zwei neue Adveniat-Reportagebände erschienen
Gründlich recherchierte Reportagen und Hintergrundberichte sowie packende Schwarzweiß-Bilder machen die Adveniat-Reihe „Kontinent der Hoffnung“ aus. Im November sind gleich zwei Hefte erschienen: "Großstädte" und "Guatemala"
In Camagüey auf Kuba ist gestern Bruder José Olallo Valdes selig gesprochen worden. An der Festmesse nahm mit Raúl Castro erstmals auch der kubanische Präsident teil. Umrahmt von der vatikanischen und kubanischen Flagge nannte Kardinal José Saraiva Martins den Tag der Seligsprechung in der Diözese Camagüey „eine unvergessliche Zeit für die Kirche in Kuba und alle, die auf Kuba leben“.
Akademietagung anlässlich der Adveniat-Aktion in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim an der Ruhr
Wie kann Kirche in den Städten Deutschlands und Lateinamerikas präsent sein? Dieser Frage stellten sich die Teilnehmer einer Akademietagung anlässlich der Eröffnung der Adveniat-Aktion 2008 in Mülheim an der Ruhr.
November 2008
Von bitterer Armut, Hoffnungslosigkeit und der verzweifelten Suche nach Liebe und Geborgenheit in Brasiliens Millionenstadt Rio de Janeiro erzählt der Film „Central Station“ des Dokumentarfilmers Walter Salles, den das Astra-Kino in Essen gestern anlässlich der Adveniat Aktion 2008 gezeigt hat.
Heute vor 25 Jahren am 25.11.1983 wurde der brasilianische Indigena Marçal de Souza aus Mato Grosso do Sul ermordet.
Souza war Krankenpfleger bei der nationalen Stiftung der Indigenas, FUNAI, und setzte sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein. Er befürwortete ihren Widerstand gegen die Enteignung der traditionellen indigenen Gebiete und zog so den Hass der Großgrundbesitzer auf sich.
Eröffnung Adveniat-Kerzenziehhaus auf dem Essener Weihnachtsmarkt.
Weihbischof Ludger Schepers und Prälat Bernd Klaschka richten ein paar Worte zur feierlichen Eröffnung an die Besucher auf dem Essener Weihnachtsmarkt.
Selber Kerzen ziehen, informieren und Gutes tun. Die Erlöse der diesjährigen Aktion sollen einem Bildungsprojekt für Indígenas zugutekommen, die in Mexiko vielfach ausgegrenzt und diskriminiert werden.
Öffnungszeiten: montags bis freitags 13.00 bis 19.00 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 19 Uhr, Kardinal-Hengsbach-Platz, Essen.
Fotos dazu in unseren BILDER-GALERIEN
Mit einem öffentlichen Protestbrief hat die kolumbianische Diözese Tumaco auf zwei Drohschreiben einer Untergrundgruppe namens «Autodefensas Gaitanista de Colombia» reagiert, die am 23. Oktober und am 11. November per E-Mail an Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen und der katholischen Sozialpastoral in Nariño gingen.
Oktober 2008
An verschiedenen Orten Perus ist es innerhalb der letzten Woche zu gewaltsamen Proteste gekommen. In Sicuani im Departament Cusco haben Bürger gegen den geplanten Bau eines Wasserkraftwerkes sowie gegen die Vergabe von Bergbaukonzessionen protestiert. Die indianischen Demonstranten haben die Hauptstrasse nach Puno und Arequipa blockiert und die Stadt Sicuani von Lieferungen abgeschnitten. Es kam zu heftigen Kämpfen zwischen der Polizei und den Demonstranten.
Essen. Auf Einladung des Bundesratspräsidenten und Bürgermeisters von Hamburg, Ole von Beust, reist Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka an diesem Sonntag (26. Oktober 2008) nach Mexiko und Kolumbien.
