„Gesandte des Wortes“ verkünden die Botschaft

Honduras/Juticalpa. Die Ausbildung von Wortgottesdienstleitern hat in Honduras eine lange Tradition. Oft sind die Pfarreien flächenmäßig groß und die Gemeinden weit verstreut. Nicht überall kann der Pfarrer jeden Sonntag einen Gottesdienst feiern, denn manche Gemeinden liegen bis zu zwei Tagesreisen vom Pfarrsitz entfernt. Oft vergehen Monate, bis der Pfarrer eine abgelegene Gemeinde wieder besuchen kann. Die Organisation des Gemeindelebens und auch die Feier der Gottesdienste liegen derweil in der Hand von ausgebildeten Laien – den so genannten „delegados de la palabra“. Das heißt zu deutsch „Gesandte des Wortes“.
Auch in der Pfarrei Nuestra Señora de Suyapa im Bistum Juticalpa spielen die „delegados de la palabra“ eine wichtige Rolle. Die ländlich geprägte Pfarrei hat insgesamt 30.000 Einwohner und besteht aus 65 kleinen Gemeinden, in denen jeweils zwei oder mehr Wortgottesdienstleiter tätig sind. Das lebendige Gemeindeleben wird vielerorts durch Gruppen der christlichen Familienbewegung und von einer aktiven Jugendarbeit geprägt. Adveniat fördert die Pfarrei kontinuierlich seit Ende der 1980er Jahre mit Zuschüssen zu Weiterbildungskursen für Katecheten und die „delegados de la palabra“.

Für 2011 und 2012 ist ein umfangreiches Bildungsprogramm für Jugendliche, Familien, Katecheten und Wortgottesdienstleiter geplant. Vorgesehen sind dreimal im Jahr dreitägige Weiterbildungsveranstaltungen mit 55 Katechetinnen und Katecheten sowie 105 „delegados de la palabra“. Des Weiteren gibt es drei Treffen für Familien von je zwei Tagen und viertägige Kurse einer christlichen Laienbewegung von Männern und Frauen, die ihr Leben gemeinsam aus dem Glauben gestalten. Auch treffen sich die Jugendleiter an drei Tagen mit etwa 70 bis 90 Personen.

Adveniat wird um eine Beihilfe gebeten für die Verpflegung der Teilnehmer, für den Kauf didaktischer Materialien sowie für Benzinkosten des Pfarrers und der Ordensfrauen, die die einzelnen Gemeinden regelmäßig besuchen.
Maximal 1.400 Euro kann die Pfarrei aus eigenen Mitteln aufbringen, denn die Bewohner der Region sind arm und leben von dem, was sie auf ihren eigenen Feldern anbauen. Statt Geld bringen die Teilnehmer Nahrungsmittel, wie Reis, Bohnen und Mais, aus eigenem Anbau mit zu den Kursen und beteiligen sich auf diese Weise an den Kosten.
Damit die Ausbildungskurse wie geplant stattfinden können, gewährt Adveniat daher einen Zuschuss von 8.000 Euro für die kommenden zwei Jahre. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt, damit auch weiterhin „Gesandte des Wortes“ die frohe Botschaft zu den Menschen bringen.
Verwendungszweck: ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Bildung HON
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