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Ein glaubhaftes Zeugnis geben

Panama/Bistum David. Die schmale Landenge Panama, die Süd- und Mittelamerika miteinander verbindet, wird von den Cordilleras durchzogen, einer Gebirgskette, die sich vom äußersten Süden Argentiniens bis nach Nordamerika erstreckt. In der panamaischen Cordillera Central leben hauptsächlich Indigene – zu deutsch Ureinwohner, die aufgrund der Abgeschiedenheit ihres Lebensraumes ihre ursprünglichen Traditionen und Bräuche sowie ihre eigene Sprache bis heute bewahrt haben.

Ein Beispiel dafür ist die Ethnie der Guaymíes im Norden der Cordillera im Bistum David. Rund 25.000 Angehörige dieses Volkes leben auf dem Gebiet der Pfarrei von Tole, die sich auf rund 1.320 km² ausdehnt. In der Ortschaft Llano Nopo, die zwei Tagesreisen zu Fuß oder mit dem Pferd nördlich von Tole in der Hochebene Río Tabasada liegt, arbeiten vier Ordensschwestern von der Kongregation der Hermanas Lauritas. Seit 1967 sind sie hier im Einsatz.

Ihnen verdanken die Bewohner eine Gesundheitsstation und eine Schule, in der rund 220 Schüler bis zum siebten Schuljahr unterrichtet werden. Nach Schulschluss finden hier Bildungskurse für Erwachsene statt, wie zum Beispiel Nähkurse für Frauen. Durch den Verkauf von selbstgefertigten Kleidern und Taschen tragen die Frauen zum Unterhalt ihrer Familien bei und sichern sich ein eigenes, kleines Einkommen. Die Ordensschwestern vermitteln auch praktische Kenntnisse für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte sowie deren Verarbeitung. Beim Ofenbau packen die Schwestern selbst mit an, wenn es darum geht, zu zeigen, wie Stein auf Stein gesetzt wird. In Kursen vermitteln sie die richtige Anwendung von Heilkräutern zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten.
Darüber hinaus legen die Ordensschwestern einen Schwerpunkt auf die Jugendarbeit und bilden Wortgottesdienstleiter aus. Das ist auch notwendig. Denn der Pfarrer kommt nur selten zu Besuch. Noch viel seltener ist er in den dazu gehörenden 20 Dörfern und Siedlungen zu Gast, die im weiteren Umkreis von Llano Nopo liegen. Ohne die Ehrenamtlichen gäbe es in diesen Ortschaften monatelang weder Beerdigungen noch Gottesdienste.

Mit ihrem Engagement für die Bewohner dieser Region, die zu den Ärmsten in Panama zählen, geben die Ordensfrauen ein glaubhaftes Zeugnis von der Botschaft des Evangeliums. Sie selbst leben in sehr bescheidenen Verhältnissen, mitten unter den Menschen, für die sie sich einsetzen.

Zu einem großen Teil finanziert das Bistum David die Unterhaltskosten der Ordensschwestern. Für zwei Jahre belaufen sich die Ausgaben auf insgesamt 16.000,00 Euro. Adveniat trägt mit 5.000,00 Euro dazu bei und bittet um Ihre Mithilfe.

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen e.G.
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Ordensfrauen PAN

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