„Mega cities und Großstadtpastoral – wie sich Adveniat in den Metropolen engagiert“ lautet das Thema der Sendung Weltweit von domradio.de am 27. Oktober 2008 zwischen zehn und zwölf Uhr.
Kairo, Istanbul, Johannesburg, London, Los Angeles, Mexico City, Mumbai, São Paulo, Shanghai and Tokyo - sie alle werden „Mega Cities“ genannt. Diese Metropolen sind sehr dynamische und rasant wachsende Städte mit mehreren Millionen Einwohnern, internationalen Wirtschaftsvernetzungen und einer unglaublichen Vielfalt an Menschen. Das immense Wachstum dieser Großstädte stellt deren Bewohner vor zunehmende Herausforderungen und Probleme, z.B. in sozialer, ökonomischer, ökologischer und baulich-räumlicher Hinsicht.
Rund 8.000 Indígenas blockieren seit Dienstag in Kolumbien wichtige Fernstraßen, darunter auch die Panamericana, die weltbekannte Achse zwischen Nord- und Südamerika. Den kolumbianischen Ureinwohnern geht es nach eigenen Angaben darum, auf schwere Menschenrechtsverletzungen gegen das eigene Volk hinzuweisen.
Andauernde heftige Niederschläge haben in Kolumbien zu schweren Überschwemmungen geführt. Das nationale Amt für Katastrophenschutz teilte zu Wochenbeginn mit, dass bereits mehr als 137.000 Menschen von den Folgen der Überflutungen betroffen seien.
Auf den weltweit schwinden Einfluss des Katholizismus hat Bischof Norbert Strotmann aus Chosica (Peru) hingewiesen. Allein in Lateinamerika habe die katholische Kirche in den vergangenen 40 Jahren rund 15 Prozent ihrer Mitglieder an nicht-katholische Gruppen verloren, die sich auf bibelzentrierte Strategien stützen, sagte Strotmann bei der 12. Bischofssynode in Rom.
Dankgottesdienst für Weihbischof em. Franz Grave im Essener Dom
Mit einem Pontifikalamt im Essener Dom hat das Bistum Essen am Samstag, 4. Oktober, Weihbischof em. Franz Grave für seinen langjährigen Dienst gedankt. Anlass war der altersbedingte Rücktritt des Essener Weihbischofs, den Papst Benedikt XVI. am 27. Juni 2008 angenommen hatte.
Er war die prägende Figur der jüngeren Adveniat-Geschichte: Seit 1992 hat Weihbischof Franz Grave die Geschicke des Hilfswerks gelenkt – und seine Heimatstadt Essen in ganz Lateinamerika bekannt gemacht. Jetzt hat er, fast 76-jährig, das Amt des Vorsitzenden der Bischöflichen Kommission Adveniat an Bischof Felix Genn abgegeben. Adveniat dankt Weihbischof Grave für 16 unvergessliche Jahre.
September 2008
Mit einer überwältigenden Mehrheit haben die Ecuadorianer am 28. September 2008 eine neue Verfassung befürwortet. Trotz massiver Kritik von Seiten der konservativen Opposition und der katholischen Kirche stimmten zwei Drittel der zehn Million Wahlberechtigten dem Gesetzesentwurf der Verfassungsgebenden Versammlung zu.
Eine „neue Etappe“ durchläuft Chile nach den Worten des Erzbischofs von Santiago de Chile, Kardinal Francisco Javier Errázuriz.
August 2008
Das Spacecar 1, der sehr seltene Renault AVANTIME, steht mit seinen prominenten 435 Unterschriften (vom Dalai Lama bis zur Handballweltmeistermannschaft) zum Verkauf bereit. Wie einst die Enterprise mit der Kennnummer NCC 1701 A, so wird auch das ERSTE SPACECAR, mit der Kennummer OS-NX 600, außer Dienst gestellt. Dieses wohl einmalige rekordverdächtige Gefährt, soll an den Höchstbietenden gehen. 10% des Erlöses fließen an die „Aktion Volltreffer – Kein Krieg mit Kinder" .
