Frauen gestalten Zukunft
Ecuador. Die Küstenstadt Guayaquil wächst jährlich um mehrere 10.000 Einwohner. Ständig entstehen neue Armutsviertel an den nördlichen Rändern der Großstadt, in denen das Verbrechen regiert. Gewalt und Aggression finden hier einen optimalen Nährboden. Drogenkriminalität, Entführungen, Überfälle und Morde bestimmen den Alltag. Jugendbanden, deren Mitglieder weder Arbeit noch Zukunft sehen, haben das Kommando übernommen.
Mitten in diesem Milieu arbeitet das Sozialwerk „Hogar de Cristo“ – eine Initiative, die auf den chilenischen Jesuitenpater Alberto Hurtado zurückgeht. Zunächst haben die Mitarbeiter des Sozialwerks in Ecuador versucht, die menschenunwürdige Wohnsituation in den Armutsvierteln zu verbessern. Seit 1975 wurden mehr als 100.000 einfache, zweigeschossige Häuser aus Bambus gebaut.
Doch das änderte nichts an der Perspektiv- und Arbeitslosigkeit ihrer Bewohner. Daher hat Hogar de Cristo damit begonnen, Kleinkredite – hauptsächlich an Frauen – zu vergeben. Inzwischen gibt es mehr als 6.000 Kleinunternehmerinnen, Tendenz steigend. Viele Frauen bilden Kooperativen, so dass sich die Mitglieder beim Aufbau einer eigenen Existenz gegenseitig stützen können. Parallel hierzu entstehen Gesundheitsstationen und Schulen.
Um die Eigeninitiative und Selbstorganisation der Menschen zu stärken, wird jetzt ein Begleitprogramm aufgelegt. Dabei erhalten die Frauen, die sich bereits in Kooperativen zusammengeschlossen haben, eine tragende Rolle. Sie werden als Multiplikatoren ausgebildet, um zukünftig aktiv in den fünf nördlichen Stadtrandpfarreien mitzuarbeiten.
Bereits mehr als 3.000 Frauen und auch Männer haben an den Kursen teilgenommen. Zu den Themenschwerpunkten gehören Persönlichkeitsbildung, Soziallehre der Kirche, aber auch Bibelarbeit und Sakramentenunterricht. Im Vordergrund steht die Vermittlung christlicher Werte und dahinter die Hoffnung, dass inmitten eines Klimas von Gewalt und Brutalität der „Samen des Friedens“ aufgehe.
Aufbau wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen
Konkrete Hilfe auf der einen Seite und der Aufbau wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen auf der anderen Seite – das ist das erfolgversprechende Konzept dieser Arbeit, von dem sich der zuständige Adveniat-Länderreferent bei seinen Besuchen persönlich überzeugen konnte.
Das Projekt wird über 2 Jahre mit einer Summe von 30.000 Euro gefördert. Dabei bitten wir um Ihre Mithilfe!
ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Bildung ECU
oder









