Corona-Krise bringt Dominikanischer Republik Arbeitslosigkeit und Hunger

Mit offiziell 20.126 Infizierten hat die Dominikanische Republik in der Karibik mit Abstand die meisten Corona-Fälle zu beklagen. Haiti folgt mit 3.334 gemeldeten Infektionen. Adveniat unterstützt den wirtschaftlich ohnehin schwachen und von Armut geprägten Karibik-Staat mit derzeit 176.500 Euro für Lebensmittelpakete und Hygienemaßnahmen.
 


Der von Naturkatastrophen gebeutelte Inselstaat hat den letzten Hurrikan „Irma“ von vor drei Jahren noch nicht ganz verarbeitet, da nimmt ihm schon wieder die Corona-Pandemie jegliche Perspektive.

Seit die Regierung am 19. März den Ausnahmezustand erklärt hat, steht das Land unter Quarantäne. Dies hat zur Folge, dass der produktive Sektor zum Erliegen gekommen ist und viele Menschen ihre Erwerbsmöglichkeiten verloren haben. Hinzu kommt, dass das Land zu einem Großteil vom Tourismus abhängig ist, der seit April weltweit zum Erliegen gekommen ist. Die Devisen, die Touristen normalerweise in die Karibik bringen, sind für die Volkswirtschaft essenziell.

Es sind kaum soziale Netze oder Arbeitslosenstrukturen vorhanden. Geschätzt schlagen sich fast die Hälfte der Einwohner der Dominikanischen Republik als fliegende Händler, Müllsammler oder Strandmasseure durch - ohne Arbeitsvertrag, ohne geregeltes Einkommen. Auch in normalen Zeiten ist ihr Einkommen prekär, doch dadurch, dass die Touristen ausbleiben, wird es noch schwieriger. Arbeitslosigkeit, Hunger sowie fehlender Schulunterricht sind die großen Probleme, letzteres auch deshalb, weil viele Kinder in den Schulen oft ihre einzige vollwertige Mahlzeit bekommen.
 

für die Menschen in Lateinamerika in der Corona-Krise


Adveniat hilft mit Lebensmitelpaketen und seelsorglicher Betreuung

Adveniat unterstützt die Caritas und weitere langjährige Partner in der Hauptstadt Santo Domingo sowie in weiteren Regionen des Inselstaates bei der Verteilung von dringend benötigten Lebensmitteln. Dabei haben die Partner vor allem Menschen im Blick, die von den Ernährungsdefiziten besonders betroffen sind oder zu besonders gefährdeten Personenkreisen gehören, wie alte Menschen, Alleinstehende, allein erziehende Mütter, kinderreiche Familien.

Die einzelnen Pfarreien haben Listen erstellt, die die besonders bedürftigen Familien erfassen und die von der Nothilfe profitieren sollen. In der Hauptstadt Santo Domingo hat der Adveniat-Partner Caritas bereits über eine Million Lebensmittelpakete verteilt.

Doch die Hilfen verstehen sich nicht nur als Überreichung von Lebensmittelpaketen, sondern sind eingebettet in eine seelsorgliche Betreuung, gesundheitliche Beratung bis hin zu kleineren Maßnahmen zur Verbesserung der jeweiligen Wohnsituation. (ml)
 

Lateinamerika hat sich zum Epizentrum der Corona-Pandemie entwickelt. Während in Europa die Infektionszahlen zurückgehen, steigen sie in Lateinamerika rasant an. Adveniat hat einen Nothilfe-Fonds in Höhe von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Menschen medizinisch, sowie mit Lebensmittel- und Hygienekits zu versorgen. Mehr dazu