Mehr Informationen unter:
Internetauftritt Aktion Volltreffer
Internetauftritt Spacecartour
Am 24. August 1968 fand in Medellín, Kolumbien, die Zweite Generalversammlung der Lateinamerikanischen Bischöfe statt. „Medellín“ – mit diesem Kurzbegriff wird die Bischofsversammlung seither bezeichnet – wurde zum Schlüsselereignis für die Entwicklung der Kirche in Lateinamerika. Für die Arbeit der Bischöflichen Aktion Adveniat ist das Schlussdokument von Medellín bis heute richtungsweisend – allen voran die Verpflichtung zur „bevorzugten Option für die Armen“.
Lesen Sie hierzu einen Beitrag von Michael Huhn (Adveniat).
Am 26. Oktober 2008 steht Chile vor entscheidenden Urnengängen. In den 346 Kommunen des Landes werden neu Bürgermeister und Gemeinderäte gewählt. Allgemein gelten die Wahlen als wichtiger Stimmungstest für die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen Ende 2009.
Juli 2008
Vorwürfe gegen Regierungsmitglieder
Rodrigo Arias, der Bruder des Friedensnobelpreisträgers und gegenwärtigen Präsidenten von Costa Rica, Óscar Arias, und Minister in dessen Kabinett, muss sich wegen Korruptionsvorwürfen verantworten. In diesen Tagen soll er dem Parlament Rede und Antwort stehen. Er und der Minister für Wohnungsbau, Fernando Zumbado, sind angeklagt, Gelder der taiwanesischen Regierung, die für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen waren, veruntreut zu haben.
Mehr als vier Millionen Kolumbianer haben nach offiziellen Angaben am Sonntag in 1.056 von 1.125 Kommunen des Landes an einer Großdemonstration für die Freilassung der rund 2.800 Geiseln im Land teilgenommen. Shakira sang in der kolumbianisch-brasilianischen Grenzstadt Leticia an der Seite der Staatspräsidenten Luiz Inacio Lula da Silva (Brasilien), Alvaro Uribe (Kolumbien) und Alan Garcia (Peru) die Nationalhymne ihres Landes und gab damit den Startschuss zu dem landesweiten Aktionstag.
Im Frühjahr 2008 kam es in Haiti zu Protesten der Bevölkerung: Die hohe Inflation und die weltweit stark angestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis oder Mais führten zu schweren Unruhen mit mehreren Todesopfern. Die Haitianische Bischofskonferenz sprach von einer Krise, wie sie das Land lange nicht mehr erlebt hatte.
Wie sieht es jetzt in Haiti aus? Warum verlassen so viele Haitianer ihr Land? Christian Frevel, Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit bei ADVENIAT, ist in der kommenden Woche in Haiti und wird im Blog über das Leben und die Probleme im ärmsten Land Lateinamerikas berichten.
Mit mehr als 1.000 Konzerten im ganzen Land und weltweiten Solidaritätsaktionen wollen die Menschen in Kolumbien am Sonntag für die Freilassung der rund 3.000 Geiseln im Land demonstrieren. Höhepunkt der mit Unterstützung der Regierung um Staatspräsident Álvaro Uribe organisierten Veranstaltungen wird ein Konzert in der kolumbianisch-brasilianischen Grenzstadt Leticia sein.
Caracas. Nach vielen Jahren der Konfrontation mit der Katholischen Bischofskonferenz kann Venezuelas Präsident Hugo Chávez nun auf eine ihm zugetane Kirche zählen. In der westvenezolanischen Stadt Ciudad Ojeda wurde dieser Tage von ehemaligen katholischen Priestern, lutheranischen und anglikanischen Pastoren gemeinsam die „Reformierte Katholische Kirche“ gegründet, die sich im Einklang mit der sozialistischen Revolution der Regierung sieht.
