Aspekte der Projektförderung

Adveniat fördert die Arbeit der katholischen Kirche in Lateinamerika und der Karibik zugunsten von armen und benachteiligten Menschen. Im vergangenen Geschäftsjahr (2010/2011) waren es insgesamt 2.859 Projekte, die mit rund 39,7 Millionen Euro gefördert wurden.

Schwerpunkte liegen in der Aus- und Weiterbildung kirchlicher Fachkräfte, in der Schaffung einer Infrastruktur (Gemeindezentren, Bildungshäuser, Kapellen, Transportmittel), in der Unterstützung von Ordensleuten und Laienverbänden sowie in der Förderung kirchlicher Medien, die von Staat und Wirtschaft unabhängig sind.

Adveniat bietet von sich aus keine Projekthilfen an oder schlägt keine Projekttypen vor. Die Initiativen und Vorschläge kommen aus Lateinamerika und der Karibik und werden dann in der Adveniat-Geschäftsstelle in Essen geprüft. Dabei müssen die Anträge vor allem drei Anforderungen genügen:

1. Anliegen werden in Lateinamerika formuliert
Adveniat kreiert keine Projekte. Die allermeisten entstehen in den Gemeinden, nicht aus „übergeordneten Strukturen“. Adveniat fördert demnach nicht einige wenige Großvorhaben, sondern viele kleinere Projekte.

2. Die Projekte kommen den Armen zugute
Da Adveniat die „vorrangige Option für die Armen“ der Kirche in Lateinamerika teilt,
werden bei den Länderbudgets Armutsindikatoren berücksichtigt. Adveniat setzt regionale Schwerpunkte.

3. Sie müssen einen Eigenanteil bei der Finanzierung vorweisen
Die Projektpartner sollen nicht privilegiert, sondern in ihrer Arbeit unterstützt werden. Dazu gehört eine angemessene Eigenleistung des Projektpartners.