Adveniat-Projekte

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Kulturelle Wurzeln bewahren

Mexiko. Das Dorf Nueva Palestina liegt mitten im Lacandona-Urwald, nahe der guatemaltekischen Grenze. Die rund 15.000 Einwohner gehören drei verschiedenen indianischen Volksstämmen an – den Tzeltal, Tzotzil und Ch’ol. Ihren kargen Lebensunterhalt bestreiten sie in der Regel als Kleinbauern, doch die Erträge reichen kaum zum Überleben.

Nur minimale Preise erzielen die Campesinos beim Verkauf ihrer Produkte an Zwischenhändler, die die Waren außerhalb des Dorfes Gewinn bringend weiterverkaufen. Arm und ohne Zukunftsperspektiven kehren immer mehr Menschen Nueva Palestina den Rücken und machen sich auf den Weg zur US-mexikanischen Grenze, um ihr Glück in den USA zu suchen. Manche „stranden“ unterwegs in den Armutsvierteln der großen Städte, andere werden Opfer krimineller Banden. Für viele bleibt die USA ein unerreichbarer Traum. 

Den Menschen in Nueva Palestina neue Perspektiven aufzuzeigen und bessere Lebensbedingungen zu schaffen, das haben sich vier Ordensfrauen zur Aufgabe gemacht. Durch ihre Arbeit geben die Schwestern, die aus zwei unterschiedlichen Kongregationen stammen, zugleich ein vorbildliches Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit über Ordensgrenzen hinweg. Mit Unterstützung einer Laien-Katechetin vom Volk der Tzeltal stärken sie das Selbstvertrauen der indianischen Bevölkerung in ihre eigene Kultur und fördern Werte und Traditionen. Sie vermitteln bei Konflikten und  bieten Gesundheitsberatung auf der Basis natürlicher Heilmethoden und alternativer Medizin an.

Nicht nur die Mitglieder der katholischen Gemeinde suchen die Gesundheitsstation auf, auch Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften holen sich Rat bei den Schwestern. Zwar sind die meisten Dorfbewohner katholisch, aber darüber hinaus gibt es in Nueva Palestina noch 14 andere Religions- und Glaubensgemeinschaften. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Seelsorge. Denn der Pfarrer ist ein seltener Besucher in Nueva Palestina. Nur zweimal im Jahr kommt er aus dem fünf Autostunden entfernten Ocosingo angereist, wo der Pfarrsitz liegt. Während seiner Abwesenheit halten Diakone und Katecheten Wortgottesdienste, taufen die Neugeborenen und beerdigen die Toten.

Ein besonderes Augenmerk legen die Ordensschwestern bei ihrer Arbeit auf die Förderung der Frauen. Bildung, Betreuung und Begleitung ist das Motto des Projekts, das auf sechs Jahre angelegt ist. Damit die Schwestern und die Laien-Katechetin ihre Aufgaben erfüllen können, ist ein jährlicher Zuschuss von 5.600 Euro nötig. Dafür bitten wir um Ihre Mithilfe.

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen e.G.
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Sozialpastoral MEX

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