Brasilien: Hilfe für Amazonas-Gemeinden

„Die Corona-Krise hat Brasilien weiterhin fest im Griff. Wir haben sehr viele Tote zu beklagen. Und nicht nur das: Viele leiden Hunger.“ Wenn Bischof Johannes Bahlmann die Situation der Menschen in seiner Diözese Óbidos beschreibt, spürt man, wie groß seine Sorge ist. Mitten im brasilianischen Amazonastiefland ist das Leid der Menschen allgegenwärtig.
 

Per Hospitalschiff bringt Bischof Bahlmann zusammen mit mehr als 30 Ärzten und Krankenpflegern medizinische Versorgung, Lebensmittel und Hygienepakete zu den Menschen in den abgelegenen Dörfern der Amazonasregion.


Seit Monaten kämpft der Franziskaner-Mönch mit Ordensleuten, Ärzten und ehrenamtlichen Helfern gegen die Folgen der Corona-Krise. Gegen den Hunger. „In den letzten Monaten haben wir so viele Lebensmittel und Hygienepakete verteilt. Es war gut und so unendlich wichtig.“ Die ländliche, größtenteils von Dschungel bedeckte Region ist geprägt von sozialer Ungerechtigkeit. „Viele Menschen in meiner Diözese sind arm“, sagt Bischof Bahlmann. „Sie leben häufig von der Hand in den Mund. Corona hat die Lage aufs Äußerste verschärft.“
 

„Die gesundheitliche Situation in der Amazonasregion ist schrecklich“, sagt Schwester Nila, Direktorin des Hospitals Santo Antônio. Bei ihrer schweren Arbeit als Bauern und Fischer ziehen sich die Amazonasbewohner oft Brüche und Unfallverletzungen zu. Gleichzeitig bedrohen Malaria und andere Infektionskrankheiten die Gesundheit der Armen.

Dass die Menschen in der dünn besiedelten Amazonasregion einander in jeder Not beistehen, gehört für Aginaldo da Silva Araújo zum lebendigen Glauben dazu. Der 48-jährige Diakon lebt mit seiner Familie in einem hölzernen Stelzenhaus direkt am Flussufer

Damit mehr Ehrenamtliche die dringend benötigte Gemeindearbeit in den Amazonasgemeinden übernehmen können, bildet die Kirche engagierte junge Frauen und Männer sorgfältig aus.


Bischof Bahlmann weiß, wovon er spricht. Vor 30 Jahren kam der gebürtige Deutsche als Franziskanermissionar nach Brasilien. Seit gut zehn Jahren leitet er die Amazonasdiözese. Ihre Ausmaße sind eine große Herausforderung: Sie ist halb so groß wie Deutschland, hat aber nur rund 225.000 Einwohner. Viele Siedlungen sind nur mit dem Boot erreichbar. Um das Leben der Menschen nachhaltig zu verbessern, hat Bischof Bahlmann seit seinem Amtsantritt ein Netzwerk von Ordensleuten, Missionaren und engagierten Ehrenamtlichen aufgebaut. Dies hilft in der akuten Not – und auch weit darüber hinaus.
 

 

„Ich kenne Bischof Johannes Bahlmann seit vielen Jahren. Sein Denken und Handeln gilt den Ausgegrenzten, den isoliert lebenden und problembeladenen Menschen. Er hilft ihnen, wo immer er kann. Dabei schöpft er stets alle Möglichkeiten zur Selbsthilfe aus. Dass wir Menschen wie ihn unterstützen können, macht mich glücklich.“

Klemens Paffhausen, Länderreferent Brasilien


Durch die Corona-Krise hat sich der Kampf ums Überleben und um die nächste Mahlzeit für die Armen in Lateinamerika weiter verschärft. Solidarität und Mitmenschlichkeit dürfen deshalb keine Grenzen kennen – gerade jetzt. Ihre Spende sorgt dafür, dass die akute Hilfe zum Überleben weitergehen kann. Genauso wie die nachhaltige und langfristige Unterstützung für die Armen durch Bildung, medizinische Versorgung und Seelsorge.

 

Für weitere Informationen, wie Sie die Arbeit von Adveniat-Projektpartnern wie Bischof Bahlmann in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:

Carmen Martínez
Abteilung Spenderkommunikation, Referat Besondere Spenden
Telefon 0201 1756-209, E-Mail: carmen.martinez(at)adveniat(dot)de