Kolumbien. Die vor über sechs Jahren von den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) entführte ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt ist am Mittwoch von Einsatzkräften der kolumbianischen Armee befreit worden. Bei der vom Geheimdienst des Landes seit Wochen vorbereiteten Rettungsaktion fiel kein einziger Schuss.
Adveniat-Sommerakademie 2008
Auch in diesem Jahr besuchen wieder 32 Priester aus Lateinamerika die Adveniat-Sommerakademie. Heute waren sie zu Gast in der Geschäftsstelle in Essen. Viele waren beeindruckt mit wie viel Engagement und Liebe sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Adveniat für Lateinamerika einsetzen. Erstmals kam es auch zu einem persönlichen Kontakt mit Personen, die eine Priesterpatenschaft übernommen haben.
100 Jahre Kolumbianische Bischofskonferenz
Bogotá, 1. Juli 2008. In einem klaren Appell hat sich Erzbischof Luis Augusto Castro Quiroga in seiner Rede zum hundertjährigen Bestehen der Kolumbianischen Bischofskonferenz CEC (Conferencia Episcopal de Colombia) für Friedensengagement, Bürgerbewusstsein und Demokratie ausgesprochen.
Juni 2008
USA: Verhaftungswelle gegen salvadorianische Bandenmitglieder
26 angebliche Mitglieder der Jugendbande Mara Salvatrucha wurden am 24. Juni von der Polizei in drei verschiedenen Staaten der USA festgenommen. Die meisten von ihnen sind Migranten mit salvadorianischer Staatsbürgerschaft.
Seit einigen Jahren wird keine andere Gruppe in Nord- und Mittelamerika so häufig für Gewalt und Verbrechen verantwortlich gemacht wie die Mara Salvatrucha. Das FBI in Washington D.C. hat eine Sonderkommission eingerichtet, koordiniert von Special Agent Brian Truchon.
Bogotá. Die kolumbianische Kirche hat von den bewaffneten Gruppen des Landes mit Nachdruck Lebenszeichen von allen verschleppten Menschen innerhalb des Landes gefordert.
Der Generalsekretär der Kolumbianischen Bischofskonferenz, Bischof Fabián Marulanda López, erklärte in einem Interview mit dem nationalen Radiosender Caracol, dass alle Geistlichen des Landes bereit wären, entsprechende Signale entgegenzunehmen.
Auf dem globalen Friedensindex fällt Guatemala zurück
In der diesjährigen Liste des "Globalen Friedensindex" hat die internationale Menschenrechtsorganisation Vision of Humanity eine Verschlechterung der Sicherheitslage in Guatemala konstatiert. In die Berechnung fließen unter anderem die Mordrate, die Zahl der Polizistinnen und Polizisten sowie der Zugang zu Waffen ein.
Mai 2008
Osnabrück. Zu einer spontanen musikalischen Einlage ließ sich Kardinal Oscar Rodríguez Maradiaga aus Honduras am heutigen Samstag auf der Eine-Welt-Bühne hinreißen. Beim Adveniat-Bühnenprogramm griff er in die Klaviertasten und stimmte im Duett mit dem brasilianischen Gospel-Sänger Carlos Garcia den Bossa-Nova-Klassiker „Girl from Ipanema“ an.
„Ein Jahr nach Aparecida“
Osnabrück. Eine aktivere Rolle der Kirche in Politik und Gesellschaft hat Kardinal Oscar Rodríquez Maradiaga aus Honduras heute in Osnabrück gefordert: „Gerade in Lateinamerika sind große Veränderungen notwendig. Wir als Kirche müssen das Evangelium und die Katholische Soziallehre in die Politik unserer Länder einbringen“, so Rodríguez bei der Podiumsdiskussion „Zehn Jahre nach Aparecida“ im Eine-Welt-Zentrum des Katholikentages in Osnabrück.
