Ordensleute in Lateinamerika an der Seite der Armen

Berufung statt Karriere und Wohlstand

Ordensschwester El Salvador
„Wenn wir geben, dann bekommen wir am Ende immer mehr zurück. Wenn ich in die Augen der Armen, der Bedürftigen und Kranken sehe, dann sehe ich Jesus in jedem Einzelnen.“ Schwester Silvia Verónica

Ein sehr erfolgreiches Studium der Betriebswirtschaftslehre mit anschließender Tätigkeit als Dozentin: Der 25-Jährigen aus El Salvador standen alle Türen offen für eine Karriere mit guten Verdienstmöglichkeiten und sorgenfreiem Leben. Eine seltene Chance im von Armut geprägten El Salvador. Doch dann kam vor drei Jahren alles ganz anders: Die junge Frau entschied sich gegen Karriere und Wohlstand und stattdessen für das Leben in der Schwesternkongregation der „Dienerinnen von der Göttlichen Barmherzigkeit“ („Hermanas Siervas de la Misericordia de Dios“) in der Hauptstadt San Salvador: „Als ich den Orden kennen lernte, war mir schnell klar: das ist mein Zuhause.“

„Ich brauche keinen Luxus. Ich besitze nichts, aber habe Jesus in meinem Herzen.“
Schwester Silvia Verónica

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Jede Spende stärkt die Kirche in Haiti, den Menschen in ihrer akuten Not beizustehen und ihnen Mut für ihre Zukunft und den Aufbau ihres Landes zu machen.
Stichwort: Erdbeben Haiti

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Beseelt von dem Wunsch zu helfen

„Der Glaube und die Liebe zu Gott sind das Fundament unseres Handelns“,so Oberin Reina Angélica. Die Menschen merken das und fassen mit ihrer Hilfe schnell neuen Mut.

Oberin Reina Angélica hat die Schwesternkongregation 1995 gegründet, um den Armen zu helfen: „Ich habe mich gefragt, was Gott wirklich von mir will. Dann habe ich gewusst, dass ich näher bei den Armen sein muss.“ Der jugendliche Elan der inzwischen 28 Schwestern und Novizinnen – die älteste Mitschwester der 52-jährigen Gründerin ist die heute 28 Jahre alte Schwester Silvia Verónica – reißt die Menschen mit. „Die Menschen verehren die Schwestern. Ihre Freude, im Namen Gottes Gutes zu tun, ist absolut ansteckend“, so Weihbischof Gregorio Rosa Chávez, der die Gemeinschaft seit ihrer Gründung begleitet: „Die Schwestern haben unglaublich viel Energie. Frauen wie sie machen die Welt zu einem besseren Ort. Zu helfen ist für sie selbstverständlich. Ich bewundere, mit wie viel Wärme und Liebe sie bei der Sache sind. Sie sind da, wo Hilfe nötig ist, mit einem Realitätssinn, der mich ungemein berührt.“

Bildung weist den Weg aus der Armut

Schwester Ana-María, die selbst aus armen Verhältnissen stammt, ist überzeugt: „Nur wenn die Menschen Bildung haben, haben sie Aussicht auf eine bessere Zukunft.“

Die Schwestern sind Anlaufpunkt für Bedürftige aus der ganzen Stadt. Ihre Türen und Herzen stehen allen offen. Sie geben viele spontane Hilfestellungen und kümmern sich um alte und kranke Menschen. Zugleich wissen sie, dass Armut nachhaltig nur durch bessere und ganzheitliche Bildung überwunden werden kann. Deshalb unterrichten die Schwestern in einer kirchlichen Schule, geben jenen Kindern Nachhilfe, die neben der Schule auch Geld verdienen müssen, und bieten Kurse für Erwachsene an. Dabei haben sie nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen im Blick, sondern genauso die Vermittlung christlicher Werte und die seelischen Bedürfnisse der Menschen.

Wann immer dies nötig ist, spenden die Schwestern Trost. Nie verlieren sie den Menschen in seiner Ganzheit aus dem Auge.

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Gildehofstr. 2
45127 Essen

Den Menschen in ihrer Verzweifelung beistehen

Oftmals ist der Beistand der Schwestern für die schwerkranken Kinder und vor allem für ihre Angehörigen genauso wichtig wie die medizinische Behandlung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Kinderkrankenhaus, in dem die schwersten Fälle aus dem ganzen Land behandelt werden. Die Schwestern betreuen die Kinder und Angehörigen, besorgen Medikamente, helfen bei Behördengängen. Die Mütter kommen mit den schwerkranken Kindern oft von weit her. Geld für eine Unterkunft haben die wenigsten. Deshalb haben die Schwestern in der Nähe der Klinik ein einfaches Haus bezogen, in dem einige Schwestern wohnen und die Mütter offenherzig während der Behandlungsdauer aufnehmen. Darüber ist die leitende Krankenschwester Cristina aus der Klinik sehr froh: „Hier bekommen die verzweifelten Mütter nicht nur ein Bett und etwas zu essen, sondern werden auch seelsorgerisch betreut. Die Schwestern haben Zeit, zuzuhören. Und machen diesen oft so traurigen Ort mit ihrer positiven Ausstrahlung ein bisschen erträglicher.“

Sie können helfen!
Aufruf von Prälat Bernd Klaschka

Ordensgemeinschaften in Lateinamerika
Hilfe, die weite Kreise zieht