Adveniat-Projekte

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Verändern aus der Kraft des Glaubens

Mabel Quinteros im Jahr 2004 bei einer Kundgebung

Argentinien/Reconquista. Im Norden der Provinz Santa Fé liegt Reconquista – eine mittelgroße Stadt mit rund 70.000 Einwohnern. Klimatisch gehört die Region zur Trockenwaldlandschaft des „Gran Chaco“ mit suptropischem Klima. Rund um Reconquista gedeiht Baumwolle auf den Feldern, die in der ansässigen Textilindustrie weiterverarbeitet wird. Auch wenn Reconquista keine Mega-Metropole des lateinamerikanischen Kontinents ist, siedeln auch dort am Stadtrand Menschen auf einer Müllhalde. Um sie kümmern sich fünf Laienmitarbeiter der „Institution Teresiana“, die an der Seite indigener Gemeinschaften und Bewohnern von Armenvierteln für ein Leben in Würde eintreten.

In Argentinien gehören insgesamt 35 Männer und Frauen zu diesem Säkularinstitut. Unter ihnen Mabel Quinteros, die das Projekt in Reconquista ins Leben gerufen hat. In Argentinien ist sie berühmt. Sie gilt als Pionierin der kirchlichen Arbeit mit den indigenen Urvölkern des Landes, lebte 18 Jahre unter Indianern und baute den Nationalen Indianerrat (ENDEPA) der katholischen Kirche auf. Da sie von der Kraft des Glaubens überzeugt ist, gelingt es ihr, die Lebenswelt der Armen aus dem Evangelium heraus zu verändern. Obwohl sie inzwischen 70 Jahre alt ist, denkt sie nicht an Ruhestand. Sie lebt nun in Buenos Aires und arbeitet dort in Elendsvierteln.

Für ihre Mitarbeiter in Reconquista bleibt noch eine Menge zu tun. Sie begleiten 34 Familien, die auf der Müllkippe leben, und 42 Familien am Stadtrand. Zwischen den unterschiedlichen Kulturen, die hier aufeinandertreffen, kommt es immer wieder zu Konflikten.

Etwa Zweidrittel der Bewohner gehören der Indianerethnie der Mocoví an.

Das Projekt beinhaltet Gesundheitsversorgung, Rechtsberatung und Ausbildungskurse, z. B. in Backhandwerk, Schneiderei und Gartenanbau, sowie die spirituelle Begleitung der Bewohner. Ein erster Erfolg der Arbeit zeigt sich darin, dass den indigenen Familien im Jahr 2007 die Besitztitel für die von ihnen besetzten Grundstücken offiziell zuerkannt wurden. Darüber hinaus unterhalten die Mitarbeiter eine kleine Bücherei und gewährleisten die Zusammenarbeit mit der Indigenenpastoral auf Landesebene.

17.000 Euro fallen für diese Arbeit jährlich an Kosten an, die das Team jedoch niemals aus eigener Tasche finanzieren könnte, weil es keine Einnahmen erwirtschaftet. Die Menschen, für die sich die Mitarbeiter der Institution Teresiana einsetzen, sind so arm, dass sie sich und ihre Familien kaum selbst ernähren können. Daher gewährt Adveniat einen Zuschuss von 12.500 Euro und bittet um Ihre Mithilfe.

ADVENIAT-Spendenkonto 345
bei der Bank im Bistum Essen
(BLZ 360 602 95)

Verwendungszweck: Basishilfe ARG

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