Weltkirchlicher Gottesdienst in St. Johann
Osnabrück. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die katholische Kirche als einen „global player“ bezeichnet. Schon seit jeher bemühe sie sich um einen weltumspannenden Austausch von Spiritualität, sagte Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist, beim großen weltkirchlichen Gottesdienst am Freitag auf dem 97. Deutschen Katholikentag in Osnabrück. „Wir sind seit 2000 Jahren katholisch und global.“
„Zumindest der Himmel ist hier in Osnabrück lateinamerikanisch“
Weihbischof Franz Grave, Vorsitzender der Bischöflichen Kommission Adveniat, beim Open-Air-Programm auf der Eine-Welt-Bühne
Thema „Großstadt“ im Blickpunkt der Adveniat-Jahresaktion
70 Prozent aller Lateinamerikaner leben in Städten. Längst nicht alle tun dies freiwillig: „Überall in Lateinamerika sind Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen“, sagte Adveniat-Vorsitzender Weihbischof Franz Grave heute auf dem Katholikentag in Osnabrück: „Die Landflucht in Lateinamerika hält an“, so Grave bei einer Adveniat-Veranstaltung auf der Eine-Welt-Bühne in Osnabrück.
Deutsche Katholikentage heißen Treffen, bei denen sich die katholische Kirche mit ihren Verbänden und Institutionen über mehrere Tage der Öffentlichkeit präsentiert. Veranstalter ist das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Katholikentage finden in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt; in ungeraden Jahren steht meist ein Evangelischer Kirchentag an.
Der Adveniat-Stand auf dem Katholikentag
Was passiert mit meinen Spenden? Sammelt Ihr nur an Weihnachten? Was hat Lateinamerika mit uns zu tun? Wie geht’s dem Regenwald am Amazonas? Die Fragen, die das Team am Adveniat-Stand des Katholikentages gestellt bekommt, sind vielfältig und nicht immer leicht zu beantworten.
Die sechs katholischen Hilfswerke Adveniat, Caritas International, die Sternsinger, Misereor, missio und Renovabis haben auf dem Katholikentag eine Erbschaftsinitiative vorgestellt. Ziel ist es, Menschen darüber zu informieren, wie sie in ihrem Testament eine Hilfsorganisation begünstigen können. Der Justitiar von Misereor, Norbert Dreßen, räumte ein, er wisse aus Erfahrung, dass bei diesem Thema oft „eine Mischung aus Angst, Halbwissen und Unkenntnis“ eine große Rolle spiele. Es gebe viele Ängste davor, großen Organisationen Geld zu vermachen.
Attraktives Bühnenprogramm – Innenminister Schäuble und Kardinal Rodríguez zu Gast
Osnabrück. Unter dem Motto „Sechs Werke für die Eine Welt“ haben die Leiter der sechs katholischen weltkirchlichen Hilfswerke heute das Eine-Welt-Zentrum auf dem Katholikentag in Osnabrück eröffnet.
Der Papst hat Adolf Bittschi Mayer zum neuen Weihbischof des Erzbistums Sucre in Bolivien ernannt. Seit 1983 lebt Bittschi Mayer als Pfarrer in Sucre und arbeitet dort für die Menschen seiner neuen Heimatstadt. Der Fidei-Donum-Priester wurde 1950 in Ingolstadt geboren und ist ein langjähriger und geschätzter Projektpartner von Adveniat. Die Bischöfliche Aktion unterstütze ihn beispielsweise bei der Herausgabe eines Katechismus in der Indianersprache Quechua und bei Renovierungsarbeiten an Kapellen auf dem Land. Adveniat wünscht Weihbischof Adolf Bittschi Mayer für seine neuen Aufgaben alles Gute.
Lateinamerikanische Bischöfe bei Angela Merkel
In einer 45-minütigen Audienz hat eine Delegation des lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Anliegen zum Verhältnis zwischen Europäischer Union und Lateinamerika dargelegt.
