Der frühere Adveniat-Hauptgeschäftsführer Prälat Klaschka feiert seinen 80. Geburtstag

„Fast ein halbes Jahrhundert steht Prälat Bernd Klaschka an der Seite der Armen in Lateinamerika und insbesondere in Mexiko“, hat Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck in der Kapelle des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat festgestellt. Mit einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Empfang ist am Sitz des Hilfswerks in Essen der 80. Geburtstag von Prälat Bernd Klaschka gefeiert worden. „Ein besonderes Anliegen war ihm die soziale Gerechtigkeit und die Volksfrömmigkeit“, so Bischof Overbeck. Klaschkas Nachfolger, der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Martin Maier SJ, ist überzeugt: „Prälat Klaschka hat Adveniat nicht nur geprägt, sondern zu dem Lateinamerika-Hilfswerk gemacht, das im Sinne der Option für die Armen an der Seite derer steht, die unsere Hilfe am nötigsten brauchen.“

Gottesdienst anlässlich des 80. Geburtstags von Prälat Klaschka, ehemaliger Hauptgeschäftsführer von Adveniat (rechts im Bild). Foto: Adveniat

In seine Amtszeit als Adveniat-Hauptgeschäftsführer von 2004 bis 2017 fielen zahlreiche kirchen- und weltpolitisch herausragende Ereignisse. Ein Glücksfall für Lateinamerika und Adveniat war die Wahl von Papst Franziskus 2013. Jorge Mario Bergoglio war Adveniat-Projektpartner während seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires in Argentinien. Zudem hatte Klaschka 2007 den späteren Papst bei der Erstellung des wegweisenden Schlussdokuments der Generalversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe in Aparecida erlebt. Dramatisch war das Erdbeben in Haiti 2010, dem mehr als 300.000 Menschen zum Opfer fielen und von dem sich das Land bis heute nicht erholt hat.

Als den traurigsten Moment in seiner Zeit bei Adveniat hat Prälat Klaschka in einem Interview anlässlich seines Ausscheidens bei Adveniat entsprechend auch „die Begegnung mit den am Rande der Existenz Lebenden in Haiti“ bezeichnet. Er habe bei den Menschen dort eine „Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit gespürt“. Für ihn war es eine Frage der Haltung den Haitianern zu sagen: „Du bist nicht allein, wir sind bei dir, wir verlassen dich nicht.“ Die direkten Begegnungen mit den Armen in den verschiedenen Ländern Lateinamerikas haben zu den freudigsten Momente gehört. Trotz ihrer Armut würden sie ihre Hoffnung nicht verlieren. „Die Armen waren Lehrmeister des Lebens für mich“, so Prälat Klaschka.

Lateinamerika und insbesondere Mexiko waren für den 1946 im niederrheinischen Rheinberg geborenen mehr als eine zweite Heimat. Nach seiner Kaplanzeit im Bistum Münster ging er 1977 ins Partnerbistum Tula in Mexiko. Von 1977 bis 1984 und noch einmal von 1996 bis 2004 lebte und arbeitete er in dem mexikanischen Bistum mit den Armen und denen, die in den Städten und der Gesellschaft am Rande leben.

Prälat Bernd Klaschka bei seiner Arbeit als Adveniat-Hauptgeschäftsführer:

Zwei ältere Männer, der eine in schwarzer klerikaler Kleidung, der andere in weißer päpstlicher Robe, lächeln sich herzlich an und schütteln sich in einem reich verzierten Raum die Hände. Im Hintergrund sind Menschen zu sehen.

Prälat Klaschka im Gespräch mit Papst Franziskus. Foto: Adveniat

Prälat Klaschka begrüßt Schülerinnen in El Salvador. Foto: Adveniat/Achim Pohl

Prälat Klaschka bei der Einweihung eines Gewalt-Präventionsprojekts. Foto: Adveniat/Achim Pohl