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Bildungschancen für indigene Jugendliche

Guatemala/El Quiché. Im Hochland von Guatemala leben hauptsächlich Indígenas, zu deutsch Ureinwohner, verschiedener Volksgruppen der Maya in kleinen Dorfgemeinschaften, die ein sehr einfaches, entbehrungsreiches Leben als Kleinbauern führen. Was sie erwirtschaften, reicht gerade, um die eigene Familie zu ernähren. Bildungsmöglichkeiten gibt es kaum, weshalb viele junge Menschen ihre angestammten Dörfer verlassen und in die Stadt oder ins Ausland ziehen, wo sie sich Arbeit und Zukunft versprechen.

Doch allzu oft werden ihre Erwartungen enttäuscht. Der Weg über Mexiko nach Nordamerika ist gefährlich, denn unterwegs haben es Räuber auf die Migranten abgesehen, und der illegale Grenzübertritt kostet viele sogar das Leben. Auch in den Städten geht es den meisten nicht besser. Entwurzelt und verarmt stranden sie in den Armenvierteln der Vororte, die weder Infrastruktur noch Arbeitsplätze bieten.

Bildungsarmut gehört zu den wesentlichen Ursachen der Migration und ihren leidvollen Folgen. Deshalb haben Maristen-Ordensbrüder in der Hochlandregion  El Quiché in dem Städtchen Chichicastenango im Jahr 2001 eine Berufsfachschule für indigene Jugendliche gegründet, an der Bauzeichnen, Automechanik, Schneiderei und EDV unterrichtet wird. Die dreijährige Ausbildung schließt mit dem Titel „Bachelor“ ab und ist staatlich anerkannt. Derzeit sind 325 Jugendliche eingeschrieben, die während der Ausbildungszeit im institutseigenen Internat wohnen. Bis auf wenige gehören die meisten Schülerinnen und Schüler der Ethnie der K’iché an, nach der auch der Regierungsbezirk El Quiché benannt ist.

Die Maristen legen Wert darauf, berufskundliches Wissen mit Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen zu verbinden. Ziel ist es, die jungen Menschen zu befähigen, in ihren Heimatgemeinden Verantwortung im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich zu übernehmen. Dazu werden sie zu Jugendleitern ausgebildet, damit sie ihre Erfahrung und ihr Wissen an die Jüngeren in ihren Dörfern weitergeben. Nur die Stärkung des kulturellen Selbstbewusstseins und die Besinnung auf ureigene Wurzeln können langfristig das Überleben der indigenen Gemeinschaften im Hochland Guatemalas sichern. Adveniat trägt zu dem differenzierten Bildungsprogramm mit einem Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro bei, der für Verpflegung, Unterbringung, didaktische Materialien und Transportkosten benötigt wird.

Die pädagogische Arbeit der Maristen ist eine wirksame Maßnahme gegen die Abwanderung der jungen Generation aus dem Hochland Guatemalas. Nur wenn die Jugendlichen langfristig Zukunftschancen in ihrer Heimat sehen, wird die Kultur der K’iché erhalten bleiben – mit Ihrer Hilfe! 

ADVENIAT-Spendenkonto 345

bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Bildung GUA

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