Für den 97. Deutschen Katholikentag, der vom 21. bis 25 . Mai 2008 in Osnabrück stattfindet, hat Dr. Franz-Josef Bode, der Bischof des Bistums ein Gebet geschrieben. Dieses bereitet auf das Treffen der deutschen Katholiken unter dem Thema „Du führst uns hinaus ins Weite“ vor.
Zum Gebet.
Auch ADVENIAT beteiligt sich an der Veranstaltung der katholischen Kirche und wird vor Ort in Osnabrück sein: Mit einem Stand im „Eine-Welt-Dorf“, bei Podiumsdiskussionen mit Gästen aus Lateinamerika und mit der Ausstellung „Nachfolge“ informiert ADVENIAT zu verschiedenen Themen der südlichen Länder.
Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen von ADVENIAT auf dem Katholikentag und deren Orten und Zeiten finden Sie unter ADVENIAT-Termine.
Lateinamerikas Stars machen mobil gegen die Armut auf ihrem Kontinent.
Mit zwei großen Konzerten fällt der Startschuss für die Arbeit einer länderübergreifenden Stiftung.
Eine Fotowanderausstellung von Christian Ender
360.000 Indígenas leben im Amazonasgebiet Brasiliens. Sie gehören 230 verschiedenen Völkern an und kommunizieren in 180 verschiedenen Sprachen miteinander. Christian Ender konnte eines dieser von der Zivilisation bedrohten Völker näher kennen lernen: die Nadëb-Makú-Indianer. Mit Hilfe von Padre Gunter Kroemer, der sich seit 30 Jahren für die kulturelle Eigenständigkeit der indigenen Völker einsetzt, war es ihm möglich, persönliche Eindrücke zu gewinnen und Fotos zu machen, von denen diese Ausstellung lebt. Zu sehen ist die Wanderausstellung unter anderem vom 18. Mai bis 8. Juni in der Sankt Michael-Kirche in Göttingen. Bei der Ausstellungslogistik in Deutschland hilft Adveniat. Die Bischöfliche Aktion unterstützt die Arbeit von Padre Gunter Kroemer, der 2005 auch Aktionsgast war, seit langem. Auch zur CIMI, dem Indianermissionsrat der Brasilianischen Bischofskonferenz, bestehen enge Kontakte. Ziel der CIMI ist es, das Überleben der indígenen Völker Brasiliens und ihrer Kulturen zu sichern.
Zur CIMI (Conselho Indigenista Missionário)
Online spenden für die Arbeit von Padre Gunter Kroemer können Sie mit folgendem Verwendungszweck: P. Kroemer BRA
Nationale Konferenz in Köln
In Lateinamerika träumen tausende Jugendliche davon, Seelsorger zu werden. Viele stammen aus armen Verhältnissen und den Ortskirchen fehlen die Mittel, um alle qualifizierten Bewerber auszubilden. Seit 45 Jahren setzen sich Adveniat und die Bistümer in Deutschland für die Ausbildung von Priestern in Lateinamerika ein. Die Patenschaftsaktion bietet die Möglichkeit, sich langfristig für eine friedliche und gerechte Entwicklung in Lateinamerika einzusetzen.
Mehr zum Thema Priesterausbildung in Lateinamerika und Patenschaftsaktion
Romero wurde vor 28 Jahren in El Salvador ermordet/Sein Zeugnis bleibt lebendig
"Ich habe oft Todesdrohungen erhalten", berichtete Erzbischof Oscar Romero im März 1980. "Ich muss Ihnen sagen, dass ich als Christ nicht an den Tod ohne Auferstehung glaube. Wenn man mich tötet, werde ich im salvadorianischen Volk auferstehen. Ich glaube nicht, dass ich die Gnade des Martyriums verdiene. Aber wenn Gott das Opfer meines Blutes annimmt, möge mein Blut Samenkorn der Freiheit sein und ein Zeichen dafür, dass die Hoffnung bald Wirklichkeit wird. Wenn mein Tod von Gott angenommen wird, möge er der Befreiung meines Volkes dienen und Hoffnungszeichen für die Zukunft sein." Nur wenige Tage später, am 24. März 1980, wurde Erzbischof Romero am Altar ermordet.
