Hilfe für bedürftige Senioren
in Nicaragua

Wer sein Leben lang gearbeitet hat, wer sich für seine Familie und Freunde aufgeopfert hat, verdient einen Lebensabend in Würde, sagt Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz.

Ehrenamtlicher Mario Marín mit Schwester María, einem Senioren und einem Kind. Fotos: Adveniat

"Umso schmerzlicher hat mich der Bericht unserer Nicaragua-Expertin Inés Klissenbauer berührt, den ich gerne mit Ihnen teilen möchte", so der Adveniat-Hauptgeschäftsführer. Sie lernte bei ihrem letzten Besuch in der Hauptstadt Managua die 76-jährige Hilda Rivera Pastranakennen. Als Ehefrau und Mutter hat die alte Dame sich ihr Leben lang um die Familie gekümmert. Doch als nach dem Tod ihres Mannes im letzten Jahr auch ihr Sohn durch einen Unfall verstarb, verlor sie ihre letzte Stütze. Eine Rente, Sozialhilfe oder dergleichen bekommt Hilda Rivera Pastrana nicht.

Adveniat-Nicaragua-Referentin Inés Klissenbauer mit Seniorin Alicia Lopez.
Schwester María mit Hilde Rivera Pastrana.
Saal der Armenspeisung, in dem auch Feste für die Senioren gefeiert werden.

Wer, wie sie, keine Familie mehr hat, arbeitet bis zum Umfallen oder fristet ein Leben als Bettler. Angesichts dieser Not hat der Orden der „Töchter der heiligen Luise von Marillac“ ein Haus für arme, alte Menschen errichtet. Tag für Tag organisieren die Schwestern in ihren vier Wänden einen Mittagstisch – der viel mehr ist als eine Essensausgabe.

Pater Michael Heinz. Foto: Adveniat

Fast 200 Bedürftige kommen täglich. Es wird gemeinsam gebetet, die Menschen tauschen sich aus, lachen miteinander und holen sich Kraft für den nächsten Tag. „Es gibt mir Halt“, sagt Hilda Rivera Pastrana. Wie wichtig Menschen um uns sind – gerade wenn es uns schlecht geht –, haben wir alle schon mal erlebt. Umso wertvoller ist dieses Angebot der Ordensschwestern, denn es ist einmalig in der Region.

Adveniat half den Schwestern zuletzt beim Ausbau ihres Hauses, damit sie noch mehr alten Menschen ihre Fürsorge schenken können. Bitte nehmen Sie die Ängste und Sorgen dieser armen Menschen in Ihr Gebet auf und stärken Sie, wenn möglich, die Arbeit für die Kranken und Schwachen in ganz Lateinamerika mit Ihrer Spende.


In dankbarer Verbundenheit grüße ich Sie herzlich.

Pater Michael Heinz SVD
Hauptgeschäftsführer

Für arme und kranke Menschen in Lateinamerika.