Erdbeben in Venezuela: Ihre Hilfe zählt!
Die Bilder aus Venezuela lassen uns nicht los. Mit jedem Tag wird deutlicher, wie groß die Zerstörung nach dem schweren Erdbeben wirklich ist. Immer mehr Familien verlieren jetzt die Hoffnung. Angehörige werden noch vermisst, hunderttausende Menschen stehen vor dem Nichts.

Durch zwei Erdbeben sind in Venezuela zahlreiche Gebäude eingestürzt. Es ist von tausenden, wenn nicht gar zehntausenden Toten die Rede. Foto: picture alliance / Anadolu / Diko Betancourt
Doch mitten in dieser Not wird geholfen.
Unsere Partner wissen, wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wird, und bringen sie zu den Menschen. So berichtet unser langjähriger Projektpartner aus Caracas, Erzbischof Raúl Biord Castillo: „Die Zerstörung ist unvorstellbar. Viele Kirchengemeinden haben Menschen aufgenommen, damit sie dort übernachten und versorgt werden können. Dort nimmt man sich der Verletzten an, verteilt Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente, und Notleidende erhalten erste seelische Betreuung.“
Adveniat hat 50.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt. Doch angesichts des Ausmaßes der Katastrophe reicht diese Hilfe allein nicht aus.

In den Kirchengemeinden nehmen sich die Adveniat-Partner der Verletzten an. Sie verteilen Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente, und Notleidende erhalten erste seelische Betreuung. Fotos: Projektpartner
Dank der funktionierenden Strukturen der Kirche kommt die Hilfe an. Der Erzbischof von Caracas und langjährige Adveniat-Partner Raúl Biord Castillo koordiniert die Hilfe mit seinem Team. In der vom Erdbeben besonders betroffenen Küstenregion La Guaira werden die Menschen bereits mit Trinkwasser aus Tanklastwagen versorgt. Lebensmittel- und Hygienepakete werden ebenso an die Betroffenen verteilt, wie eine Erstausstattung mit Zelt, Matratzen, Decken, einem Kocher sowie den grundlegenden Kochutensilien.
Verletzte erhalten Versorgung in kirchlichen Gesundheitszentren
Die Kirche hat zudem ihre Räume als Notunterkünfte bereitgestellt. Seelsorgerische und psychologische Hilfe erhalten die Angehörigen der zahlreichen Vermissten und Toten durch Priester und an der Katholischen Universität in Caracas ausgebildeten Psychologen. Kranke und Verletzte erhalten eine medizinische Erstversorgung sowie Medikamente in den kirchlichen Gesundheitszentren, die bereits in den vergangenen Jahren auch mit Unterstützung des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat im ganzen Land aufgebaut wurden.
„Unsere Partner in Venezuela packen an und helfen, obwohl sie selbst von dem verheerenden Erdbeben betroffen sind.“ Das berichtet der langjährige Venezuela-Referent des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat Reiner Wilhelm. „Die Adveniat-Projekte besonders im Gesundheitsbereich der vergangenen Jahre tragen jetzt Früchte: viele junge Menschen sind als Erst-Helfer ausgebildet, Gesundheitszentren sind aufgebaut und die Struktur von Medikamenten-Lieferungen und -Verteilung durch Fachkräfte funktioniert auch unter diesen schwierigen Bedingungen.“ Für die breite Bevölkerungsmehrheit sei das eine wichtige Hoffnungsquelle. „Direkt nach dem Erdbeben konnten wir gemeinsam mit der Aktion Medeor – wie lange zuvor geplant – drei Paletten Medikamente ins Land bringen“, berichtet Adveniat-Referent Wilhelm.
Adveniat ist an der Seite der Menschen – auch langfristig
Am Mittwochabend, 24. Juni 2026, hatten zwei Erbeben der Stärke 7,2 und 7,5 innerhalb von nur einer Minute den Norden des südamerikanischen Landes erschüttert. Infolge des wohl schwersten Erdbebens in Venezuela sind nach Regierungsangaben bislang 2.295 Menschen gestorben und mehr als 11.000 verletzt worden. Angesichts von zehntausenden Vermissten ist mit einer weit höheren Opferzahl zu rechnen. „Der Wiederaufbau der durch das Erdbeben zerstörten Gebäude und Infrastruktur wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern“, erklärt Reiner Wilhelm und kündigt an: „Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat hat den langen Atem, um diese Prozesse finanziell und mit der notwendigen Solidarität zu unterstützen.“
Jetzt brauchen die Menschen in Venezuela Ihre Unterstützung.
Seit über 60 Jahren arbeitet Adveniat mit kirchlichen Partnern in Lateinamerika zusammen. Gerade in Katastrophen zeigt sich, wie wertvoll dieses Vertrauen ist: Hilfe kommt schnell und zuverlässig dort an, wo sie gebraucht wird.
Mit Ihrer Spende helfen Sie, Verletzte zu versorgen, Familien mit dem Nötigsten zu unterstützen und Menschen Hoffnung zu schenken, die durch das Erdbeben alles verloren haben.
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