Beim Ad-limina-Besuch der salvadorianischen Bischöfe im letzten Monat erinnerte Papst Benedikt lobend an den außergewöhnlichen Bischof.
Mit der Erinnerung an den Tod und die Hoffnung auf Auferstehung dieses inspirierenden Kirchenmanns wünschen wir Ihnen gesegnete Kar- und Ostertage.
Mehr Informationen zu Bischof Romero finden Sie hier
270 Teilnehmerinnen haben sich bereits angekündigt
Vom 25. bis 27. März (in der Osterwoche) findet in Buenos Aires ein deutsch-lateinamerikanischer Theologinnenkongress zu den Themen "Biographien, Institutionen, Citizenship - Theologie und Gesellschaft aus der Perspektive von Frauen" statt. Veranstalter sind die Theologinnenvereinigungen Theologanda (Buenos Aires, Argentinien) und Agenda (Deutschland). Mitfinanziert und begleitet wird der Kongress auch von Adveniat.
In den Planungen rechnete man mit 150 TeilnehmerInnen, inzwischen sind ca. 270 Einschreibungen eingetroffen - und die Anmeldefrist endet erst nach Palmsonntag. Angemeldet sind Theologinnen und Theologen aus 16 verschiedenen Ländern, darunter aus 12 Ländern des lateinamerikanischen Kontinents.
Weitere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter: www.teologanda.com.ar/iniciocongreso.htm
Schwere Regenfälle in Ecuador haben in den vergangenen Wochen rund 260.000 Menschen teilweise schweren Schaden zugefügt. 20 Menschen starben in den Wasserfluten, 7.000 mussten evakuiert werden. Betroffen sind vor allem die Provinzen El Oro, Manabí, Santa Elena, Guayas und Esmeraldas. Die Schäden in der Landwirtschaft belaufen sich auf schätzungsweise 161 Millionen Euro. Wie Adveniat-Länderreferent Reiner Wilhelm berichtet, treffen bereits die ersten Hilfsanträge aus Ecuador ein. Adveniat hilft in Katastrophenregionen vor allem beim langfristigen Wiederaufbau zerstörter kirchlicher Infrastruktur mit.
Heute vor sechs Jahren verstarb Silvia Stengel de Pereda, die ihr Leben in den Dienst der Landbevölkerung im Norden Argentiniens gestellt und sich für deren Bildung, Lebensqualität und Rechte stark gemacht hat. „Wer glaubt, dass Veränderung möglich ist, wird sie unermüdlich suchen.“ Dieses Zitat steht auf Silvias Grabstein – als Rückblick auf ihr Leben, aber auch als Ermutigung für die Lebenden.
Für Adveniat war Silvia eine wichtige und engagierte Projektpartnerin und bis heute unterstützen wir ihr „Erbe“: INCUPO, das vor 35 Jahren von Silvia Stengel de Pereda mitgegründete Instituto de Cultura Popular, erhält für seine Aktivitäten im Jahr 2007/08 mit Kleinbauern und Indigenen im Norden Argentiniens von Adveniat 85.000 Euro.
