Einsatz für die „Papierlosen“
Die Kommission für Migrantenseelsorge in Mexiko
Mexiko. Mehr als eine Million Menschen versuchen jährlich ohne Dokumente von Mexiko über die Grenze in die USA zu gelangen. Die meisten von ihnen stammen aus Mexiko oder dem benachbarten Mittelamerika. Auf ihrem Weg müssen sie große Gefahren und Entbehrungen auf sich nehmen. Sie drohen zu verdursten, erleiden Misshandlungen, werden entführt oder ausgeraubt. Nur etwa 400.000 Auswanderer erreichen ihr Ziel, die meisten werden von der Grenzpolizei aufgegriffen und in ihr Heimatland zurückgeschickt. Jahr für Jahr bezahlen hunderte Menschen den Versuch, die Grenze zu übertreten, mit ihrem Leben.
Die Kirche in Mexiko sieht dabei nicht tatenlos zu. Bereits seit Jahren macht sich die Bischofskonferenz – in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche in den USA – für die Rechte der Migranten stark. Sie kämpft gegen Rechtlosigkeit und die Willkür der Behörden, prangert Misshandlungen und Menschenrechtsverletzungen an. Darüber hinaus unterhält die Kirche eine Reihe von Auffangstätten und sorgt sich um die täglichen Nöte der Migranten. Wie hoch die Bischofskonferenz das Problem einstuft, zeigt sich unter anderem darin, dass sie dem Thema „Migration“ eine eigene Kommission widmet: die Bischöfliche Kommission für Migrantenseelsorge („Pastoral de la Movilidad Humana“). Sie bemüht sich darum, dass Gesellschaft und Politik am Schicksal der Migranten Anteil nehmen.
Koordiniert werden die vielfältigen Initiativen auf Bistums- und Gemeindeebene vom Sekretariat der Migrantenpastoral in Mexiko-Stadt. Zu den Aufgaben des Sekretariats gehören die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und die Erstellung von Studien und Statistiken zur Lage der Migranten. Durch die landesweite Vernetzung sollen die Mitarbeiter in den einzelnen Gemeinden an den Erfahrungen der anderen teilhaben und voneinander lernen. Ziel ist eine Erweiterung der Vernetzung mit den karibischen, zentralamerikanischen und US-amerikanischen Bischofskonferenzen. Außerdem sollen aus den USA zurückgeschickte Migranten mehr Unterstützung bei der Wiedereingliederung in die mexikanische Gesellschaft bekommen und Projekte gefördert werden, die sich der Suche derjenigen widmen, die auf dem Weg verschwunden sind.
Adveniat unterstützt die wichtige Arbeit der Kommission für Migrantenseelsorge seit 2002.
Einsatz für Migranten braucht Unterstützung
Damit die Kommission für Migrantenseelsorge ihre wichtigen und dringlichen Aufgaben erfüllen kann, ist ein Zuschuss von 12.000 Euro notwendig. Dabei bitten wir um Ihre Mithilfe!
ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Migranten MEX
Oder








