1. Advent - Zeit der Erwartung

Unsere Erwartungen an die Adventszeit sind hoch und manchmal haben wir das Gefühl, dass der Advent uns vieles zu bieten hat, nur keine Ruhe. Der Jahresabschluss, die vielen Feiern und Essen von Vereinen und mit Kollegen, die Vorbereitungen für das Fest, buntes Flimmern und Schlagermusik auf dem Weihnachtsmarkt. Unsere erste Adventsfigur hält da einen wichtigen Wert für uns bereit:

„Warten. Er-Warten. Erwartung.
Wir haben Erwartungen.
Welche, ist nicht immer ganz klar.
[…]
Warten.
An der Bushaltestelle. Auf den Postboten. Im Wartezimmer. Auf den Feierabend.
Auf Weihnachten.
Warten.
So oder so.
[…]
Advent: leben in Wartestellung.
Advent: eine Lebenshaltung.
Warten. Er-Warten. Erwartung.
Warten im Advent heißt: Warten auf Gott, der uns entgegen kommt.
Heißt: er-warten, dass Gott uns entgegen kommt.
Für uns Christen ist dies Anlass zu Hoffnung und zu Freude.
Warten im Advent heißt: zulassen, dass Gott uns entgegen kommt.“

(aus: Widl, Maria/Schulte, Andrea: Folge dem Stern)

Suchen wir uns etwas, das uns zur Ruhe bringt – eine Tasse Tee, ein Spaziergang, ein gutes Buch? – damit wir den Advent erleben können, voller Erwartung auf das, was da kommt.


Erwarten – so oder so… Wir erwarten Ruhe, Besinnlichkeit, Zeit für uns selbst und die Familie, Entschleunigung, das Besondere, Weihnachtsstimmung. Und wir erwarten die Geburt Jesu Christi. Dass Gott in einer schlichten Krippe Mensch wird, sich uns gleich macht, für uns da ist. Er-warten – so oder so.

„Höchste Zeit für wahre Werte!“, fordern die Adveniat-Adventsfiguren: Sie setzen sich dafür ein, dass die Vorweihnachtszeit nicht allein von Geschenkewahn und Hektik bestimmt wird. Doch gerade in dieser Zeit brauchen die Figürchen eine laute Stimme, denn im Trubel von Einkaufshektik und Weihnachtsmarkt gerät der Advent als Zeit der Erwartung immer mehr ins Hintertreffen.

Aber was steckt hinter diesen wahren Werten? Das erfahren Sie hier an den vier Adventssonntagen. Jede Woche tritt eine Figur aus dem Demonstrationszug heraus und erklärt, was ihr im Advent besonders wichtig ist.