Die Würde der Frau bewahren
Dominikanische Republik/Baní. Von Sextourismus und Prostitution ist oft im Zusammenhang mit Thailand oder den Philippinen die Rede. An die Dominikanischen Republik denkt dabei kaum jemand, obwohl der kleine Inselstaat an vierter Stelle der Länder steht, in denen die größte Anzahl Prostituierter registriert wird – mit steigender Tendenz. In der Diözese Baní, an der karibischen Südküste der Halbinsel kümmern sich vier Ordensschwestern aus der Kongregation der „Oblatas del Santísimo Redentor“ um Frauen und Mädchen, die ihren Körper für Geld verkaufen oder in Gefahr geraten, in die Prostitution abzugleiten. Adveniat unterstützt die schwierige Arbeit der Ordensfrauen.

Fast überall auf der Welt sind Ordensfrauen dieser Kongregation tätig, um Frauen zu helfen, die als Prostituierte oft in unwürdigen Bedingungen leben müssen, ausgebeutet werden und unter psychischen und körperlichen Krankheiten leiden. Professionelle Hilfe tut Not. Deshalb wird die kleine Gemeinschaft der „Oblatas“, die in der Dominikanischen Republik Frauen aus dem Prostituiertenmilieu betreut, von einem Team von vier Lehrerinnen und einer Gruppe Freiwilliger unterschiedlicher Berufsrichtungen unterstützt. Darüber hinaus helfen auch drei Novizinnen mit, die sich auf den Eintritt ins Ordensleben vorbereiten.
Die Frauen erhalten psychologische Hilfe, spirituelle Begleitung und werden über ihre Menschen- und Bürgerrechte aufgeklärt. Außerdem besteht für die Frauen und Mädchen die Möglichkeit, einen Schulabschluss zu bekommen und eine Lehre (Kosmetik, Handarbeit) zu beginnen. Auch das Thema „Behandlung und Vorbeugung von AIDS“ und anderen Geschlechtskrankheiten spielt eine wichtige Rolle. Durch all diese Faktoren erlangen die Frauen ein stärkeres Selbstvertrauen, so dass sie sich (mit entsprechender Berufsbildung) zutrauen, in anderen Bereichen ihr Einkommen zu suchen. Nicht nur die Frauen selbst, auch die Familien der Prostituierten werden über die Gefahren des HI-Virus informiert, um Ansteckungen zu vermeiden und Vorurteile gegenüber infizierten Frauen abzubauen. Für diese umfassende Bildungsarbeit steht den Ordensfrauen das „Centro Nuestra Esperanza“ – zu deutsch „Zentrum unserer Hoffnung“ – zur Verfügung, das durch staatliche Hilfen, Spenden und aus Mitteln der Kongregation unterhalten wird.
Um einen ersten Kontakt zu den Frauen und Mädchen zu bekommen, suchen die Ordensschwestern sie dort auf, wo sie ihre Dienste anbieten, wie z. B. in Hafengegenden und auf Strandpromenaden, in Cafés und Bars. Eine wichtige Anlaufstelle sind auch die öffentlichen Gesundheitszentren.
Von Adveniat erbitten die Schwestern vor allem eine Beihilfe für die Verstärkung der Arbeit mit minderjährigen Prostituierten und Mädchen, die gefährdet sind, in die Prostitution abzugleiten. Geplant sind Alphabetisierungskurse, psycho-soziale Einzel- und Gruppentherapien, die Begleitung von gefährdeten Minderjährigen und ihren Familien sowie die Anschaffung didaktischer Materialien. Darüber hinaus fallen Honorarkosten für die Sekretariatsarbeit im „Zentrum unserer Hoffnung“ an. 9.000 Euro können die Schwestern aus eigenen Mitteln aufbringen, Adveniat wird um einen Zuschuss von 14.000 Euro gebeten.
Vor dem Hintergrund anhaltender Zuwanderung aus den ländlichen Gebieten in die Städte, hoher Arbeitslosigkeit, mangelnder Ausbildungsmöglichkeiten und einem zunehmenden Werteverfall in der dominikanischen Gesellschaft ist das Engagement der Ordensfrauen von großer Bedeutung. Immer mehr Frauen und auch Männer sehen sich mangels anderer Verdienstmöglichkeiten gezwungen, ihren Körper für Geld zu verkaufen und verlieren dabei ihre Selbstachtung.
Ziel der Ordensschwestern ist es, Alternativen aufzuzeigen und den Frauen zu helfen, sich aus dem Milieu der Prostitution zu befreien.
Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Ordensfrauen mit Ihrer Spende!
ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen e.G.
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Frauen DOM REP
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