Jugendliche zu Friedensstiftern erziehen

Peru/Ayacucho. 70.000 Tote in der Zeit zwischen 1980 und 2000 – das ist die Bilanz des blutigen Guerrillakrieges im Hochland von Peru. Die Mitglieder der linken Guerrilla-Organisation „Sendero Luminoso“ – zu Deutsch „Leuchtender Pfad“ – und das Militär kämpften 20 Jahre lang gegeneinander, worunter vorwiegend die indigene Bevölkerung litt. Ganze Dörfer wurden ausgelöscht, Tausende Menschen gefoltert, vergewaltigt und entführt. Besonders schlimm wüteten die Gewalttäter in Ayacucho und Umgebung.
Noch heute ist die Bevölkerung traumatisiert. Viele Familien lei-den psychisch und materiell unter den Folgen. Eltern haben ihre Kinder verloren und Kinder mussten zusehen, wie ihre Eltern ermordet wurden. Gerade der jungen Generation fehlt es an Orientierung und Zukunftsperspektiven. So wundert es nicht, dass sich immer mehr Jugendliche in Banden zusammenrotten, wo sie die Anerkennung und Geborgenheit zu finden hoffen, die ihnen im Leben bislang verwehrt blieb. Doch das Gegenteil ist oft der Fall. Denn auch in den Jugendbanden regiert das Gesetz des Stärkeren.

Während die staatlichen Institutionen dieser Entwicklung tatenlos gegenüberstehen, hat die Kirche das Heft des Handelns in die Hand genommen. Die Salesianer Don Boscos, die schon seit über 50 Jahren in Ayacucho aktiv sind und eine eigene Schule unterhalten, treten der zunehmenden Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen mit einem breit angelegten Projekt gegenüber, in das auch Eltern, Lehrer und lokale Führungspersönlichkeiten der Ar-mutsviertel miteinbezogen werden. Ziel ist es, die Jugendlichen zu einem gewaltfreien Umgang miteinander zu erziehen. Sie sollen zu Friedensstiftern und Motoren für soziale Veränderungen in ihren Wohnvierteln werden.
Schüler, Eltern und Lehrer von insgesamt 11 Schulen in Ayacucho nehmen an dem Projekt teil. Geplant sind Vorträge, Einkehrtage und Workshops. Für die Mitglieder der Jugendbanden und deren Eltern ist ein spezielles Programm vorgesehen. Inhaltlich geht es dabei um Themen wie Selbstwertgefühl, Gewissen, Erziehung zur Liebe, Jugendbanden und Gewalt, Drogensucht, Alkoholismus und innerfamiliäre Gewalt.
Um das Programm durchzuführen, sind die Salesianer auf finanzielle Unterstützung angewiesen. 4.700 Euro können sie aus eigener Kraft aufbringen, 7.500 Euro gewährt Adveniat als Zuschuss für Material- und Kopierkosten, für die Honorare der Fachleute sowie für Transport und Verköstigung während der Kurse.
Unterstützen Sie die Friedensarbeit der Salesianer für eine menschlichere Entwicklung der Jugendlichen in Ayacucho! Denn in der jungen Generation liegt die Chance auf eine friedvolle und gerechte Zukunft.
ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Jugend PERU
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