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Ein bleibendes Zuhause für Waisen

Uruguay. Waisenkinder müssen auf das Wichtigste im Leben eines Kindes verzichten: die Nähe der Eltern. Was diese kleinen Menschen schon in ihren ersten Lebensjahren entbehren, zeichnet sie für ein ganzes Leben. Urvertrauen, Sicherheit und Bindung werden sie auch als Erwachsene schwer erfahren und weitergeben können. Ein wesentliches Stück Heimat ist ihnen genommen...

In dieser Verlassenheit wollen Waisenhäuser ihren Schutzbefohlenen ein zweites Zuhause sein. Hier können sie essen, schlafen, sich waschen und zur Schule gehen. Hier erfahren sie außerdem, dass es Menschen gibt, die sich um sie sorgen. Kein wirklicher Ersatz für die Eltern, aber ein äußerer Schutzrahmen, der die Waisen davor bewahrt, auf sich allein gestellt zu sein. Das ist auch das Anliegen des Waisenhauses „Talitá Kum“ in San José de Mayo. Doch sein Fortbestehen ist nicht gesichert.

Bei der Gründung von „Talitá Kum“ musste es ganz schnell gehen. Zu groß war die Notwendigkeit. Doch weil dem Bistum noch kein Haus für die Kinder zur Verfügung stand, wurde kurzerhand ein Teil des Exerzitienhauses „Juan XXIII“, für dessen Erweiterung Adveniat 2002 eine Beihilfe in Höhe von 25.000 Euro gegeben hatte, zum Waisenhaus umfunktioniert. Diese Lösung war nur vorübergehend, denn nun soll das Haus wieder ausschließlich für Exerzitien genutzt werden. Außerdem erschwert seine Lage, fünf Kilometer außerhalb der Stadt, den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder.

Der Ortsbischof hat nun vorgeschlagen, eine ehemalige Schule in San José zum Sitz von „Talitá Kum“ zu machen. Dafür muss das Gebäude an die Bedürfnisse eines Waisenhauses angepasst werden. Die Elektro- und Sanitärinstallationen müssen modernisiert, Toiletten erneuert werden. Außerdem sollen eine Zwischendecke und einige tragende Säulen eingezogen werden. Um Raum für einen Speisesaal zu schaffen, müssen einige Wände versetzt werden. Zuletzt soll neu verputzt und angestrichen werden. Die Gesamtkosten für die Instandsetzung betragen 157.000 Euro.

Dass das Bistum „den schwächsten Gliedern der uruguayischen Gesellschaft nun eine Heimat in der ehemaligen Schule geben will“, spricht für seine sozialpastorale Orientierung, findet Adveniat-Länderreferent Michael Kuhnert. Erfreulich sei auch, dass der dringend erforderliche Umbau durch andere Sponsoren und Gönner mitfinanziert wird. Adveniat will das Waisenhaus mit 35.000 Euro unterstützen. Helfen Sie mit!

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Talitá Kum URU

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