Adveniat stellt 105.000 Euro Soforthilfe für die Betroffenen des Erdbebens in Kolumbien zur Verfügung
Mit 105.000 Euro unterstützt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Betroffenen des Erdbebens in Kolumbien. Die Adveniat-Partnerorganisationen versorgen die Menschen in den betroffenen Regionen Quibdó, Buenaventura und Istmina Tadó mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygienekits sowie mit Matratzen und Zelten, da viele Häuser nicht mehr bewohnbar sind. Auch psychosoziale Unterstützung wird angeboten. Um die Hilfsgüter in die betroffenen Regionen zu bringen, wird außerdem Benzin organisiert.

Bewohner und Rettungskräfte graben sich durch die Trümmer eines eingestürzten Gebäudes in Cali, Kolumbien. Foto: Reuters/ Christian Escobar Mora
„Die kirchlichen Strukturen, die Adveniat und seine Partnerorganisationen nutzen, stellen sicher, dass die Hilfe tatsächlich bei den Menschen ankommt – auch in Gebieten, die von bewaffneten Gruppen kontrolliert werden“, sagt Reiner Wilhelm, Kolumbien-Referent des Lateinamerika-Hilfswerks.
Das Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala ereignete sich am Montagmorgen Ortszeit. Das Epizentrum lag in der armen Pazifikprovinz Chocó im Westen Kolumbien, betroffen waren aber weite Teile des Landes. Mehr als 3.000 Menschen gelten als vermisst, mindestens 240 sind ums Leben gekommen. Meldungen aus den am stärksten betroffenen Gebieten waren aufgrund von Stromausfällen und zusammengebrochenen Kommunikationsnetzen zunächst nicht zu erhalten.
„Nach dem ersten Überblick und nachdem die Kommunikation wieder möglich ist, stehen wir verlässlich an der Seite unserer Partnerinnen und Partner, wenn sie uns brauchen“, erklärt Adveniat-Referent Reiner Wilhelm. Adveniat unterstützt seit vielen Jahren die Menschen in den Regionen, die vom bewaffneten Konflikt betroffen sind, unter anderem mit Projekten zur Friedens- und Versöhnungsarbeit, Alphabetisierungskursen und Weiterbildungen, um den Menschen ein selbstbestimmtes, sicheres Leben zu ermöglichen.
Hinweis an die Redaktionen: Reiner Wilhelm steht für Interviews gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle: 0201 1756 203.

