Zukunft Amazonas
Bedrohte Schöpfung, bedrohte Völker

Klimawandel, rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen, Wasserkraftwerke sowie gigantische Soja-, Zuckerrohr- und Palmölplantagen zerstören die Lebenswelt der ursprünglichen Völker Amazoniens. Deswegen setzt sich Adveniat als Teil des kirchlichen Amazonasnetzwerks Repam besonders für die Zukunft der bedrohten Völker und Schöpfung am Amazonas ein.

Arbeitsdokument zur Amazonas-Synode


Mit dem "Instrumentum Laboris" bereiten sich die Teilnehmenden auf die Amazonas-Synode vor, die vom 6. bis zum 27. Oktober 2019 im Vatikan stattfindet. Das kirchliche Amazonas-Netzwerks Repam, dem Adveniat seit seiner Gründung 2014 angehört, hat auf zahlreichen Vorbereitungstreffen im Amazonasgebiet Fragen, Anregungen und Themen von 85.000 Menschen vor Ort gesammelt. Adveniat hat das Dokument mit ins Deutsche übersetzen lassen.

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„Wir müssen auf die Klimakrise unverzüglich reagieren. Denn später ist zu spät!“ Das steht für den Präsidenten des Amanzonasnetzwerks Repam (Red Eclesial PanAmazonica), Kardinal Cláudio Hummes fest. Die Natur im Amazonasgebiet ist durch die Abholzung riesiger Gebiete für staatliche Staudamm- und Infrastrukturprojekte, den enormen Hunger westlicher Industrienationen nach Rohstoffen wie Gold, Kupfer oder Öl sowie nach industriell angebauten Agrarprodukten bedroht.

Die Yanomami wehren sich an der Grenze zu Venezuela dagegen, dass Goldgräber ihr Trinkwasser vergiften. Die indigene Schutzgebiete, wie das Tenharim, sind der einflussreichen Agrarlobby ein Dorn im Auge. Adveniat setzt sich mit seinen Partnern vor Ort für den Schutz der "bedrohten Völker und der bedrohten Schöpfung" ein.

Für gute Lebensbedingungen für die indigenen Völker im Amazonas.


Ein Jahr vor der Amazonas-Synode, die auf Einladung von Papst Franziskus im Oktober 2019 im Vatikan stattfinden wird, hat Repam, zu dessen Gründungsmitglieder Adveniat gehört, in Berlin einen umfassenden Bericht über Menschenrechtsverletzungen an den indigenen Völkern im Amazonasgebiet übergeben. „Wer die schleichende Ausrottung dieser Völker verhindern will, muss die UN-Konvention ILO Nummer 169 ratifizieren“, erklärte Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz.

Das Abkommen garantiere, dass die indigenen Völker angehört werden müssen, wenn auf ihrem Gebiet zum Beispiel Rohstoffe ausgebeutet werden. „Doch diese Bestimmungen werden vor Ort umgangen, auch weil international viel beachtete Länder wie Deutschland das Abkommen bis heute nicht ratifiziert haben. Deutschland muss seinen Beitrag zum Schutz des Amazonas und seiner Völker leisten und die UN-Konvention ILO Nummer 169 endlich unterzeichnen“, fordert Pater Heinz. 
 

Schauspielerin Friederike Becht, die in der im November anlaufenden Serie „Das Parfum“ eine der Hauptrollen spielt, setzt sich gemeinsam mit dem Amazonas-Netzwerk Repam und Adveniat dafür ein, dem Amazonas eine Stimme zu geben.

Mehr zu Friederike Becht

Freianzeigen: "Über Leben"

Mit der Kampagne „Zukunft Amazonas“ wird sich Adveniat auch über die Amazonas-Synode hinaus in Kirche, Politik und Gesellschaft für den Schutz der indigenen Völker und die Bewahrung der Umwelt einsetzen, damit die Vision einer Kirche mit amazonischem Gesicht, wie sie Papst Franziskus formuliert hat, Wirklichkeit wird.

 

Ein Dorf leistet Widerstand gegen die Erdölindustrie

David gegen Goliath: Ein Dorf im amazonischen Tiefland Ecuadors leistet seit Jahrzehnten Widerstand gegen die vorrückende Erdölindustrie. Unterstützung bekommen die Menschen von dem panamazonischen kirchlichen Netzwerk Repam, das die Umweltenzyklika Laudato si´ von Papst Franziskus konkret vor Ort umsetzt.
Zur Reportage
 

Menschenrechtsverletzungen an Bundesregierung

Indigene überreichen Menschenrechtsbericht

Einen umfassenden Bericht über die Menschenrechtsverletzungen im Amazonasgebiet hat das Amazonas-Netzwerk REPAM (Red Eclesial PanAmazónica) in Berlin der Lateinamerika-Beauftragte des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Christiane Bögemann-Hagedorn, überreicht.
Zum Bericht

So helfen Adveniat und Repam im Amazonasgebiet

Unser Partner im Einsatz für das Überleben der indigenen Völker und gegen die fortschreitende Umweltzerstörung ist das kirchliche Netzwerk Repam (Red Eclesial PanAmazónica). Darin bündeln Kirchen aus acht Ländern Lateinamerikas ihre Arbeit. Adveniat hat im vergangenen Jahr mit mehr als 3,2 Millionen Euro Projekte im Amazonasgebiet gefördert.
Zu den Projekten

Unsere Forderungen an die Bundesregierung

Der Klimawandel und die rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen zerstören die Lebenswelt der indigenen Völker Lateinamerikas. Darin sind auch deutsche Unternehmen beteiligt. Um diese Entwicklung zu stoppen, hat Adveniat gemeinsam mit dem Netzwerk Repam und anderen internationalen Organisationen Forderungen aufgestellt.
Zu den Forderungen