Die gefährlichste Reise der Welt

Zehntausende Kinder sind auf dem Weg von Mittelamerika in die USA

Die Flucht von Kindern und Jugendlichen aus Mittelamerika sorgt weltweit für Schlagzeilen. Allein 66.000 Minderjährige wurden im letzten Jahr an der US-Grenze festgenommen. Präsident Obama sprach von einer „humanitären Katastrophe“. Doch die Gefangengenommenen werden in ihre gewalttätigen Heimatländer abgeschoben. Internationaler Schutz für die Kinder auf der Flucht bleibt aus. weiterlesen

Pressemitteilung zum Thema "Kindermigration".

Bischof Raúl Vera López: „Neben der humani- tären Krise liegt auch eine ethische Krise vor“

Der Ursprung der Migration, derer wir heute Zeuge werden, liegt im neoliberalen System. Es schließt die Mehrheit der Bevölkerung von Reichtum, Gesundheit, Bildung und Teilhabe aus. Dieses Modell erzeugt Ungleichheit und Gewalt. Es kennt keine Gnade und treibt die Menschen aus ihrem Land. weiterlesen

Der große Bruder

Andy ist vor allem eines: ein großer Bruder. Er passt auf den kleinen Jared auf, ein dreijähriger Knirps, der in seinem Spiderman-T-Shirt die Migrantenherberge von Saltillo im Norden Mexikos unsicher macht. Andy hingegen ist ein ernsthafter Teenager. weiterlesen

Bischof Kevin Farrell: „Es ist Zeit, dass wir Migranten als Menschen sehen“

Die Diskussion um unbegleitete minderjährige Migranten hat für Furore gesorgt. Unter anderem, weil die USA keine vernünftige Migrationspolitik haben. Was auch daran liegt, dass die dringend benötigte Reform der Migrationsgesetze von beiden großen Parteien blockiert wird. weiterlesen

Die Armut ist das Schlimmste

Ein Interview, ja, das könnte er wohl geben, sagt Erick Noe. Er ist einer der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die an diesem Tag die Migrantenherberge in Tenosique im Süden Mexikos füllen. Dreizehn Jahre sei er alt und aus Puerto Cortéz, einer Hafenstadt in Honduras. weiterlesen

Zwei Kinder auf dem Weg nach Norden

Ingrid wirkt für ihre 17 Jahre ziemlich abgeklärt: eine junge Mutter mit Sommersprossen auf der Nase und großen Plänen im Kopf. Sie hält ihren Sohn an der Hand, der auf seinen wackeligen Kinderbeinchen das Gleichgewicht zu wahren sucht. So böse er kann, guckt der kleine Johnny jeden an, der sich zu ihm hinunterbeugt, und täuscht damit trotzdem nicht über die eigene Verletzlichkeit hinweg. weiterlesen

„Kindern Selbstvertrauen und Bildung mit auf den Weg geben"

Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez prägt vor allem eins: das Gefälle zwischen den modernen Weltmarktfabriken und der bitteren Armut der Menschen, die in ihnen arbeiten. Seit dem Boom der Maquilas, der Montagebetriebe, in denen die Menschen für Hungerlöhne arbeiten, Anfang der 90er Jahre bestimmen diese die Lebensbedingungen in der rasch angewachsenen Stadt. weiterlesen