Eröffnung der Weihnachtsaktion:
bunt, solidarisch, lateinamerikanisch

Das Bistum Münster und das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat starten die bundesweite Adveniat-Weihnachtsaktion 2021 "ÜberLeben in der Stadt" am ersten Adventssonntag um 10 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst im Dom zu Münster. Mit dabei: Bischof Felix Genn, Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck und dem Erzbischof Dom Leonardo Steiner aus der brasilianischen Amazonas-Metropole Manaus. Von Mitte November bis Weihnachten wird es im gesamten Bistum bunt, solidarisch, kulinarisch und musikalisch – kurzum lateinamerikanisch.
 

Ihr Bild ist in Mexiko allgegenwärtig. Die mexikanische Madonna wird als „Brücke“ zwischen der indigenen Kultur und dem Christentum betrachtet. Auch Nichtchristen verehren die Jungfrau von Guadalupe als Patronin Mexikos und ganz Amerikas. - Die Adveniat-Weihnachtsaktion 2021 wird im Bistum Münster eröffnet. Die Diözese lebt seit mehr als 50 Jahren eine Partnerschaft mit der mexikanischen Diözese Tula. Mehr dazu ...

Wir freuen uns auf die Eröffnung der bundesweiten Advents- und Weihnachtsaktion unter dem Motto „ÜberLeben in der Stadt“ im Bistum Münster!
 

Kerzenziehen auf dem global-solidarischen Adventsmarkt

Kerzen selber ziehen auf dem global-solidarischen Adventsmarkt im Innenhof des Liudgerhauses am Überwasserkirchplatz. Foto: Adveniat

Und, so viel können wir bereits jetzt versprechen: es wird bunt, solidarisch, kulinarisch und musikalisch – kurzum lateinamerikanisch. Nach dem Eröffnungsgottesdienst am ersten Advent im Paulus-Dom gibt es im Innenhof des Liudgerhauses am Überwasserkirchplatz einen etwas anderen Adventsmarkt - den AndersAdvent. Am Eröffnungssonntag gibt es dort unter anderem Bastelaktionen für Kinder und ein gemeinsames Singen. Mitten im Herzen der Stadt und doch abseits des Trubels kann man dort den Advent anders erleben: im Gespräch mit Eine-Welt-Begeisterten und Gästen aus Brasilien und Mexiko, beim Kerzen ziehen oder einem leckeren Essen. Der AndersAdvent hat vom 1. bis 12. Dezember jeweils von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Zugang gemäß der aktuell geltenden 2G-Regeln möglich, entsprechende Nachweise werden am Eingang kontrolliert.. Zum Wohle und für die Gesundheit aller Besuchenden bitten wir dafür um Verständnis.

Und so können Sie sich für die Menschen in Lateinamerika einsetzen:

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende Adveniat-Projektpartner, die Menschen in Lateinamerika und der Karibik zu einem würdevollen und selbstbestimmten Leben verhelfen.

Solidaritätsbier aus der Münsteraner Finne-Brauerei

Zudem lässt die Münsteraner Finne-Brauerei die Kronkorken für die Menschen in Lateinamerika knallen und braut eigens für die Adveniat-Eröffnung im Bistum Münster ein Solidaritätsbier.

Adveniat-Solidaritätsbier der Finne-Brauerei

Das volle Programm von Mitte November bis Weihnachten

Die Fachtagung im Franz-Hitze-Haus in Münster macht auf die Situation der Menschen in den Großstädten Lateinamerikas, auf pastorale Ansätze und Adveniat-Projekte aufmerksam. Film- und Theatervorführungen, Schulprojekte, meditative Wanderungen am Aasee und eine mexikanische Weihnachtsfeier stehen auf dem Programm der Adveniat-Eröffnung im Bistum Münster.

Und natürlich gibt es auch etwas auf die Ohren: Die Gruppe Rodrigo Tobar sorgt dafür, dass es sich in Münster anhört wie in Santiago de Chile.

Hier schon mal ein Vorgeschmack:

In diesem Sinn: diskutiert, betet, singt und tanzt mit und werdet Teil der Adveniat-Weihnachtsaktion im Bistum Münster!

Das Motiv auf der Postkarte: Die „Guadalupana“

Der Überlieferung nach erschien die Jungfrau Maria am Morgen des 9. Dezember 1531 dem Indigenen Juan Diego auf dem Hügel Tepeyac im Ort Guadalupe am nördlichen Stadtrand von Mexiko-Stadt. Sie sagte ihm: „Ich bin die barmherzige Mutter, die deine und die aller Völker, die auf dieser Welt leben.“ Maria, die dem Juan Diego in der Gestalt einer dunkelhäutigen Frau (der „Morenita“) erschien, versprach ihm Hilfe für die Menschen: „Ich will ihre Klagen hören und ihr Elend, ihre Schmerzen und ihre Leiden lindern und heilen“ (Nican Mopuha, 25).

Seitdem verehren die Menschen die „Guadalupana“. Mit mehr als 20 Millionen Pilgern pro Jahr ist die Basilika von Guadalupe der größte Wallfahrtsort der Welt. Auch Nichtchristen verehren die Jungfrau von Guadalupe als Patronin Mexikos und ganz Amerikas. Die mexikanische Madonna wird als „Brücke“ zwischen der indigenen Kultur und dem Christentum betrachtet. Ihr Bild ist in Mexiko allgegenwärtig. Das Gnadenbild von Guadalupe zeigt die Muttergottes in einem Sternenmantel, umkränzt von Sonnenstrahlen. Eine Interpretation dieses Gnadenbildes ziert eine Postkarte, die Adveniat und das Bistum Münster zur Aktionseröffnung 2021 herausgegeben haben.


ÜberLeben in der Stadt

80 Prozent der Menschen in Lateinamerika und der Karibik leben bereits heute in den Städten. Und die Landflucht hält weiter an. Doch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft wird häufig enttäuscht. Das Leben der Indigenen, Kleinbauern und Klimaflüchtlinge am Stadtrand ist geprägt von Armut, Gewalt und fehlender Gesundheitsversorgung. Und wer arm ist, kann für seine Kinder keine gute Ausbildung bezahlen. Unter dem Motto „ÜberLeben in der Stadt“ rückt Adveniat mit seiner diesjährigen Weihnachtsaktion die Sorgen und Nöte der armen Stadtbevölkerung in den Blickpunkt.