Pressemitteilung vom 5. April 2017

Bischof Maldonado soll die Katastrophenhilfe in Mocoa ordnen

Adveniat stellt dem Bistum dafür 15.000 Euro zur Verfügung

Eine Schlammlawine hat große Teile der kolumbianischen Stadt Mocoa verwüstet.

Essen/Mocoa. „In Mocoa herrscht Chaos. Die Größe der Tragödie ist unvorstellbar. Die Bilder und Berichte, die in den Medien kursieren, bilden das wahre Ausmaß nicht ab.“ Das berichtet Padre Campo Elías de la Cruz unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der südkolumbianischen Stadt, die in der Nacht auf den 1. April durch eine Schlammlawine infolge von extremen Starkregen zu großen Teilen zerstört worden ist. Die bisherige Bilanz: 290 Tote, 332 Verletzte. Wie sich diese Zahlen entwickeln werden, ist unklar. Kolumbiens Katastrophenschutzbehörde hat in seinem aktuellen Lagebericht keine Zahl der Vermissten mehr angegeben.

Von Präsident Juan Manuel Santos bis zu den Farc, der größten Rebellengruppe des Landes, haben sich viele nun als Helfer präsentiert. Dennoch ist der Bischof von Mocoa-Sibundoy, Luis Albeiro Maldonado Monsalve, von den staatlichen Stellen vor Ort gebeten worden, die Hilfe zu koordinieren, wie Padre Campo Elías erklärt. Dazu hat Bischof Maldonado ein eigenes Konto eingerichtet. Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat hat bewusst auf diese Informationen von vor Ort gewartet, um zunächst zu erfahren, welche Hilfe benötigt wird und wie sie am besten bei den Menschen ankommt. „Adveniat kann sicher sein, dass die nun bereitgestellten 15.000 Euro den Gemeinden zugutekommen, die es jetzt am nötigsten haben“, versichert Bischof Maldonado.

"Die Kirche ist bei den Menschen"

Dass die Menschen und Behörden vor Ort lediglich der Kirche wirklich vertrauen, wundert den Adveniat-Experten Thomas Jung nicht. Er hat 27 Jahre lang in dieser Region im Süden Kolumbiens gelebt und die Vernachlässigung der Menschen selbst erfahren: „Der Staat war in den vergangenen Jahrzehnten nicht präsent. Die Menschen haben schwer unter den Kämpfen zwischen den verschiedenen Rebellengruppen, den Paramilitärs und Regierungstruppen gelitten.“ Auch in der aktuellen Situation sei die Kirche die Institution, die nicht die eigenen Interessen, sondern die Menschen im Blick hat. „Die Kirche ist bei den Menschen, lindert die Not der zahlreichen obdachlosen Familien, und Notfall-Seelsorger begleiten die traumatisierten Angehörigen der Toten“, berichtet Thomas Jung vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat.

So können Sie helfen!

Adveniat trägt die Hilfe bis in den letzten Winkel des Landes, um auch die am stärksten Betroffenen zu unterstützen, z.B. mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten.  

Helfen Sie mit - mit Ihrer Spende!

Adveniat-Spendenkonto 17345
bei der Bank im Bistum Essen (BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: „Überschwemmungen Kolumbien“
BIC: GENODED1BBE
IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45

Pressekontakt Adveniat

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