Kinderförderung in Salta
Argentinien/Salta. Steinig und trocken – beinahe wüstenartig mutet die Landschaft im nordwestlichen Argentinien an. Die kleinen Ortschaften liegen weit voneinander entfernt und sind nur über Erd- und Schotterwege zu erreichen. Das Leben der hier verbliebenen Familien ist hart und entbehrungsreich. Viele junge Menschen verlassen ihre Heimatdörfer, in der Hoffnung auf Arbeit und Zukunft in den wachsenden Großstädten Argentiniens. Im Hinterland der 360.000-Einwohnerstadt Salta sieht es nicht besser aus, aber die Menschen geben nicht auf.
Mit dem Verkauf handwerklicher Produkte verdienen sie ihren kärglichen Lebensunterhalt. Um diese Produkte kostengünstig herzustellen und zu vermarkten, haben sie sich in dem Verein „Santa María de la Quebrada“ zusammengeschlossen. Der Verein bietet ihnen die Möglichkeit, ihre indianischen Traditionen und ihre Kultur zu pflegen und darüber hinaus den Kindern eine ganzheitliche Erziehung zukommen zu lassen.
Die Förderung der Kinder hat sich Padre Sigfrido Maximiliano Moroder, der mit einem gut dotierten Preis in Argentinien ausgezeichnet worden ist, auf die Fahnen geschrieben. Der Priester, der aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl sitzt, nimmt sich dieser Aufgabe an. Unterstützt wird er von vier weiteren Mitarbeitern aus dem Katecheserat des Bistums sowie einem Team ehrenamtlicher Jugendlicher. Für den Unterricht haben sie eigenes Material erarbeitet, das sich den Lebensumständen der Kinder anpasst. Unter anderem verfügen sie über eine kleine Videothek mit insgesamt 42 Videos. Da Bücher zu teuer sind, werden vorbereitete Arbeitsblätter kopiert.
Fast 3.000 Kinder erreicht das Team mit seiner von großem Engagement geprägten Arbeit. Bei den Besuchen in den derzeit 40 Dorfschulen, die bis zu 250 Kilometer von Salta entfernt liegen, wird mit den Lehrern der Umgang mit dem Unterrichtsmaterial eingeübt. Dabei bildet die Kommunion- und Firmvorbereitung ein wichtiges Standbein. Auch die Themen Kultur, Tradition und Brauchtum spielen eine Rolle. Immer wieder kommt es vor, dass die Jugendlichen Ergänzungsunterricht in Rechnen, Schreiben und Lesen geben müssen. Denn der staatliche Stundenplan fällt zunehmend dürftig aus.
Für Material, Kopien und Benzin entstehen Kosten, die die Jugendlichen aus eigener Kraft nicht bezahlen können. Auch die Familien der Schulkinder verdienen nur mit Mühe und Not ihren Lebensunterhalt. Einen bescheidenen Beitrag leisten sie bereits zu den Kinderfreizeiten, die Padre Sigfrido und sein Team anbieten.
Damit das Projekt fortgeführt werden kann, ist ein Zuschuss von 10.000 Euro oder knapp 3,50 Euro pro Kind notwendig. Das ist eine vergleichsweise geringe Summe, die aber eine große Wirkung erzielt! Bitte helfen Sie mit!
ADVENIAT-Spendenkonto 345
Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)
Stichwort: Kinderkatechese Salta ARG
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