gemeinsam. wirksam.
Ihre Spende hilft!

Gemeinsam mit ihrem Team begleitet Schwester Marta Iris López Frauen, die Gewalt, Armut und Ausgrenzung erfahren haben. Sie schenkt ihnen Zeit, hört zu und stärkt sie darin, wieder an sich selbst zu glauben. Die Frauen erlernen neue berufliche Fähigkeiten, gewinnen an Sicherheit und wagen Schritte, die sie sich nicht zugetraut hätten. Manche gründen sogar ein kleines Unternehmen.

Zwei Frauen blättern in einem Buch

So auch Sayri Martinez. Sie hat im Projekt zum ersten Mal erlebt, was Vertrauen bewirken kann: Es gab ihr Mut, ihr Leben neu zu gestalten. Genau darin zeigt sich die Wirkung Ihrer Spende: Sie eröffnen Menschen neue Perspektiven für sich selbst und ihre Familien. So wächst Hoffnung – und Veränderung, die weit über den einzelnen Menschen hinausreicht.

Im Interview mit den beiden Frauen erfahren Sie ganz konkret, wie durch Ihre Spende Frauen gestärkt werden und Hoffnung geschenkt wird.

Interview mit Schwester Marta Iris López und Sayri Martínez

Schwester Marta Iris, Sie leben am Stadtrand der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa. Welche Herausforderungen gibt es dort?

Unser Viertel war schon immer arm. Doch heute hat es sich zu einem großen Drogenumschlagplatz gewandelt, wo kriminelle Banden das Sagen haben. Bei vielen Familien reicht das Einkommen nicht, um die Grundbedürfnisse zu decken. Zudem haben viele Menschen hier und in ganz Honduras keine formellen Arbeitsplätze und somit keine soziale Absicherung. Das bedeutet, dass die Menschen sich selbst helfen müssen, um den Alltag zu bestreiten.

Eine Frau mit grauen kurzen Haaren, lacht in die Kamera

Sie leiten ein Projekt, das sich auf Frauen spezialisiert hat. Warum?

Frauen leiden besonders unter dieser Situation. Sie haben meist nur eine geringe Schulbildung und kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. In einer Kultur, in der die meisten Männer sich ihrer Verantwortung gegenüber ihrer Familie nicht bewusst sind und Zusammenhalt keinen Wert hat, sind die Frauen oft alleinerziehend. Dadurch sind sie vielen Gefahren ausgesetzt und leiden unter Gewalt, Unterdrückung und Armut.

Eine Frau mit langen, gelockten Haaren lächelt in die Kamera

Sayri Martínez, wie war ihre Situation, bevor sie zum Projekt kamen?

Ich wurde schon sehr früh traumatisiert: Meine Geschwister und ich mussten mitansehen, wie unsere Mutter ermordet wurde, weil sie das Schutzgeld für ihren kleinen Laden nicht aufbringen konnte.

Dann habe ich früh geheiratet – aber meine Ehe war alles andere als leicht. Am Ende war ich eine gebrochene Frau.

Schwester Marta Iris, wie hilft Ihr von Adveniat unterstütztes Projekt in solchen Fällen?

Das Schicksal von Frau Martínez ist leider beispielhaft für viele Frauen. Deswegen ist das erste Ziel des Programms, den Frauen ein wenig Last aus der Vergangenheit abzunehmen. Danach können sie lernen, wie sie ein eigenes Einkommen erzielen. Sie sollen seelisch stabil und finanziell unabhängig werden. Wir bieten praktische Kurse zu Kosmetik, Schneiderei, Friseur- oder Bäckerhandwerk an. Das sind Berufe, für die es die meiste Nachfrage gibt und es kein großes Startkapital braucht. So können die Frauen schnell ihr eigenes Geld verdienen.

Aber auch nachhaltig?

Ja, denn neben der psychologischen Unterstützung und dem Aufbau einer Existenz ist ein Netzwerk von Frauen entstanden, die Ähnliches erlebt haben. Hier tauschen sie sich über alles aus und unterstützen sich gegenseitig.

Frau Martínez, wie sah das konkret bei Ihnen aus und wie wirkt das Projekt auf Ihr Leben?

Das Projekt gab mir Mut und neue Kraft. Durch die Begleitung und die Fortbildungskurse sah ich endlich wieder eine Lebensperspektive für mich und meine Kinder. Ich erhielt einen zinsfreien Kleinkredit und konnte meine eigene kleine Eisdiele eröffnen. Das war eine Chance, die mir in Honduras sonst niemand gegeben hätte. Dieses kleine Geschäft sichert den Lebensunterhalt meiner Familie. Inzwischen darf ich mein Wissen an andere Frauen weitergeben und auch ihnen Mut machen.

Eine Frau steht zwischen ihren beiden Söhnen im jungen Erwachsenenalter. Alle drei halten ein Eis in der Hand

Sayri Martínezs Söhne helfen in der Eisdiele ihrer Mutter mit. Foto: Adveniat/Florian Kopp

Hat sich etwas auf familiärer Ebene verändert?

Die Veränderung beginnt bei mir: Ich begegne meinen Söhnen viel bewusster und mit Geduld. Dadurch gebe ich ihnen wichtige Werte mit auf den Weg. Das führt dazu, dass sie nach den Schulaufgaben oft freiwillig mit mir in der Eisdiele stehen und helfen. Gemeinsam schaffen wir schöne Momente.

Schwester Marta Iris: Welche Aufgaben liegen noch vor dem Projekt?

Eine der größten Aufgaben ist die Finanzierung. Dank der Unterstützung von Adveniat können wir viel bewegen, aber der Bedarf ist noch deutlich größer. Wir erhalten regelmäßig Anfragen aus anderen Regionen, können diese aber derzeit aus finanziellen und personellen Gründen nicht erfüllen.

Was motiviert Sie persönlich, weiterzumachen?

Mich motiviert es, das Glück und die Veränderung im Leben anderer Menschen zu sehen. Menschen aufzurichten, Verwundete zu versorgen und Trauernde zu trösten. Dieser Gedanke aus Jesaja ist meine Richtschnur und gibt mir die Kraft, weiterzumachen. Denn gäbe es dieses Projekt auch in anderen Landesteilen, wäre Honduras ein anderes Land.

„Für mich ist die Hilfe der Spenderinnen und Spender von Adveniat nicht selbstverständlich. Ich bin dankbar für diese Möglichkeit, mein Leben selbst gestalten zu dürfen.
Und Ihre Spende wirkt weiter – auch bei anderen Frauen. Gemeinsam gestalten wir, Schritt für Schritt, eine andere Gesellschaft.“

Sayri Martínez

Eine Frau mit langen, gelockten Haaren zeigt ihren selbstgemachten Schmuck in die Kamera.

So hilft Ihre Spende

Seit Ihrer Unterstützung haben bereits 250 Frauen den ersten Schritt in ein selbstbestimmtes Leben wagen können. Jede von ihnen steht für Hoffnung, Mut und die Chance, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

30 Frauen begannen einen Kurs zur Schneiderin.
60 Frauen begannen die Ausbildung als Köchin und können sich danach zum Beispiel zur Ernährungsberaterin fortbilden.
80 Frauen besuchen den Grundkurs für die Ausbildung zur Konditorin.
80 Frauen lassen sich in den Bereichen Frisörhandwerk und Kosmetik ausbilden

Adveniat-Report

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