Mobile Gesundheitsteams für Schwangere und Säuglinge
Nachts lag Belkis wach und lauschte auf den Atem ihrer Tochter. Sofía war gerade vier Monate alt, als der Durchfall begann und einfach nicht aufhörte. Mit jedem Tag wurde sie schwächer. Wenn Belkis Sofía auf den Arm nahm, erschrak sie darüber, wie leicht sie geworden war. Doch Belkis hatte Glück. Eine Gesundheitshelferin erfuhr von ihrer Situation und informierte sie, dass ein Gesundheitsteam im Nachbardorf eingetroffen war.

„Jetzt weiß ich, was ich selbst tun kann, um mein Kind zu schützen. Das gibt mir Sicherheit“, sagt die 18-jährige Belkis Galindo, Mutter von Sofia. Fotos: Adveniat/Florian Kopp
Belkis lebt mit ihrer Familie in einem abgelegenen Bergdorf in Honduras. Die nächste Gesundheitsstation ist so weit entfernt, dass sie mit einem kranken Baby zu Fuß unerreichbar ist. Der schwierige Weg hätte den Säugling noch mehr gefährdet. Zugleich wusste sie aber, dass Durchfall für kleine Kinder lebensgefährlich sein kann und jedes Jahr viele Kinder daran sterben. Die Angst um Sofía ließ sie nicht mehr los.
Das Gesundheitsteam war die letzte Hoffnung
Als Belkis hörte, dass im Nachbardorf ein Gesundheitsteam unterwegs ist, keimte zum ersten Mal wieder Hoffnung auf. Mit Sofía auf dem Arm machte sie sich sofort auf den Weg. Ihre Tochter wurde direkt untersucht und erhielt die Medikamente, die sie dringend brauchte. Schon bald ging es Sofía besser. Für Belkis war das die Rettung ihrer Tochter. Und sie erhielt noch mehr Hilfe: Sie lernte, wie sie Trinkwasser sicher aufbereitet und mit einem kleinen Gemüsegarten ihre Familie gesünder ernähren kann.

„Ich habe sechs Kinder großgezogen. Damit es die jungen Mütter leichter haben, gebe ich dieses Wissen jetzt weiter“, sagt Mercedes Martínez, ehrenamtliche Gesundheitshelferin.

Für viele Familien ist medizinische Hilfe kaum erreichbar. Mobile Gesundheitsteams bringen medizinische Versorgung direkt in die abgelegenen Dörfer.
Für die Gesundheit ist kein Weg zu weit
Für viele Familien ist medizinische Hilfe kaum erreichbar. Mobile Gesundheitsteams bringen medizinische Versorgung direkt in die abgelegenen Dörfer. Neben der akutmedizinischen Behandlung, wie im Fall von Belkis und ihrer Tochter, begleiten die Teams die jungen Familien auch dauerhaft. Sie untersuchen Schwangere und Säuglinge regelmäßig und vermitteln Wissen zu gesunder Ernährung, Hygiene sowie zur Aufbereitung von Trinkwasser.
Wissen von Frau zu Frau
Wo die nächste Gesundheitsstation Stunden entfernt ist, kann Wissen Leben retten. Mercedes Martínez ist 79 Jahre alt. Heute ist sie eine von vielen ehrenamtlichen Gesundheitshelferinnen, die über das Projekt von Adveniat ausgebildet wurden und ihr Wissen an junge Mütter weitergeben.
„Gesundheit ist eine Grundvoraussetzung für Entwicklung. Und die Unterstützung von Adveniat hilft uns, den Ärmsten gezielt zu helfen.“
Dr. Carolina Espino, Ärztin und Direktorin des Gesundheitsprojekts

Lernen, was Kinder gesund macht
Viele Familien besitzen ein Stück Land, doch ihnen fehlen das Wissen und die Mittel, um darauf ausreichend Nahrung anzubauen. Die Gesundheitsteams geben Starthilfe mit Seminaren, Saatgut und ein paar kräftigen Legehennen.
Dort, wo die Gesundheitsteams in den Bergdörfern regelmäßig präsent sind, ist die Zahl mangelernährter Kinder um zwei Drittel gesunken. Doch immer noch ist jedes zehnte Kind betroffen. Gemeinsam können wir das ändern! Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie Gesundheitsfürsorge und schenken Müttern und ihren Kindern ein gesundes Leben.

Gesundheit beginnt mit Wissen. Schenken Sie beides – mit Ihrer Spende.
Seit mehr als 60 Jahren steht Adveniat an der Seite der Menschen in Lateinamerika und der Karibik. Gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort setzt sich Adveniat für bessere Lebensbedingungen, Bildung und Gesundheit ein. In den Bergen von Honduras sind das die Gesundheitsteams, die junge Mütter befähigen, gut für ihre Kinder zu sorgen, und die Ehrenamtlichen, die Mut und Wissen von Frau zu Frau weitergeben. Mit Ihrer Spende wird diese Hilfe zur Selbsthilfe möglich und Sie schenken Familien eine gesunde Zukunft.
Für weitere Informationen, wie Sie die Menschen in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:
Carmen Martínez
Spenderkommunikation
Telefon 0201 1756-209
E-Mail: carmen.martinez@adveniat.de

