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Basisgemeinden sorgen für frischen Wind

Kinder im Projekt in Bolivien

Bolivien/Tarija. Tarija ist die südlichste Stadt Boliviens und Hauptstadt des gleichnamigen „Departamento“, das an Argentinien und Paraguay grenzt. Die Bischofsstadt zählt rund 200.000 Einwohner, die überwiegend katholisch sind. Vor sieben Jahren kam ein Missionsteam der Maristen nach Tarija, die frischen Wind ins christliche Gemeinschafts- und Glaubensleben brachten. Sie ließen sich in der Pfarrei Santísimo Nombre de María im Stadtteil La Marmora nieder und gründeten von hier aus zahlreiche Basisgemeinden.

Basisgemeinden sind kleine, pulsierende Zellen christlicher Gemeinschaften, die bei weitem nicht die Mitgliederstärke einer Pfarrei erreichen. In Gruppen von etwa 30 bis 200 Gläubigen treffen sie sich regelmäßig zu Gebet und Gottesdienst, um aus der Bibel Kraft für ihr tägliches Leben zu schöpfen. Dabei wird die soziale Realität unter dem Blickpunkt christlicher Botschaft und Nächstenliebe reflektiert. Die Basisgemeinden entstanden in Lateinamerika in den 70er Jahren als Antwort der Katholiken auf Ungerechtigkeit und Armut.

Der Kurs im Projekt in Bolivien

Die Arbeit der Maristen – zwei Brüder und zwei Laien mit ihren Familien – beschränkt sich nicht allein auf den Stadtteil, denn zur  Pfarrei gehören darüber hinaus zehn weitere kleine Ortschaften im Umland von Tarija. Mittlerweile hat die Pfarrei insgesamt zwölf Basisgemeinden, die von den Maristen begleitet werden. Im vergangenen Jahr begann das Missionsteam daher mit der Gründung neuer Basisgemeinden in benachbarten Pfarreien. Die intensive Begleitung der Gruppen schließt die Ausbildung der Gemeindeleiter und Ehrenamtlichen mit ein, deren Zahl mittlerweile auf 40 angewachsen ist.

In diesem Jahr wollen die Maristen drei Kurse und drei Treffen für die Verantwortlichen der Basisgemeinden durchführen. Hinzu kommen drei viertägige Seminare, die im Zentrum der Maristen stattfinden. Für Lektoren, Katecheten und Ehrenamtliche in weiteren Aufgabenbereichen werden zudem drei Wochenendkurse angeboten. Neben diesen Ausbildungsangeboten führen die Missionare regelmäßig vor Ort Reflexionstreffen durch und feiern Gottesdienste mit den Basisgemeinden. Einmal jährlich findet ein großes Basisgemeindetreffen statt.

Die Arbeit der Maristen mit den Basisgemeinden ist eine wertvolle Hilfe für die betreuten Pfarreien und belebt die Gemeinschaft der Gläubigen. Aus den Basisgemeinden erwächst soziales und politisches Engagement zugunsten der Armen und Benachteiligten. Damit die Maristen ihre Arbeit – wie geplant – fortführen können, ist daher ein Zuschuss von 4.000 Euro notwendig!

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Tarija BOL

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