Hilfsaktion „Weihnachten Weltweit“ in Freiburg gestartet

Freiburg/Essen.

Die drei Schlagworte Klima, Frieden und Gerechtigkeit standen im Mittelpunkt der bundesweiten Eröffnung der ökumenischen Hilfsaktion „Weihnachten Weltweit“ am Montag (25. November) in Freiburg. Den Auftakt in diesem Jahr machten der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, der Evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn. Genau einen Monat vor Weihnachten richteten sie gemeinsam mit 50 Jungen und Mädchen vom evangelischen Familienzentrum Wiesengrün und dem katholischen Kindergarten Edith Stein sowie deren Erzieherinnen und Eltern den Blick auf die Kinder in anderen Lebenswelten. „Viele Kinder haben kein Festmahl, sondern verbringen Weihnachten in einer zugigen Wellblechhütte“, stellte Moderator Marc Weyrich fest. „An sie denken wir, wenn wir jetzt die Aktion „Weihnachten Weltweit“ starten. 

Mit der Aktion „Weihnachten Weltweit“ wollen die kirchlichen Hilfswerke Adveniat, Brot für die Welt, Misereor und das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ das Interesse für Kinder in anderen Lebenswelten wecken.

„Die Welt ein Stück fairer gestalten“ 
Für den Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, ist es vor allem wichtig, dass die Kinder durch die Aktion erfahren, dass sie durch die Aktion selbst etwas ändern können: „Mit Weihnachten Weltweit erreichen wir viele Kinder und Erwachsene in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Kirchengemeinden. Gemeinsam können wir die Welt ein Stück fairer und gerechter gestalten.“ 

Auf den Weg zu Christus machen 
Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger erinnerte an die Verantwortung für die Welt von morgen: „Wir sind hier bei uns zu oft auf unsere eigenen Probleme konzentriert und verlieren den Blick auf die existentiellen Sorgen und Nöte der Menschen in anderen Teilen der Welt.“ Die Zeit vor Weihnachten biete die Gelegenheit, sich dieser Verantwortung bewusst zu werden: „Die gebastelten Sterne der Kinder erinnern an den Stern der Hoffnung, der Mut macht. Er weist auf Jesus in der Krippe zu Betlehem, der für uns Christus geworden ist. Machen wir uns auf den Weg zu ihm.“ 

„CO2 kennt keine Grenzen“ 
Der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn erinnerte daran, dass es sich Freiburg als Fairtrade-Stadt bereits zur Aufgabe gemacht habe, bei Beschaffungen auf faire und klimafreundliche Produkte zu achten: „Umwelt- und Klimaschutz sind uns sehr wichtig. Leider leben wir in einer unfairen Welt voller Grenzen, während CO2 keine Grenzen kennt. Jetzt, an Weihnachten, bekommen wir die Gelegenheit, etwas daran zu ändern. Wir können die Grenzen überwinden und Brücken schlagen hinaus in die Welt.“ 

Schmuck basteln und Lebenssituationen kennenlernen 
Mit der Aktion „Weihnachten Weltweit“ wollen die kirchlichen Hilfswerke Adveniat, Brot für die Welt, Misereor und das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ das Interesse für Kinder in anderen Lebenswelten wecken. Den Hilfswerken ist es wichtig, den Kindern, Erziehern, Lehrern sowie den Eltern eine Handlungsperspektive aufzuzeigen, um Not und Hunger in Ländern des Südens zu lindern. Bei der ökumenischen Mitmachaktion gestalten Kinder in Kindertageseinrichtungen, in der Schule oder der Kirche fair gehandelten Weihnachtsschmuck – Kugeln, Sterne, Herzen und Engel – aus Indien und Peru. Dabei erfahren sie, wie Gleichaltrige in anderen Ländern leben und Weihnachten feiern. 

Eröffnet wird die Aktion jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt – in diesem Jahr in Freiburg. Die Kinder vom evangelischen Familienzentrum Wiesengrün und dem katholischen Kindergarten Edith Stein erzählten, was sie bei der Aktion gelernt haben, sangen einige Advents- und Weihnachtslieder und schmückten anschließend gemeinsam mit Erzbischof Burger, Landesbischof Cornelius-Bundschuh und Oberbürgermeister Horn mit dem selbst gestalteten Schmuck Tannenbäume auf dem Weihnachtsmarkt. Ein Bläserensemble des katholischen Mädchengymnasiums St. Ursula in Freiburg begleitete das Programm musikalisch. 

Spende für Weihnachten Weltweit, Kakao und Weckmänner für die Kinder 
Die FWTM - Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe unterstützte die Aktion mit einer direkten Spende in Höhe von 500 Euro – dafür zieren die von den Kindern geschmückten Tannenbäume für die Dauer des Weihnachtsmarktes den Rotteck-Ring. Christine Mossoux, Projektkoordinatorin von „Weihnachten Weltweit“, nahm die Spende dankend entgegen: „Das Geld kommt direkt Kindern in unserem diesjährigen Partnerland Simbabwe zu Gute. Davon werden Unterrichtsmaterialien und Mahlzeiten in Schulen finanziert.“ 

Auch die Jungen und Mädchen der beteiligten Kindertageseinrichtungen erhielten eine kleine Belohnung: Bei Kakao und Weckmännern konnten sie sich nach dem Singen und Baumschmücken stärken. 

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat

steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Dazu arbeitet Adveniat entschieden in Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Getragen wird das Werk von hunderttausenden Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: Im vergangenen Jahr konnten rund 2.500 Projekte gefördert werden, die mit 40 Millionen Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen.

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