Ordensfrauen setzen Hoffnungszeichen
Guatemala-Stadt. Viele Außenbezirke von Guatemala-Stadt werden zunehmend von kriminellen Banden regiert, die untereinander um die Vorherrschaft im lukrativen Drogengeschäft und Waffenhandel kämpfen. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen kosten tagtäglich viele Menschen das Leben – immer wieder geraten auch Unbeteiligte zwischen die Fronten. Längst hat der Staat hier das Gewaltmonopol verloren, denn die Polizei ist entweder korrupt oder hat sich aus diesen Vierteln vollständig zurückgezogen.
So sieht auch die bittere Realität aus in der Pfarrei Virgen Milagrosa am Stadtrand von Guatemala-City, zu der rund 45.000 Einwohner zählen. Sieben Ordensschwestern aus der Kongregation der Marìas Reparadoras haben sich davon nicht abschrecken lassen und hier im Jahr 2002 eine neue Niederlassung gegründet. Mit ihrem Engagement möchten sie vor allem ein Zeichen der Hoffnung gegen die allgegenwärtige Gewalt setzen. Derzeit gehören vier Schwestern zu dem kleinen Konvent.

Hoffnung schöpfen die Menschen auch aus den vielfältigen und lebendigen Gemeindeaktivitäten, die hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen werden. Die Pfarrei ist in 40 Basisgemeinden organisiert. Das sind kleine, pulsierende Zellen christlicher Gemeinschaften, die sich in Gruppen von etwa 30 bis 200 Gläubigen regelmäßig zu Gebet und Gottesdienst treffen, um aus der Bibel Kraft für ihr tägliches Leben zu schöpfen. Dabei wird die soziale Realität unter dem Blickpunkt christlicher Botschaft und Nächstenliebe reflektiert. Die Basisgemeinden entstanden in Lateinamerika in den 70er Jahren als Antwort der Katholiken auf Ungerechtigkeit und Armut.
Ergänzend zum Engagement der Basisgemeinden sind die Ordensfrauen schwerpunktmäßig in sozialen Aufgaben tätig. Sie betreuen Sucht- und Alkoholkranke, begleiten ältere, kranke und hilfsbedürftige Menschen und kümmern sich um misshandelte Frauen. Des weiteren sind sie aktiv in der Gesundheitsvorsorge für Schwangere und arbeiten mit Kindern aus Kindergärten und Schulen sowie in der Erwachsenenbildung.
Geld können die Ordensschwestern für ihre Dienste nicht verlangen, denn die Menschen in der Pfarrei sind arm und selbst kaum in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Deshalb bitten die Schwestern um einen Zuschuss für den Kauf von Lebensmitteln, den Unterhalt des Wohnhauses, die Ausgaben für Telefon, Fax und Post sowie für Kleidung, Reisekosten und Gesundheitsausgaben.
Die differenziert aufgeschlüsselten Gesamtausgaben machen im Jahr 17.000 Euro – auf zwei Jahre gerechnet – 34.000 Euro aus. Einen Teil des Unterhalts trägt die Provinz der Schwestern aus eigenen Mitteln, Adveniat hilft mit 10.000 Euro. Das entspricht einem Zuschuss von rund 104 Euro pro Schwester im Monat.
Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass sich die Schwestern auch weiterhin mit ganzer Kraft für die Menschen in der Stadtrandpfarrei Virgen Milagrosa einsetzen können. Setzen Sie ein Zeichen gegen Armut und Gewalt.
ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Ordensfrauen GUA
oder








