Pressemeldung vom 19. Januar 2017

8.000 Euro der Nikolausaktion von BDKJ-Stadtverband Köln und Adveniat für das indigene Volk der Kichwa in Ecuador

Der Präses des BDKJ Köln, Tobias Schwaderlapp überreicht als Nikolaus dem Leiter der Bildungsabteilung des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Heiner Ganser-Kerperin, 8.000 Euro der Nikolausaktion. Foto: Christina Weise/Adveniat

Köln/Essen. Einen Nikolaussack mit 8.000 Euro hat Tobias Schwaderlapp, der Präses des BDKJ-Stadtverbands Köln, dem Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat in Essen überreicht. Dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und Adveniat ist es gelungen, die Spendeneinnahmen durch die gemeinsame Nikolausaktion fast zu vervierfachen. Das Rekordergebnis wurde erreicht durch den Verkauf von Schoko-Nikoläusen aus fair gehandeltem Kakao auf den Weihnachtsmärkten in Essen, Gelsenkirchen, Herne und Hattingen sowie im Internet. Hinzu kommen Spenden, die Nikolausdarsteller für ihre Einsätze in Familien, Schulen und Kindergärten erhalten haben. Für ihren Einsatz fit gemacht, wurden die Darsteller in den Nikolausschulen von BDKJ und Adveniat.

Mit den 8.000 Euro werden die Kichwa-Indigenen am Fluss Napo im ecuadorianischen Amazonasgebiet unterstützt. Friederike Peters, Adveniat-Aktionspartnerin, die das Leben und die Situation der Kichwa beim 3. Bundesweiten Nikolaustreffen in Köln am 12. November 2016 vorgestellt hatte, arbeitet bereits seit zwanzig Jahren in Ecuador und seit sieben am Fluss Napo. Ihr Ziel: Mit verschiedenen Initiativen wie nachhaltigem Tourismus, Bildungsprojekten oder einer Kakao-Kooperative den Indigenen ihren Lebensunterhalt zu sichern. Denn dadurch können sie auch ihre Kultur, ihre Lebensweise bewahren und sich unabhängig von den Erdöl-Unternehmen machen, die ihre Lebenswelt verschmutzen und zerstören. Das Vorbild des teilenden Bischofs Nikolaus aus Myra, der mit den armen Menschen solidarisch ist, wird so mit der Nikolausaktion ins Heute übersetzt.

Die Anwältin der Indigenen

Im Nordosten Ecuadors erlebt  Friederike Peters die dramatische Realität der  „Naporuna“, der „Menschen vom Napo“. Sie hat sieben Jahre als Religionspädagogin und Entwicklungssoziologin mit ihnen gearbeitet. Friederike Peters unterstützt ein Projekt zur „Indigenenpastoral in Ecuador“.

Mehr über ihre Arbeit in Ecuador:
Portrait "Friederike Peters"

Nach dem diesjährigen Erfolg der Nikolaus-Aktion steht für den BDKJ-Stadtverband Köln und Adveniat fest: Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt und die Verbreitung des fairen Schoko-Nikolauses sowie die Fortbildung von Nikolaus-Darstellern sollen weitere Kreise ziehen.

Adveniat, das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Dazu arbeitet Adveniat entschieden in Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Getragen wird das Werk von Hunderttausenden Spenderinnen und Spendern. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: In den vergangenen Jahren konnten um die 2.500 Projekte pro Jahr gefördert werden, die im Schnitt mit jährlich rund 37 Millionen Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen.