Adveniat: Diktatur-Kurs in Venezuela ändern

„Leben und Gesundheit der Menschen in Venezuela sind in Gefahr.“ Das hat der Leiter der Projektabteilung beim Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat, Thomas Wieland, mit Blick auf die von Präsident Nicolás Maduro einberufene Wahl einer Verfassunggebenden Versammlung betont.

Porträt Thomas Wieland
Maduro strebe an, die demokratische Verfassung außer Kraft zu setzen und eine Diktatur zu zementieren, erklärte Thomas Wieland, Leiter der Projektabteilung bei Adveniat. Foto: Martin Steffen/Adveniat

In einem zweitägigen Generalstreik verschafften sich Bürgerinnen und Bürger Gehör: „Die politische Opposition organisiert ihn, weil ihre Funktion trotz Mehrheit im Parlament durch Verhaftungen und Schikanen blockiert ist“, sagte Wieland am 24. Juli in Essen. Präsident Maduro strebe an, die demokratische Verfassung außer Kraft zu setzen und eine Diktatur zu zementieren. „Die Regierung in Caracas muss ihren Kurs ändern und sich am Gemeinwohl orientieren“, forderte der Lateinamerika-Experte.

„Über unsere Projektpartner in Venezuela sehen wir, wie schlecht es den Menschen geht“, sagte Wieland. Einer Statistik zufolge habe jeder Venezolaner durchschnittlich acht Kilo abgenommen – die Leute nennen das bitter die „Maduro-Diät“. Die Situation verschärfe sich laut Wieland zunehmend: „Im Land werden kaum noch Lebensmittel produziert. Lange Schlangen bilden sich schon vor Mitternacht vor den Geschäften, um am Morgen Grundnahrungsmittel zu erwerben, wenn es überhaupt welche gibt. Raub und Gewalt sind unkontrollierbar.“ Adveniat unterstütze die Menschen, indem über die Partner in bescheidenem Umfang Lebensmittel oder Medikamente organisiert werden. „Dabei unterbinden Regierungskräfte humanitäres Handeln“, kritisierte Wieland. „Damit sich dieses Regierungshandeln nicht auf Dauer etabliert, bedarf es freier und transparenter Wahlen und nicht einer von der Regierung manipulierten Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung. Die Situation ist dramatisch.“

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat

steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Dazu arbeitet Adveniat entschieden in Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Getragen wird das Werk von hunderttausenden Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: Im vergangenen Jahr konnten rund 2.500 Projekte gefördert werden, die mit 40 Millionen Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen.

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