Schwarz und selbstbewusst
Ecuador/Ibarra. Die Nachfahren der ehemaligen afrikanischen Sklaven gehören auch heute noch zu den am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Ecuador. Nur langsam wächst ihr Selbstbewusstsein, unterstützt durch die Kirche.
Knapp eine Million Ecuadorianer – sprich rund neun Prozent der Bevölkerung – sind schwarz. Sie leben überwiegend in den Provinzen Esmeraldas und Ibambura, gesellschaftlich und wirtschaftlich isoliert. Auch mehr als 100 Jahre nach dem Ende der Sklaverei gehören die Schwarzen in Ecuador zur ärmsten Bevölkerungsschicht mit den geringsten Bildungs- und Aufstiegschancen. Von vielen werden sie im-mer noch als „Menschen zweiter Klasse“ betrachtet. Dies zu ändern, hat sich die Kirche in Ecuador zur Aufgabe gemacht.
In der Provinz Ibambura im Bistum Ibarra gibt es zwei Gebiete, in denen fast ausschließlich Afro-Ecuadorianer leben: Im Valle del Chota und in der Cuenca del Río Mira. Comboni-Schwestern haben hier seit einigen Jahren eine intensive Seelsorgearbeit aufgebaut, die von Adveniat unterstützt wird. So konnte unter anderem ein Gebäude gekauft werden, in dem regelmäßig Kurse und Seminare stattfinden. Hier ist die "Schule zur Ausbildung afro-ecuadorianischer pastoraler Mitarbeiter" untergebracht, an der insgesamt 28 Pfarreien aus zwei Bistümern beteiligt sind.
Für das Jahr 2010/2011 ist ein umfangreiches Programm geplant: Es umfasst Treffen einzelner Gemeindegruppen, Kurse für Frauen, Einkehrtage, Ausbildungslehrgänge für junge Katecheten, Familienwochenenden, eine Bibelwoche und Jugendtreffen. Auch Gemeindeleiter werden hier ausgebildet.
Sie werden eingeführt in Organisation und Planung der Seelsorge, Theologie und Bibel, die Sakramente, afroamerikanische Kultur, Identität, Volksreligiosität, die Weltreligionen sowie Moral und Kirchengeschichte. Vermittelt werden überdies Grundkenntnisse in Soziologie und Wirtschaftslehre, in diesem Jahr mit besonderem Schwerpunkt auf der Wirtschaftskrise und ihrer Bedeutung für die afroamerikanische Bevölkerung in Ecuador. Auch über Familie, Familienplanung und Persönlichkeitsbildung sowie über die Aufgaben eines Gemeindeleiters wird gesprochen.
Die Kosten verteilen sich, wie folgt:
Schule
Nahrungsmittel: 700 Euro
Dozenten: 600 Euro
Exerzitien, Wallfahrt: 700 Euro
Material, Fahrtkosten, Küche: 800 Euro
Gesamt: 2.800 Euro
Kurse und Aktivitäten in der Region
Christliche Gemeinschaften: 1.100 Euro
Frauen, Jugend, Bibel: 1.000 Euro
Katechese: 900 Euro
Gesamt: 3.000 Euro
Bis in die Gegenwart gehören die Afro-Ecuadorianer zur untersten sozialen Schicht des Landes, weshalb sie nur einen geringen Eigenanteil zur Finanzierung dieses Projekts beisteuern können. Um die Durchführung der Aktivitäten zu gewährleisten, ist daher ein Zuschuss von 8.000 Euro notwendig. Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Comboni-Schwestern mit Ihrer Spende!
ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen e.G.
(BLZ 360 602 95)
Verwendungszweck: Afropastoral ECU
oder