Mehr über das Projekt lesen
Noch bis 12. März 2008 ist in Emden die Ausstellung „Nachfolge – Lateinamerikanische Lebenswege“ zu sehen. Die Ausstellung beleuchtet Lebenswege von Menschen, die sich in den verschiedensten Ländern Lateinamerikas um das leibliche und seelische Wohl der Ärmsten sorgen. Diese Menschen haben es sich zur Aufgabe gemacht als Nachfolger Jesu bedingungslos ihren Dienst an anderen zu tun. Die ausgestellten Arbeiten von Fotografen und Journalisten versuchen sich anhand dieser konkreten Lebenswege an der Frage, wie das Wirken der Kirche auch zukünftig, vor allem im missionarischen Handeln aussehen kann.
Die Ausstellung findet in der Kirche Sankt Michael, Hof von Holland, 26725 Emden statt.
Öffnungszeiten:
Mittwoch 15.00 - 17.30 Uhr
Donnerstag 10.00 - 12.00 Uhr
Freitag 15.00 - 17.30 Uhr
Sonntag 16.00 - 18.00 Uhr
oder nach Vereinbarung:
Diakon Stephan Fielers, Tel. 04921/42150 oder 0163/2337218
Drei Jahre nach dem Mord an Dorothy Stang herrscht noch immer Rechtlosigkeit
Zum dritten Mal jährt sich heute der Tag, an dem Sr. Dorothy Stang auf einem Dschungelpfad mit neun Revolverschüssen hingerichtet wurde.
Fast 40 Jahre ihres Lebens kämpfte die Ordensfrau gegen die illegale Abholzung des Regenwaldes und schuf sich weltweite Anerkennung und mächtige Feinde. Öffentlich klagte sie korrupte Politiker, Mafiabosse, Landdiebe und Auftragsmörder an. Diese reagierten mit Morddrohungen, die sie am 12. Februar 2005 auch in die Tat umsetzten.
„Interne und grenzüberschreitende Migration in Mexiko“ ist der Titel der Dokumentation zur Adveniat-Akademie 2006 in Münster. In Kooperation mit der Bischöflichen Aktion Adveniat, dem Referat Weltkirche des Bischöflichen Generalvikariats Münster und der Akademie Franz Hitze Haus fand am 1. und 2. Dezember 2006 die Fachtagung „Unterwegs – Migration und ihre Auswirkungen in Lateinamerika am Beispiel Mexikos“ statt. Die Vorträge der Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland sind im nun veröffentlichten Dokumentationsband zusammengefasst worden.
Am Beispiel Mexikos wurde die Situation der vielen Menschen beleuchtet, die ihre Heimat verlassen und sich auf eine unsichere Zukunft, geprägt von vielen Hoffnung und Ängsten, eingelassen haben. In den Städten und Gemeinden Mexikos sind diese Männer, Frauen und Kinder sehr präsent. Unrecht und Diskriminierung gehören zu ihrem Alltag, ebenso wie Leid und Hoffnungslosigkeit, da die staatlichen und kirchlichen Strukturen nicht ausreichen, um wenigstens ihre Grundbedürfnisse zu sichern.
Bibliographische Angaben:
„Interne und grenzüberschreitende Migration in Mexiko“. Dokumentation der Tagung „Unterwegs – Migration und ihre Auswirkungen in Lateinamerika am Beispiel Mexiko“ am 1. und 2. Dezember 2006. Hrsg.: Ulrich Jost-Blome, Heinz Meyer, Julia Stabentheiner. Münster: dialogverlag (2007). (Edition Akademie Franz Hitze Haus ; Nr. 15). ISBN: 978-3-937961-65-1.
Der Dokumentationsband kann zu einem Stückpreis von 8 Euro bei der Akademie Franz Hitze Haus bestellt werden. E-Mail versenden
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat sich in einem Brief an Staatspräsident Lula da Silva mit dem im Hungerstreik befindlichen Bischof Luíz Cappio (Brasilien) solidarisiert. Lehmann brachte seine eindringlich Sorge um das Leben des Bischofs zum Ausdruck und bat Präsident Lula, den Hilferuf von Dom Luíz und den der vielen Menschen, die sein Fasten und Beten begleiten, zu erhören.