Überzeugen. Mit Wort und Tat.

Gottes Wort "bis ans Ende der Welt"

Bischof Guido Plante ist bekannt für die herzliche offene Art, mit der er auf die Menschen in den Gemeinden zugeht. Die größte praktische Herausforderung für ihn und die 30 Priester seiner Diözese ist die Unwegsamkeit seines Bistums rund um die Stadt Choluteca. 

Viele Dörfer und kleine Weiler erreicht man nur über Schotterwege - manche nur mit Pferd und Esel oder zu Fuß. Die Priester sind oft tagelang unterwegs und erreichen die Gmeinden doch nur wenige Male im Jahr.

Nach Kräften unterstützt Bischof Plante die Delegados und ihren Dienst.

Deshalb ist Bischof Plante so dankbar für den Dienst der Delegados de la Palabra - "Gesandte des Wortes". Diese ehrenamtlichen Männer und Frauen helfen den Menschen, das Evangelium in ihren Familien und Gemeinden in Wort und Tat zu leben.

Alle Delegados kennt der Bischof persönlich, bei vielen war er schon zuhause in ihren ärmlichen Hütten, weiß um ihre Glaubenskraft: "Die Delegados haben selbst oft schwere Schicksalsschläge hinter sich und können ein sehr eindrückliches Glaubenszeugnis ablegen." Ohne ihren Einsatz wäre die Kirche längst nicht so lebendig, davon ist er überzeugt. Bischof Plante ergänzt: 

"Ich bin immer wieder beeindruckt, wie engagiert diese Frauen und Männer das Wort Gottes in Worten und Taten leben. Ihre Glaubwürdigkeit und die Energie, mit die sie Verantwortung übernehmen für die Menschen in den Dörfern, ist bewunderswert. Sie verdienen jede Förderung und Unterstützung, die wir ihnen nur geben können."

Die meisten jungen Priester aus der Diözese von Bischof Plante sind Delegados gewesen. Er ist sehr dankbar dafür, dass aus diesem Kreis auch Priesterberufungen erwachsen.

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Ihr werdet meine Zeugen sein. (Apg 1,8)

Honduras gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in absoluter Armut. Viele Menschen wohnen in einfachsten Hütten ohne Strom und Wasser weit verstreut in schlecht zugänglichen kleinen Dörfern. Der Zusammenhalt und ihr Glaube geben ihnen Kraft für den mühsamen Broterwerb als Kleinbauern, Viehzüchter oder Tagelöhner. 

Dort wurden vor über 40 Jahren die ersten Delegados de la Palabra - "Gesandte des Wortes" - ausgebildet, um das Wort Gottes auch in den entlegensten Gegenden wachzuhalten und weiterzugeben. Inzwischen gibt es landesweit 17.000 dieser Männer und Frauen, die sich gemeinsam mit den 440 Priestern um die Seelsorge in Honduras kümmern.

Die Kraft der eigenen Wurzeln weitergeben. 

Lorenzo Aguilar - rechts im Bild - steht den Delegados auch nach ihrer Ausbildung zur Seite.

Mehr als 20 Jahre lang hat Lorenzo Aguilar seiner Gemeinde als Delegado zur Seite gestanden. Heute verantwortet der 44-jährige die Ausbildung und Begleitung der Delegados im Bistum Choluteca. Dabei ist eine wichtige Fragestellung, die immer wiederkehrt: Wie können wir das Wort Gottes für unser Zusammenleben in den Gemeinden und Familien fruchtbar machen?

Die Bereitschaft, sich auf das umfangreiche Ausbildungsprogramm neben der mühsamen Arbeit einzulassen, ist bewundernswert groß. Und Lorenzo weiß, wie grundlegend es ansetzenn muss: 

"Die Schulbildung in Honduras ist sehr schlecht. Viele der zukünftigen Delegados lernen bei uns erst lesen und schreiben. Denn sie brauchen eine solide Basis für die pastorale Arbeit. Oft sind sie in ihren Dörfern dann die Einzigen, die lesen und schreiben können."