Adveniat-Projekte

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Die Arbeit von Adveniat

Adveniat fördert die Arbeit der katholischen Kirche in Lateinamerika und der Karibik zugunsten von armen und benachteiligten Menschen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es insgesamt 2.817 Projekte, die mit rund 37 Millionen Euro unterstützt wurden. Dazu kamen Rahmenbewilligungen für Maßnahmen in Folge der Erdbeben in Haiti und Chile in Höhe von 2.659.780,00 Euro.

Adveniat bietet von sich aus keine Projekthilfen an oder schlägt keine Projekttypen vor. Die Initiativen und Vorschläge kommen aus Lateinamerika und der Karibik und werden dann in der Adveniat- Geschäftsstelle in Essen geprüft. Dabei müssen die Anträge vor allem drei Anforderungen genügen:

Schwerpunkte liegen in der Aus- und Weiterbildung kirchlicher Fachkräfte, in der Schaffung einer Infrastruktur (Gemeindezentren, Bildungshäuser, Kapellen, Transportmittel), in der Unterstützung von Ordensleuten und Laienverbänden sowie in der Förderung kirchlicher Medien, die von Staat und Wirtschaft unabhängig sind.

1. Anliegen werden in Lateinamerika formuliert

Adveniat denkt sich keine Projekte aus. Die allermeisten entstehen in den Gemeinden, nicht aus „übergeordneten Strukturen“. Adveniat fördert demnach nicht einige wenige Großvorhaben, sondern viele kleinere Projekte.

2. Die Projekte kommen den Armen zugute

Da Adveniat die „vorrangige Option für die Armen“ der Kirche in Lateinamerika teilt, werden bei den Länderbudgets Armutsindikatoren berücksichtigt. Adveniat setzt regionale Schwerpunkte.

3. Sie müssen einen Eigenanteil bei der Finanzierung vorweisen

Die Projektpartner sollen nicht privilegiert, sondern in ihrer Arbeit unterstützt werden. Dazu gehört eine Eigenleistung, die der Projektpartner entsprechend der Verhältnisse (ökonomisch sozial) in denen er lebt, aufbringen kann.

Hilfe zur Selbsthilfe

Neben der klassischen Unterstützung der basis- und armenorientierten Projekte fördert Adveniat auch Initiativen, die Gemeinden und Bistümern in lateinamerikanischen Ländern den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit bereiten: Projekte wie „Dízimo“ (Brasilien), „Compartir“ (Argentinien), „1% CALI“ (Chile) und „Diezmo“ (Peru) sind erfolgreiche Beispiele.

Priesteraltersversorgung in Lateinamerika und der Karibik

Jahrzehntelang setzen sich Priester in Lateinamerika für andere Menschen ein. Viele von ihnen engagieren sich fast ihr ganzes Leben lang vor allem für Menschen in schwierigen Situationen. Doch im Alter droht vielen Diözesanpriestern in Lateinamerika selbst das Nichts. Denn im Gegensatz zu ihren Amtsbrüdern in Deutschland verfügen sie über keinerlei Krankenoder Rentenversicherung. Daher unterstützte Adveniat schon kurz nach seiner Gründung den Aufbau einer Altersversorgung für Priester. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bischofskonferenzen entstanden in Bolivien, Nicaragua, Puerto Rico, Uruguay, Costa Rica und Ecuador Rentenversicherungssysteme, die sich selbst finanzieren. Elf weitere Länder sind auf dem besten Weg dazu. Adveniat berät sie dabei und unterstützt sie finanziell. Im vergangenen Geschäftsjahr flossen 826.332 Euro in die Priesteraltersversorgung.