Bildung für indigene Kinder
im Regenwald von Ecuador

“La Isla“ - die Insel, wer denkt da nicht an Urlaub, Sonne und Baden? Aber „La Isla“ ist nicht Mallorca, sondern eine Siedlung am Stadtrand von Puyo. Puyo, eine Stadt mit 40.000 Einwohnern im Osten von Ecuador grenzt an das Amazonas-Gebiet.

Hermana Narcisa mit Kevin (Mitte) und einem anderen Jungen in „La Isla“. Fotos: Pohl/Adveniat

„La Isla“ in Puyo, das bedeutet Heimat für rund fünfzig Familien, vorwiegend Indigene, die auf der Suche nach Arbeit und ein bisschen Wohlstand den Amazonas-Regenwald verlassen mussten. In „La Isla“ stinkt es, weil viele Familien von der Müllverbrennung leben. So wie die Familie von Kevin. Kevin, zehn Jahre alt, ist Kichwa-Indianer und ein leidenschaftlicher Fußballkicker.

„Als ich mit meiner Familie noch im Regenwald wohnte, da konnten wir überall spielen", erzählt Kevin. Der Wald war alles: ein Zuhause für seine Familie in dem Häuschen aus Holz, ein „Supermarkt“ mit Lebensmitteln, da es im Wald Tiere zum Jagen und Pflanzen zum Sammeln und Essen gab. Und natürlich ein riesiger Spielplatz mit kleinen Wasserfällen, Schlingpflanzen und Flüssen zum Rumtoben und Versteckspielen.

Kevin in der Schule von El Encuentro. Fotos: Pohl/Adveniat
Hermana Narcisa mit der jungen Mutter Armenia vor ihrem Haus in „La Isla“.
Hermana Rosario mit Kindern in „La Isla“.

Doch dann kamen Bulldozer von irgendwelchen großen Firmen und haben immer mehr Bäume gefällt, die Flüsse wurden plötzlich nach Gold abgesucht und die Erde wurde nach Bodenschätzen wie Erdöl und wertvollen Mineralien durchwühlt. Kevins Familie wurde durch fremde Leute bedroht und man sagte ihnen, wenn sie ihr Land nicht verlassen, würden sie ihr Haus abreißen.

So ist Kevins Familie nach El Puyo gekommen. Zu Kevins großen Glück Sprach eine Ordenschwester dort seine meine Mutter auf der Straße an und bot ihrem Sohn den Schulbesuch an.

„Gott sei Dank hat Schwester Narcisa meine Mutter in „La Isla“ auf der Straße angesprochen und mir den Schulbesuch angeboten.“

Kevin, 10 Jahre

Seit fast 20 Jahren bietet das Schulzentrum „El Encuentro“ in Puyo, im Osten Ecuadors, über 100 Kindern und Jugendlichen Zugang zu Bildung: vormittags gehen sie zur Schule, nachmittags erlernen sie ein Handwerk, wie Schreinern oder Schneidern. El Encuentro heißt auf Deutsch „Begegnung“. Das Projekt wurde im Jahr 2000 von den Dominikaner-Schwestern gegründet.

Für Rafael Cob García, Bischof von Puyo ist es das Vorzeigeprojekt. „Es ist wie ein Rettungsanker“, sagt er. „Für manche Kinder ist es der einzige Ort, an dem sie Zuwendung erhalten, wo jemand sie in den Arm nimmt und sich für sie interessiert.“

Adveniat fördert das Projekt „El Encuentro“ mit 15.000 Euro für das Schulessen, Lernmaterial und Personalkosten für Lehrer.

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Für Kinder in Ecuador

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