Kolping stärkt sozial benachteiligte Familien

Uruguay/Montevideo. Viele Familien in Uruguay haben es schwer. Nach offiziellen Statistiken leben 39 Prozent der Familien unterhalb der Armutsgrenze, Tendenz steigend. Darüber hinaus erschreckt der hohe Anteil Alleinerziehender, der beinahe ein Drittel der Haushalte mit Kindern ausmacht. Dazu passt die Beobachtung, dass immer weniger Eltern sich durch Heirat binden wollen und gleichzeitig immer mehr Ehen geschieden werden. In diesem Kontext engagiert sich der Kolpingverband besonders im Bereich der Familienbildung. Kolping ist in 71 Ortschaften und neun der 19 Bezirke präsent. Vernetzt ist der Zweig Familie mit der nationalen Kommission für Familienseelsorge und dem Erzbistum Montevideo. Darüber hinaus arbeitet der Kolpingverband mit der Katholischen Universität, dem Institut für Familienforschung, der Elternschule sowie mit dem Sozial- und Gesundheitsministerium zusammen. Gemeinsam mit den Ministerien organisiert der Kolpingverband Kurse in Schulen und im Bereich der Familiensozialarbeit. 681 Männer und Frauen nahmen in den vergangenen beiden Jahren an Fortbildungen zum Thema Familie teil. Für die Jahre 2008 bis 2010 sind folgende Aktivitäten geplant:

Aktivitäten

Ort

Teilnehmer

3 Mehrtages- und 6 Eintageskurse für Multiplikatoren

Montevideo und 5 Diözesen

785

Gottesdienste, Exerzitien, Familiensonntag

landesweit

1.550

2 Kurse für Jugendliche mit 10 Treffen

verschiedene Orte

600

Familienfreizeiten

Montevideo

1.260

1 Kurs „menschliche Beziehungen“, 2.500 Handreichungen

Montevideo

300

Austausch mit Experten, Vernetzung auf National- und Diözesanebene, Artikel mit Auflage 200

Montevideo

320

Ziel ist es, Mitglieder der Kolpingfamilien zu Multiplikatoren auszubil-den. Die Teilnehmenden sollen befähigt werden, Ehevorbereitungs-kurse zu leiten, Familienforen zu gründen sowie Paar- und Erzie-hungsberatung anzubieten.

Maßnahme

Gesamtkosten (jährlich)

Beantragt (jährlich)

Treffen und Kurse

7.000

5.500

Lohnkosten

7.500

3.000

Didaktisches Material

1.500

1.500

Transportkosten

1.000

1.000

Sekretariat und Unterhalt Homepage

5.500

0

Jahresgesamt

22.500

11.000

Drei-Jahres-Antrag

67.500

33.000

Die Lohnkosten werden in diesem Zusammenhang mit freiwilliger Mitarbeit und von anderer Stelle getragen, auch wenn manche oben aufgeführt sind.

Familien haben keine Lobby

Der Kolpingverband trifft mit diesem Vorhaben ein zentrales Thema der uruguayischen Gesellschaft, sprich die problematische Situation der Familien, das gleichzeitig außerhalb der Kirche kaum eine Lobby findet. Vor allem benachteiligte und arme Familien profitieren langfristig von den geplanten Hilfs- und Beratungsangeboten.
Damit das Projekt durchgeführt werden kann, ist ein Zuschuss in Höhe von 18.000 Euro notwendig, den ADVENIAT in drei Raten á 6.000 Euro auszahlen wird.

Stärken Sie arme und benachteiligte Familien in Uruguay! Unterstützen Sie die engagierte Arbeit des Kolpingverbandes!


ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Kolping URU

oder