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Religionsunterricht Ecuador

Den Glauben an Gott lebendig halten

Projekt Religionsunterricht Ecuador: Gruppe
Projekt Religionsunterricht Ecuador: Gruppe

Ecuador/Napo.  Es ist 8 Uhr morgens. Alle Schüler der 10. Klasse sitzen auf ihren Plätzen, die Lehrerin überprüft die Anwesenheit und schreibt dann drei Fragen an die Tafel: Wo kommen wir her? Wozu leben wir? Wie sollen wir leben? Diese Szene aus dem Religionsunterricht könnte sich in jedem Klassenzimmer der Welt abspielen. Wir befinden uns aber in Ecuador. Hier ist es gar nicht so selbstverständlich, dass Religion unterrichtet wird, da es bis vor wenigen Jahren gesetzlich verboten war.
 
In Ecuador wird zwischen Staat und Kirche streng getrennt. Die Ursachen dafür liegen in der Vergangenheit. Lange Zeit herrschte zwischen der Kirche und staatlichen Institutionen ein angespanntes Verhältnis, das sich auch heute noch auf den Umgang miteinander auswirkt. 1994 konnte die Kirche zumindest den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen durchsetzen. Sie muss die Ausbildung und Bezahlung der Lehrer allerdings selbst übernehmen.

Projekt Religionsunterricht Ecuador: Auf dem Schulhof
Projekt Religionsunterricht Ecuador: Auf dem Schulhof

In der Provinz Napo organisiert das Apostolische Vikariat den Unterricht. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Region im Tiefland Ecuadors der italienischen Kongregation der „Josefinos“ als Missionsgebiet anvertraut. Der Schulorden begann sofort mit dem Aufbau von Bildungsstätten unter den Eingeborenen. Heute betreuen sie 128 teilstaatliche Missionsschulen mit über 14.000 Schülern. Zudem versuchen die “Josefinos“ das Bildungsprogramm auf rein staatliche Schulen auszuweiten. Da ihnen allerdings nur wenig Geld zur Verfügung steht, bitten sie ADVENIAT um finanzielle Unterstützung. Die Zahl der Religionslehrer konnte bereits von 90 auf 140 gesteigert werden. Dabei kommt es den Verantwortlichen weniger auf die Masse der Lehrer an, sondern auf eine fundierte Ausbildung. Mit großer Sorgfalt bereiten sie die angehenden Lehrer auf ihre zukünftige Aufgabe vor. Zudem arbeiten sie als Seelsorger in den Gemeinden im Umkreis.

Die “Josefinos“ tragen viel dazu bei, dass der Glaube in der ecuadorianischen Gesellschaft lebendig bleibt. Immer mehr Schüler, auch an staatlichen Schulen, profitieren davon. Werteerziehung ist ein wichtiger Bestandteil des Stundenplans. Woher der Mensch kommt und wozu er lebt, sind elementare Fragen, auf die der Religionsunterricht Antworten geben kann. Vor allem aber wird den Schülern gezeigt, dass Kirche und Glaube einen praktischen Bezug zum Leben haben.

Lediglich eine symbolische Aufwandsentschädigung von 0,40 US-Dollar pro Unterrichtsstunde erhalten die Lehrerinnen und Lehrer. Im Jahr sind das rund 23 Euro. Da das Bildungsprogramm für einen Zeitraum von drei Jahren angelegt ist, benötigen die “Josefinos“ für alle Lehrer zusammen 9.000 Euro.

Dabei zählt ADVENIAT auf Ihre Hilfe. Unterstützen Sie die Ausbildung von Religionslehrern in Ecuador!

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Religionsunterricht ECU

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