Adveniat-Projekte

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Chancengleichheit für Kinder aus armen Familien

Ausbildungskurs zu Jugendleitern

Bolivien/La Paz. Wie erfolgreich Kinder und Jugendliche in der Schule lernen, hat unmittelbar mit ihrer sozialen Herkunft zu tun. Wenn bereits die Eltern Abitur gemacht haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch die Kinder die Schule erfolgreich abschließen. Das gilt für Deutschland genauso wie für Bolivien. Nur, dass in Bolivien die Unterschiede zwischen reichen und armen Familien noch viel extremer sind als hier. Ohne zusätzliche Unterstützung hat kaum ein Kind aus armen Verhältnissen die Chance, seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert zu werden.

In der Hauptstadt La Paz hat sich eine von Jesuiten getragene Initiative zur Aufgabe gemacht, für mehr Chancengleichheit unter den Schülerinnen und Schülern der staatlichen Schulen zu sorgen. Mit diesem Ziel wurde vor rund 20 Jahren das ‚Centro de Multiservicios Educativos’ (CEMSE) als außerschulisches Zentrum für ergänzende Fördermaßnahmen gegründet. Heute kooperiert es mit 45 staatlichen Schulen in der unmittelbaren Umgebung, an denen etwa 20.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Die meisten kommen aus den armen Siedlungen an den Hängen zwischen dem Stadtzentrum und der Hochebene.

Ausbildungskurse zu Jugendleitern

Ausbildung von Jugendleitern

CEMSE unterstützt die Jugendlichen nicht nur in ihrer schulischen Entwicklung, sondern sorgt sich parallel auch um Gesundheitsfürsorge und die Förderung ethischer und demokratischer Werte. Jedes Jahr werden rund 200 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zu Jugendleitern ausgebildet, die den jüngeren Schülern Nachhilfeunterricht geben. Die Ausbildung erfolgt in Gruppen mit 25 bis 30 Jugendlichen, die freiwillig pro Halbjahr zusätzliche 40 Unterrichtsstunden absolvieren. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit ist die Jugendleiterausbildung abgeschlossen. Von da an begleiten und betreuen die Jugendleiter jüngere Schülerinnen und Schüler in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung. Ein erfolgreiches Projekt, von dem derzeit rund 3.000 Kinder und Jugendliche aus armen Familien profitieren.

Medizinische Grundversorgung

Doch Leistungsfähigkeit und Lernbereitschaft hängen nicht allein von der Qualität des Nachhilfeunterrichts ab. Auch die körperliche Gesundheit und Entwicklung der Kinder spielen eine wichtige Rolle. Deshalb bietet CEMSE Schülern aus armen Familien eine kostenlose medizinische Grundversorgung an, dazu gehören z. B. Zahnbehandlungen, Impfungen und der Gesundheitscheck beim Kinderarzt. Kinder und Eltern werden informiert über Ursachen von Krankheiten, wie man am besten Vorsorge betreibt und wie man sich vor Ansteckung schützt.

Vermittlung ethischer und demokratischer Prinzipien

Neben dem Unterricht bietet CEMSE den Schülerinnen und Schülern Werkstattveranstaltungen und Kurse an, die sich mit ethischen und religiösen Themen beschäftigen. Dabei erhält die Erziehung zu demokratischen Werten einen besonderen Stellenwert.

Adveniat beteiligt sich mit jährlich 6.000 Euro an der Ausbildung von 200 neuen Jugendleitern. Der Zuschuss ist notwendig, damit die Honorare der hauptamtlichen Mitarbeiter von CEMSE sowie Büro- und Schreibmaterial bezahlt werden können. Erst die qualifizierte Arbeit der Fachkräfte macht die Arbeit von CEMSE so erfolgreich. Davon zeugt ein großes Netz Freiwilliger an den Schulen, die aufgrund ihrer profunden Ausbildung mit viel Engagement und Sachkenntnis Schülerinnen und Schülern aus schwachen Familien unter die Arme greifen. Helfen auch Sie mit Ihrer Spende!

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Jugendleiter BOL

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